(openPR) Die Panto, besser bekannt als Intellektuellenbrille der 40er Jahre. Auf den Straßen Berlins und bei „Lunettes“ in Prenzlauer Berg feiert das Kultstück jetzt ein vielfältiges Comeback.
Zuletzt zierte die Pantobrille Mitte der 80er eine Bandbreite von Nasen: Sowohl die knallbunte New Wave-Szene, als auch der Wallstreet-Yuppie in Schlips und Kragen setzten auf das ausdrucksstarke Modell. Bret Easton Ellis schrieb ihr in seinem Bestseller „American Psycho“ sogar die Accessoire-Hauptrolle zu.
Warum Stars wie Woody Allen und Johnny Depp bis heute treue Anhänger sind? Weil ihnen das markante Neurotiker-Profil gerade genug Eigentümlichkeit verleiht, um zur Legende zu werden. Intelligenz, Exzentrik, Eigensinn – das und viel mehr verheißt die Panto und wird damit zum Lieblings-Modell der Gegen-den-Mainstream-Schwimmer.
Obgleich ohne Ecken und Kanten, spiegelt sie unterschiedlichste Charaktere von schrullig bis dandy wider: Oversize in Schildpatt zeichnet sie das Bild des wirren Künstlers, winzig wirkt sie großväterlich bescheiden, irgendwo dazwischen bedient sie das konservative Juristenklischee, und in filigraner Metallfassung verbreitet sie eleganten Retro-Charme.
„Neu ist, dass Frauen die Pantoform für sich entdecken“, so Uta Geyer von der Brillenagentur „Lunettes“. Mit ihrer riesigen Auswahl ungetragener Stücke aus allen Design-Epochen begegnet sie ihren stilbewussten Kunden auf Augenhöhe. „Die Berlinerinnen haben – wie so oft – den Trend erspürt. Was heißt Trend: Die Panto war schon immer da. Sie wird wiederentdeckt und aufgefrischt.“
Das Hauptstadtbild bleibt also Vintage-geprägt: Eine Modeerscheinung, die immer neue Varianten findet, von klassisch bis sophisticated. Auch die Panto besitzt dieses Spektrum – und ist damit auf dem besten Weg zum Key-Piece 2009.










