(openPR) Bonn - Europa, Asien und Nordamerika teilen sich die Medaillen bei den 20. German Open im Synchronschwimmen, die heute im Frankenbad zu Ende gingen. Zur Jubiläumsveranstaltung konnten der Deutsche Schwimmverband (DSV) und der Internationale Schwimmverein (ISV) Bad Godesberg 20 Nationalmannschaften in Bonn begrüßen.
Im ersten Jahr nach den olympischen Spielen in Peking standen die diesjährigen German Open für viele Nationen im Zeichen der Neuausrichtung für London 2012. Viele neue Küren wurden gezeigt und viele junge Schwimmerinnen waren zum ersten Mal mit dabei. Sie traten in die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen, die ihre Karriere nach Peking beendet haben.
Aus aller Welt waren die Teilnehmerinnen angereist - von Venezuela, Mexiko, Costa Rica und Kanada im Westen bis China, Japan und Malaysia im Osten - aus China sogar zwei komplette Teams mit insgesamt 20 Schwimmerinnen. Aus Europa kam nur gut die Hälfte der Mannschaften. Und bei der Medaillenvergabe wollte jeder ein Wörtchen mitreden: Über Edelmetall im Reisegepäck durften sich am Ende Kanada, China, Japan, Frankreich, Spanien und Großbritannien freuen.
Soli und Duette dominierte am Sonntag der Topstar der Veranstaltung, die Spanierin Andrea Fuentes. Die Olympiazweite von Peking gewann zunächst im Solo mit 95,300 Punkten vor der Japanerin Yumi Adachi (93,700) und Jenna Randall aus Großbritannien (89,600). Mit ihrer neuen Partnerin Ona Carbonell konnte sie Japan auch im anschließenden Duett erneut auf Platz 2 verweisen. Fuentes und Carbonell erreichten 95,100 Punkte, die Japanerinnen Yukiko Inui und Chisa Kobayashi folgten mit 93,100 Punkten. Bronze gewannen fürs Nachbarland China Xuechen Huang und Yiwen Wu (92,100).
Bereits am Samstag hatten Huang und Wu mit ihrer Mannschaft die Goldmedaille in der freien Kombination gewonnen. Mit einer hinreißenden Kür, die die Stimmung im Frankenbad zum Toben brachte und mit lang anhaltenden Bravo-Rufen belohnt wurde, sicherten sie sich 95,700 Punkte und einen verdienten Platz 1. Auf Silberrang folgte Kanada (94,300) mit einer komplett gegensätzlichen Darbietung: Die technisch und künstlerisch ebenfalls beeindruckende Kür wurde mit einer guten Portion Humor und grünen Kopftüchern vorgetragen. Auf Platz 3 folgten mit deutlichem Abstand die Schwimmerinnen aus Großbritannien (88,400).
In einem spannenden Teamfinale sicherte sich zum Abschluss der Veranstaltung Kanada (94,100 Punkte) mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,100 Punkten Gold vor der Mannschaft aus Sichuan/China (94,000), die in den Vorkämpfen noch knapp vorne gelegen hatte. Bronze ging an Frankreich (90,500).
Für die deutsche Nationalmannschaft schwamm Lisa Lacker im Solo auf Platz 7 (79,900). Auch im Duett schafften Edith und Iris Zeppenfeld die als Ziel vorgegebene Finalteilnahme und erreichten Platz 12 mit 79,700 Punkten. Im Teamfinale belegte Deutschland mit der jüngsten Mannschaft des Turniers den achten Platz (80,400).
Über einen rundum gelungenen Wettkampf freute sich am Ende Udo Lehmann. Der 62-jährige ist seit 20 Jahren für die gesamte Planung und Organisation der Großveranstaltung verantwortlich. "20 Nationen, das hatten wir bei den German Open noch nie", weiß Lehmann. "Trotzdem ist alles gut und ohne Komplikationen abgelaufen. Und alle Mannschaften waren zufrieden, das ist ja das wichtigste".
Die German Open sind der einzige Synchronschwimm-Wettkampf für Nationalmannschaften in Deutschland und regelmäßiger Treffpunkt der besten Synchronschwimmnationen. Sie stehen unter der Schirmherrschaft der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann.











