(openPR) Werke von Karl Jenkins und Arvo Pärt stehen auf dem Konzertplan des Bachchores Würzburg.
Würzburg, 5. März 2009. Karl Jenkins Werke „Adiemus“ und „Requiem“ sowie Arvo Pärts “Cantus in memoriam Benjamin Britten” führen Bachchor und Bachorchester Würzburger am Sonntag, den 29. März um 18 Uhr in der Würzburger St. Johanniskirche auf.
Kaum ein anderer zeitgenössischer Komponist hat es geschafft, Hörer auf der ganzen Welt so unmittelbar und direkt anzusprechen wie Karl Jenkins. Rhythmen und harmonische Wendungen, die aus Ethno-, Pop- und Klassik-Traditionen stammen und doch ganz unverwechselbar die Aura keltischer Einflüsse besitzt, verbinden sich in den Werken des walisischen Musikers Jenkins zu etwas Einzigartigem. Vor allem mit seinen "Adiemus"-Projekten hat Jenkins schon vor Jahren eine Fangemeinde erobert, die in die Millionen geht.
Mit dem Requiem schuf Jenkins aus lateinischen Textvorlagen und japanischen Gedichten um die Themen Leben, Tod und Wiedergeburt ein überkonfessionelles wie spirituelles Sakralwerk, das aber in seinem formalen Aufbau ganz der Totenmesse der Kirche folgt. Die Besetzung mit Streichorchester, zwei Hörnern und einem beeindruckend großen Percussion-Part wird ergänzt durch das Instrumentalsoli der, von Nina Harrer gespielten, Shakuhachi — eine japanische Bambusflöte. Die Gesangssoli übernehmen die Sopranistin Helen Rohrbach sowie ein Würzburger Domsingknabe als Knabensopran.
Der estische Komponist Arvo Pärt ist hingegen mit seinem archaisch-minimalistischen Kompositionsstil berühmt geworden, den er „Tintinnabuli“ — nach dem lateinischen Wort für „kleine Glocken“ — nennt. Er beschäftigte sich intensiv mit der Musik des Mittelalters und fand dadurch zu seiner eigenen Sprache, die sich durch die konsequente Reduktion auszeichnet: So arbeitet er mit einer sehr geringen Anzahl von Elementen, die er aus den primitivsten Materialien aufbaut: dem Dreiklang und mit einer bestimmten Tonalität.
Die drei Noten eines Dreiklangs sind wie Glocken. Als eines der ersten Werke im Tintinnabuli-Stil entstand 1977 der „Cantus in memoriam Benjamin Britten“ für Streichorchester und einer Glocke. Pärts Gedenkmusik an den englischen Komponisten ist eine Meditation über das Geheimnis von Leben und Tod. Die Musik erwächst aus der Stille und endet in ihr. Eine Glocke ertönt in einem gleichmäßigen Rhythmus. Das Streichorchester setzt ein und lässt einen streng proportionierten Kanon erklingen, der im a-Moll-Dreiklang endet. Die Glocke, im Schlussakkord ein letztes Mal leise angeschlagen, klingt aus und führt den Hörer in die Stille zurück.
Unter der Leitung von Christian Kabitz sind Bachchor und Bachorchester Würzburg die Ausführenden.
Karten für das Konzert in der St. Johanniskirche gibt es zum Preis von 10 bis 30 Euro telefonisch unter 0931/32 28 46, direkt im Pfarramt, Hofstallstraße 5, sowie an der Abendkasse. Schüler und Studenten erhalten 50 % Ermäßigung. Weitere Infos unter www.bachchor-wuerzburg.de













