(openPR) Eine große Auszeichnung konnte die karldischinger logistikdienstleister GmbH & Co. KG (kd) beim 10. Logistics Forum Duisburg, einem wichtigen Treffen der Logistikbranche aus Deutschland und dem benachbarten Ausland, entgegennehmen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 4. März 2009 verlieh die Bundesvereinigung Logistik (BVL) als Veranstalter des Forums dem mittelständischen Unternehmen aus Ehrenkirchen-Kirchhofen bei Freiburg den Logistics Service Award. Mit dem Preis würdigte die BVL das durchgängige Trailerkonzept „kd-tri-deck-concept“, das karldischinger für den Automobilzulieferer Johnson Controls mitentwickelt hatte. Das innovative Konzept sieht eine optimierte, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Lösung für die Outboundlogistik (Distributionslogistik) von Johnson Controls vor. Es umfasst unter anderem den neu entwickelten kd-tri-deck Auflieger, eine integrierte Fördertechnik sowie ein umfassendes Sicherheits- und Notfallkonzept. Die Auszeichnung, die seit dem Jahr 2004 vom BVL vergeben wird, nahm der geschäftsführende Gesellschafter Karlhubert Dischinger persönlich entgegen.
In seiner Laudatio begründete der Juryvorsitzende Prof. Peter Klaus, Leiter des Fraunhofer ATL Nürnberg, warum die Wahl unter sieben hochkarätigen Bewerbungen auf karldischinger fiel: „Das Projekt demonstriert, wie ein mittelständischer Dienstleister mit einem Kunden, der zur Liga der Großunternehmen gehört, auf gleicher Augenhöhe erfolgreich zusammenarbeiten kann, wie dabei die Kreativität und das Know-how des Dienstleisters pro-aktiv eingebracht wurde und damit für beide Partner sichtbare, messbare Erfolge entstanden sind". Er unterstrich insbesondere die Kosteneinsparungen, die Umweltentlastung und nicht zuletzt eine Festigung der Zusammenarbeit zwischen dem Logisitikdienstleister und dem Automobilzulieferer. „Das nenne ich eine erfolgreiche „Win-Win" Partnerschaft", betonte Klaus.
Konkret geht es beim „kd-tri-deck-concept“ um ein durchgängiges Konzept für den Transport von Fahrzeugsitzen aus einer Produktionsstätte von Johnson Controls im südbadischen Neuenburg zum Werk eines großen Automobilherstellers. Ausgangspunkt des Projekts war eine Ausschreibung von Johnson Controls mit der Zielsetzung, für die Outboundlogistik, also die Verladung sowie den Transport der Sitze unter den Bedingungen von „just-in-time“ und „just-in-sequence“, eine optimierte, nachhaltige Lösung zu entwickeln.
Mit dem kd-tri-deck-concept konnte karldischinger die Vorgaben des Kunden am besten erfüllen. Kern dieses Konzepts ist ein neuer Auflieger, der statt 48 Gebinde auf zwei Ebenen 66 Gebinde mit Sitzen auf drei Ebenen transportieren kann. Die Einsparungen für den Zulieferer sind erheblich. So reduziert sich bei gleicher Produktionsmenge die Anzahl der Transporte pro Jahr um rund 30 Prozent, die Zahl der Transportkilometer um mehr als 200.000 Kilometer, außerdem werden die Kapazitäten von 2,5 Mitarbeitern eingespart. „Die jährliche Kostenreduzierung für den Kunden bewegen sich somit im sechsstelligen Bereich“, bilanziert Daniel Wiesler, Geschäftsführer der karldischinger-projekt-consulting (kd-pc), ein Tochterunternehmen der Dischinger-Gruppe, das sich auf innovative Logisitikkonzepte spezialisiert hat. Derzeit sind vier dieser speziell ausgestatteten Auflieger im Einsatz.
