(openPR) Bayer AG setzt ZipMail zur Clientseitigen Datenreduktion ein
Software auf 100.000 Computern zu installieren, ist keine triviale Aufgabe, insbesondere,
wenn diese weltweit verteilt sind und außerdem noch eine heterogene IT-Landschaft bilden. Dass man eine solche Aufgabe in kurzer Zeit lösen kann, zeigt dieses Beispiel.
Nicht selten, scheitern in mittleren und großen Unternehmen wichtige Softwareprojekte an dem komplizierten Rollout von clientseitiger Software. Gerade im Zusammenhang mit Lotus Notes sind in vielen Unternehmen größere Hurden zu uberwinden.
Die verfugbaren Softwareverteilungssysteme wie Tivoli, InstallPump oder SMS werden in den meisten Fällen von eigenen Teams, nicht aber von dem fur Lotus Notes verantwortlichen Team betreut. So muss bei der Installation clientseitiger Software immer ein zusätzliches Team fur die Evaluierung, die Planung und den Rollout mit einbezogen werden. Hierbei sind viele Aspekte der Konfiguration der neuen Software zu berucksichtigen. Bei einem dermaßen großen zu erwartenden Aufwand kann die Einfuhrung von eigentlich hilfreichen und innovativen Produkten in weltweit organisierten Unternehmen schnell verworfen werden.
Herausforderung Rollout
In heterogene Umgebungen wie bei der Bayer AG mit vielen unterschiedlichen
Systemen und uber 100.000 Anwendern ist ein weltweiter Client-seitiger Software-Rollout eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Fur die zentrale IT-Abteilung ist oftmals gar nicht
flächendeckend nachvollziehbar, welche Betriebssystem- und Lotus-Notes-Versionen in allen Teilkonzernen und Abteilungen weltweit eingesetzt werden. So mussen alle uberregionalen und lokalen Administratoren und Softwareverteilungsspezialisten mit
einbezogen werden.
Nach intensiver Evaluierung hatte man sich bei der BBS (Bayer Business Services) fur die weltweite Implementierung der Kompressionssoftware ZipMail im Konzern entschieden. Der ZipMail-Client sorgt fur dauerhafte Einsparung von 30 bis 50 Prozent des
transportierten Datenvolumens und des Speicherplatzbedarfs bei Lotus Notes.
Installationsroutine per Email
Diese Software sollte flächendeckend und weltweit im Konzern installiert werden. Eine Herausforderung fur das Team, denn der Rollout einer Software, die auf 100.000 Client-Computer installiert werden muss, ist keine triviale Aufgabe. An eine individuelle Installation vor Ort war mit den vorhandenen Ressourcen nicht zu denken. In einigen Bereichen stutze man sich bei der BBS auf die vorhandenen Rollout-Mechanismen von Tivoli und SMS. Fur einen Großteil von mehr als 40.000 Anwendern ist das Notes-Team einen neuen Weg gegangen. Bayer Business Services entwickelte ein Deployment-Tool auf Notes-Basis individuell fur die Anforderungen der Bayer AG, das als E-Mail-Anhang an die Benutzer versendet wurde.
Die Mailvorlage enthielt sowohl die notwendige Installations-Software als auch einen Button, der beim Anklicken eine Email als Nachweis fur die erfolgte Installation zuruck schickte. Zu verteilen waren auf die Computer die drei Komponenten des ZipMail Clients. Das zentrale Modul ist eine 269 kByte große DLL, die im Notes-Verzeichnis gespeichert wird, hinzu kommt ein Eintrag in die notes.ini sowie die zmlnl.ini, in der die uber 150 Konfigurationsparameter von ZipMail gespeichert werden.
Diese wird im Notes-Data-Verzeichnis abgelegt. Als großer Vorteil hat sich gezeigt, dass ZipMail fur jedes Windows-Betriebssystem und fur Notes 4.5 bis zur aktuellen Notes Version die gleiche Installation erfordert. Zur Lokalisierung der richtigen Verzeichnisse und der notes.ini wurde ein Script programmiert.
Diese wurde mit den drei Komponenten von ZipMail in eine Email integriert. Schon war die eigene Rollout-Software fertig. Zentrales Element der Rollout-Software ist eine Rollout-NSF, die eine Email mit dem Script und den ZipMail-Komponenten an ausgewählte
Anwender generiert. In diese Rollout-NSF wird das NAB mit Gruppen und Usern importiert. Dann hinterlegt man, welche Gruppe/User welche ZipMail-Version (z.B. verschiedene Sprachen) erhalten soll. Per Knopfdruck generiert ein Script in der Rollout-NSF eine Email an die jeweiligen Empfänger.
Installationsdaten kommen zuruck
Bei Erhalt klicken diese auf einen Button „Installieren“ und das Script kopiert die Komponenten von ZipMail. Nach erfolgreicher Installation generiert das Script eine Email mit den Anwender- und Installationsinformationen an eine Mail-In-Datenbank. Hier kann
uberpruft werden, welcher Anwender wann welche Version von ZipMail installiert hat.
Bei einer Dateigröße der Email von gut 400 kByte lassen sich problemlos 10.000 Anwender an einem Tag ausrollen. Mit Hilfe einer solchen Rollout-NSF kann das Notes Team schnell und einfach einen kompletten Client-Rollout durchfuhren und muss auf keine Ressourcen anderer Teams zuruckgreifen.
Kaum Probleme
Die Installation per Mailing verlief planmäßig und problemlos. Bei den ersten 40.000 Installationen gab es in nur etwa 20 Fällen Schwierigkeiten. Diese Fälle konnten in kurzester Zeit gemeinsam mit dem Hersteller des Komprimierungstools, der Firma
MK Net.Work, gelöst werden. Seit der erfolgreichen Installation von ZipMail versenden die Benutzer bei Bayer ihre Emails komprimiert – ohne zusätzliche Klicks oder andere Aktionen.
Empfangene Emails werden automatisch dekomprimiert. Die Ergebnisse präsentierte das Team bei der Bayer AG auf der DNUG Konferenz. Die Bucker GmbH (BIT), Distributor von ZipMail hat mit vielen Kunden den Rollout ähnlich durchgefuhrt. Beispielsweise
bei der Magirus International, der Puma AG und weiteren Kunden nach demselben Prinzip wie die Lösung der BBS eingesetzt.
Wenn jeder Rollout so einfach und unkompliziert, wie der von ZipMail ist, dann wären wir Administratoren glucklich“, so der Herr Stoehr von der Puma AG. Selbstverständlich kann dieses Verfahren auch fur andere Software verwendet werden. So bietet die Bücker GmbH ihre Software im offenen Design an. Individuelle Anpassungen fur Rollouts weiterer Soft ware können so von dem Kunden selber, oder durch die BIT, durchgefuhrt werden.









