(openPR) Karnevalsvereine können aufatmen. Im undurchsichtigen Dschungel des Medien- und Informationsrechtes bekommen sie kostenlose Hilfestellung vom Expertenportal VNR.de. Darauf weist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn hin.
Anfang Februar hatte Topmodel Heidi Klum mit einer Klage gegen einen arbeitslosen Karnevalisten aus Sachsen für Schlagzeilen gesorgt. Für die Verwendung eines Fotos im Internet hatten Klums Anwälte nach Medienberichten über 100.000 Euro gefordert. „Fremde Fotos sind fast immer tabu“, sagt der VNR-Experte für Vereine, Jürgen Buß: „Medienrecht, Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte werden oft aus Unwissenheit verletzt. Und das kann teuer werden, wie der prominente Fall gezeigt hat.“
Auf VNR.de bekommen Vereine aller Art praktische Tipps für den Umgang mit Medien, für den Aufbau korrekter Internetseiten und anderer Vereinspublikationen. Nach Einschätzung von Jürgen Buß, der selbst Vorsitzender eines Sportvereines im Land Brandenburg ist, beschäftigen sich Vereine zu wenig mit solchen Fragen. „Ehrenamtliche sehen oft nur den Vereinszweck. Alles andere rückt in den Hintergrund.“ Auf VNR.de möchte er seine Erfahrungen aus rund 30 Jahren Vereinsarbeit mit anderen teilen.
Im konkreten Fall hätte der VNR-Experte zu einem närrischen Trick geraten. Denn auch im Internet ist es durchaus möglich, Bilder honorarfrei zu zitieren. Auch satirische Darstellungen sind unter Umständen erlaubt. Allerdings muss man das im Einzelfall bewerten. „Wer einfach nur mit dem Foto einer schönen Frau wie Heidi Klum werben möchte, um seinen Vereinssaal voll zu kriegen, wird ganz sicher Schiffbruch erleiden“, warnt Jürgen Buß. Prinzipiell rät er Vereinen, fremde Fotos auf Webseiten schnell zu entfernen. Verstöße gegen das Urheberrecht können auch nachträglich geahndet werden. „Außerdem findet sich bestimmt in jedem Karnevalsverein ein volljähriges Funkenmariechen, das - mit schriftlicher Einwilligung natürlich - für ein Werbefoto posieren wird.“