Bei der Entwicklung des Konzepts machte sich vor allem die enge Zusammenarbeit der beiden Dischinger-Gesellschaften bezahlt: die Fachspedition kd brachte ihr umfassendes Know-how aus der Transportlogistik ein, kd-pc seine Erfahrungen aus der Beratung zur Prozessoptimierung rund um die Logistik. Als Herausforderung erwies sich insbesondere die in Deutschland vorgeschriebene gesetzliche Außenhöhe von vier Metern. Aufbauend auf einem Auflieger, der bei kd zur Durchführung temperaturgeführter Transporte im Einsatz war, gelang es dem Unternehmen dennoch, einen Auflieger zu entwickeln, der Autositze auf drei Ebenen mit jeweils 1,15 Meter Höhe transportieren kann. Das war unter anderem möglich, weil das kdi-tri-deck-concept auf Einzelradaufhängungen statt auf Achsaufhängung setzt. Verstärkte Außenwände gewährleisten außerdem die Stabilität für das Tragen der Fördertechnik. Und in Anlehnung an die mit Kühlaggregaten ausgestatteten Auflieger wurden die Antriebsmotoren an der Außenseite der Stirnwand angebracht. karldischinger konnte sich bei der Umsetzung außerdem auf zuverlässige Partner stützen. So lieferte zum einen der Intralogistik-Spezialist psb die Fördertechnik mit drei Ebenen. psb plant und realisiert intralogistische Gesamtsysteme für Produktion und Distribution. Der Trailer selbst wurde von Firma Langendorf geliefert, die zu den renommierten Herstellern des individuellen Fahrzeugbaus gehört.
Punkten kann das neue Konzept auch mit ausgefeilten Sicherheits- und Notfallpaketen. So wurde unter anderem das bereits genutzte Telematiksystem der Firma Trendfire GmbH um das Modul Geofencing erweitert. Die integrierte Radiusüberwachung der Transporte bietet eine Art Frühwarnsystem beim Eintreten von zeitlichen Verzögerungen in der Anlieferung der Kunden. Das Notfallpaket sieht detaillierte Handlungs-anweisungen für mögliche Notfälle vor.
„Mit unserem kd-tri-deck-concept haben wir einmal mehr unsere einzigartige Stärke als Logistikdienstleister sowie Berater und Gestalter von Logistikprozessen bewiesen“, betonte Karlhubert Dischinger. Er ist außerdem davon überzeugt, dass mit dieser Innovation ein neues Geschäftsfeld erschlossen werden kann, da sich das Konzept ohne weiteres auf andere Industriezweige übertragen lässt. Daher hat der Logistikdienstleister das kd-tri-deck-concept beim Deutschen Patentamt in München schützen und eintragen lassen.
Für Dischinger ist die Auszeichnung außerdem eine große Motivation, weiter an neuen innovativen Konzepten zu arbeiten. Ein weiteres logistisches Konzept im Bereich des „Behältermanagements Automotive“ steht kurz vor der Einführung.
Daten des kd-tri-deck-concept im Überblick:
* Auflieger Gesamtgewicht: 36.000 kg
* Zulässige Nutzlast: 27.800 kg
* Außenlänge: 14.040 mm
* Fahrzeugbreite: 2.600 mm
* Fahrzeughöhe unbeladen: 4.000 mm
* Ladelänge Oberdeck: 13.571 mm
* Ladelänge Unterdeck: 9.920 mm
* Kapazität an Sitzpaletten gemäß Beladeplan: 66 Stück
* Seitenwände: 45 mm Breite (anstatt der üblichen 25 mm)
* Eingebautes Heizgerät zur Klimatisierung des Frachtraumes
* Türöffnungen in der Stirnwand, zur Wartung der Antriebsmotoren der Fördertechnik
* Hydraulisch klappbarer Heckportalträger, der die Verwendung der maximalen Innenraumhöhe auf oberster Ladeebene ermöglicht
* Vorbereitung zur Niveauregulierung mittels Fernbedienung aus der SZM
Ökonomische und ökologische Vorteile für den Kunden:
* 2.657 Transporte weniger im Jahr
* 203.268 Kilometer weniger im Jahr
* 60.980 Liter Diesel weniger im Jahr
* 172.371 Kilo weniger CO2-Ausstoß im Jahr
* 66 Behälter werden in 60 Sekunden verladen










