(openPR) Es ist wirklich eine Manie. Wer einmal der Faszination der Silberkugel erlegen ist, kommt einfach nicht mehr von ihr los. Die besten Flipperspieler Deutschlands, aber auch aus den Nachbarländern spielen am Samstag, den 25. April den Deutschen Meister aus. Mit Wilsdruff bei Dresden ist damit erstmals der Osten des Landes Treffpunkt für die Pinball-Wizards. Aber auch ambitionierte Hobbyspieler sind aufgerufen, sich mit den Besten zu messen.
Das Kultgerät Flipper besteht in seiner heutigen Form seit über 60 Jahren, Vorläufer des Flippers, so genannte Bagatelle-Spiele, kamen bereits im 19. Jahrhundert auf den Markt. Innovative Ingenieure und findige Techniker schafften es immer wieder, den Flipper am Leben zu erhalten, auch wenn er häufig vom Aussterben bedroht schien. Viele Spieler wandten sich in den 70er Jahren den Videospielen zu, führten den Pacman durchs Labyrinth, oder finden heutzutage von früher Kindheit an eher Gefallen an Spielekonsolen wie der Playstation.
Kunsthistorisch hat der Pinball, so die englische Bezeichnung, der in Stilen wie Popart und Op-Art, Comic, Kubismus und Fotorealismus immer ein Stück Zeitgeist widerspiegelt, längst seinen Platz gefunden. Zeigt sich ausgeklügeltes Design nicht zuletzt an den stimmigen Grafiken von Flipperscheibe, Spielfeld und Gehäuse.
Zu den Hochzeiten des Flippers – etwa Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts – liefen jährlich bei den großen Herstellern Gottlieb, Williams und Bally weit über 50.000 Maschinen vom Band, einzelne Modelle wurden bis zu 20.000 mal aufgelegt. Momentan werden neue Geräte nur noch von einer Firma, nämlich Stern Pinball aus Chicago, produziert. Und das in einer Jahresproduktion von 10.000 Stück, verteilt auf drei Modelle. Der neueste Hit aus der Flipperschmiede von Gary Stern, dessen Vater schon Pinballs produzierte, heißt „CSI“ und lehnt sich an die erfolgreiche TV-Serie an. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch dieser Flipper auf der „Silverballmania 2009“ präsentiert.
Überhaupt stehen Kino- und Fernsehthemen bei der Ideenfindung für neue Geräte an erster Stelle. So dienten in der Vergangenheit Arnold Schwarzenegger als „Terminator 3“, die „Herren der Ringe“ wie auch „Spiderman“ als Motivvorlagen für die opulenten Grafiken, aber auch für die hoch komplexen Spielabläufe. „Wir wollen vom hohen Wiedererkennungswert dieser Filmhits profitieren“, erläutert Gary Stern seine Strategie.
Ein moderner Flipper ist mit neuester Technik gespickt. Ausgefeilte Licht- und Soundeffekte, das Spiel mit mehreren Kugeln zeitgleich, tolle Gags und Gimmicks auf dem Spielfeld und die Jagd nach den wertvollen Jackpots – unabdingbar für Höchstergebnisse – machen das Flipperspiel immer noch zu einem tollen Freizeitvergnügen. Flipperfans gibt es zahlreich, die entsprechenden Foren im Internet sind gut besucht, hier hilft man sich untereinander bei Fragen rund um Kauf und Technik.
Ausrichter der Silverballmania ist der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde, der sich in den 90er Jahren gegründet hat und Flipperspieler und -sammler vereint. Einige der von den Mitgliedern liebevoll hergerichteten und präsentierten Geräte stehen zum Verkauf. Wer also damit liebäugelt, sich ein Stück seiner Jugend ins Wohnzimmer zu holen, kann hier vielleicht sein Traumgerät finden – oder aber wichtige Kontakte knüpfen. Händler aus dem gesamten Bundesgebiet sind vertreten und bieten neben kompletten Pins auch Ersatzteile und Zubehör an.
Für die Insider hat der Flipperverein noch ein ganz besonderes Highlight organisiert. Aus Chicago wird Roger Sharpe erwartet, der seit über 40 Jahren Einblick in die Szene der Flipperindustrie hat. Als einer der besten Spieler überzeugte er Politiker davon, dass Flippern kein Glücksspiel ist, sondern viel mit Geschick zu tun hat – „a game of skill“. Sein Demospiel sorgte dafür, dass Flipper in weiten Teilen der USA in den 70er Jahren wieder legal wurden. Als Spieldesigner, PR-Verantwortlicher und schließlich als cleverer Spürhund für tolle Lizenzthemen blickt Sharpe auf eine lange Flipperkarriere zurück. Für Fans ein Muss, seinen Berichten und Storys zu lauschen.
Organisator vor Ort ist Ernö Rotter, ein 33 Jahre alter Unternehmer aus Wilsdruff. Er ist leidenschaftlicher Flipperspieler und hat vor einigen Jahren mit dem Aufbau einer kleinen Sammlung begonnen, zu der heute sechs Geräte zählen. Sein Lieblingsflipper ist der „Attack from Mars“, „weil er einen flüssigen Kugellauf sowie ein sehr durchdachtes Regelwerk hat und auch Profis lange brauchen, bis sie ihn beherrschen“, beschreibt Rotter das Besondere an diesem Gerät.
Moderat und familienfreundlich gestalten sich die Eintrittspreise. Schon für fünf Euro hat man Zutritt und die Möglichkeit, an bis zu 80 Geräten frei zu spielen. Die Turnierteilnahme kostet weitere fünf Euro. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei. Ab 11 Uhr sind die Türen der Saubachtalhalle in Wilsdruff geöffnet, und wer nicht genug bekommen kann, hat auch am Sonntag die Gelegenheit zum Extraball!
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Fakten zur Silverballmania 2009:
Termin: 25. und 26 April 2009, jeweils ab 11 Uhr, Samstag Ende offen, Sonntag bis 17 Uhr.
Ort: Saubachtalhalle in Wilsdruff bei Dresden, Nossenerstraße, 01723 Wilsdruff.
Eintrittspreise: 5 Euro für Erwachsene, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt, Turnierteilnahme 5 Euro zusätzlich.
Infos im Netz: www.flipperverein.de
Kurztext:
Die Deutschen Flippermeisterschaften 2009 gehen am 25. April in der Saubachtalhalle in Wilsdruff bei Dresden und damit erstmals im Osten des Landes über die Bühne. Veranstalter ist der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde, der zu dem Event Spitzenspieler aus Deutschland, aber auch aus ganz Europa erwartet. Besucher, die mal wieder eine mehr oder minder entspannte ruhige Kugel schieben wollen, haben dazu an über 80 Topflippern die Gelegenheit. Mehr Informationen im Netz unter www.flipperverein.de.
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Veranstalter und Ansprechpartner vor Ort:
Ernö Rotter
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Informationen über den 1. Verein Deutscher Flipperfreunde:
www.flipperverein.de








