(openPR) Mit dem „Ukrainischen Filmfestival“ stellt das Kölner Filmhaus erstmalig das Schaffen ukrainischer RegisseurInnen in Form eines Festivals in Deutschland vor. In Zusammenarbeit mit dem Filmfestival „Molodist“, das jährlich in Kiew stattfindet, und der „Ukrainian Cinema Foundation (UCF)“ werden vom 20. bis 24. März aktuelle ukrainische Produktionen im Filmhaus Kino gezeigt.
Die Ukraine ist seit 1991 ein eigener Staat. Durch die Lage zwischen Russland und Europa sind Unabhängigkeit und Identitätsfindung seit jeher Themen, die das Land besonders betreffen und die sich auch in seinen Filmen niederschlagen.
Oles Jantschuk zeichnet in seinem Film „Metropolit Andrzej“ das Leben des Andrey Sheptytsky nach, der als Pastor und politischer Aktivist die Geschichte der Ukraine prägte. Das Leben Sheptytskys und seiner Generation unter ungarisch-österreichischer Herrschaft, zwischen den Konfliktparteien Polen und UdSSR und im Zweiten Weltkrieg wird anhand dieser Biografie deutlich.
Einen Skandal löste der Film „Sappho“ des britischen Regisseurs Robert Krombi in der Ukraine aus. In Anlehnung an die griechische Lyrikerin Sappho erzählt er die Dreiecksbeziehung zwischen einem amerikanischen Paar und einer Russin auf der Insel Lesbos in den 1920er Jahren. Zur Premiere im Mai 2008 forderte die Kirche ein Aufführungsverbot in der Ukraine.
Kira Muratowa ist eine der bekanntesten Repräsentantinnen des russischen und ukrainischen Autorenfilms. Ihre Filme waren in der Sowjetunion umstritten und führten zu einem Drehverbot, dass ihr Schaffen bis in die 1980er Jahre hinein stark einschränkte. Ihr Film „Zwei in einem“ aus dem Jahr 2006 erregte internationale Aufmerksamkeit. 2007 wurde der Film mit dem „Nika“, dem russische Pendant zum Oscar, ausgezeichnet.
Zur Eröffnung am Freitag, den 20. März um 19.30 Uhr wird der Filmklassiker „Die Schatten der vergessenen Vorfahren“ in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Larissa Kadotschnikowa gezeigt. Auch die ukrainische Botschafterin Natalia Zarudna und die Regisseure Roman Balayan, Aleksander Zhovna und Sergij Bukovsky sind im Filmhaus zu Gast. Im Anschluss erwarten die Gäste Lieder der ukrainischen Sängerin und Schauspielerin Mariana Sadovska und ein Büffet.










