(openPR) In einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, erreicht die Versorgung unserer geliebten Haustiere eine neue Problem-Dimension. Ob schmale Rente oder Hartz IV, wer ohnehin knapp bei Kasse ist, für den wird es dann oft unmöglich, sein Tier ausreichend zu versorgen. Für Futter, Zubehör, ärztliche Behandlungen und Medikamente muss der Tierhalter mitunter tief in die Tasche greifen. Um diese Problematik etwas abzumildern, sollen in Niedersachsen zahlreiche Futter-Ausgabe- und Beratungsstellen für bedürftige Tierhalter entstehen.
Der 56-jährige leidenschaftliche Hundeliebhaber und Tierfreund Wolfgang Walther aus Nienburg will dabei helfen und hat mit Hilfe engagierter Tierfreunde am 16.01.09 den gemeinnützigen Verein "Tierhilfe Niedersachsen (e.V.)" (in Anlehnung an die seit 2 Jahren bestehende „Tiertafel Deutschland e.V.“) gegründet.
Zweck des Vereins ist die Förderung des allgemeinen Tierschutzes in Form einer durch Spenden erworbenen Futterausgabe für Haustiere und die Information und die Beratung der Halter über eine artgerechte Haltung, Fütterung und Pflege der verschiedenen Haustiere. Hierdurch soll der Verwahrlosung, Aussetzung und unkontrollierte Weitergabe von Haustieren vorgebeugt werden.
"Die Einrichtung soll eine Hilfe für Arbeitslose, Rentner und Obdachlose sein, die aus finanziellen Gründen die Versorgung des Tieres nicht mehr gewährleisten können, aber dennoch nicht auf ihren geliebten Hund oder ihre geliebte Katze verzichten wollen", sagte Walther. "Denn für viele ist das Tier ein wertvoller und unverzichtbarer Partner und so manchem bleibt der Weg ins Tierheim oder die Aussetzung erspart".
In den späteren Ausgabestellen soll aber nicht nur für das Wohl von Katzen und Hunden, sondern auch für Meerschweinchen, Vögel und Exoten gesorgt werden, wobei alles durch Spenden finanziert wird. Allerdings kann natürlich nicht jeder diesen "Service" in Anspruch nehmen.
Zuerst müssen Renten- oder Hartz-IV-Ausweis vorgezeigt und das Tier vorgestellt werden. "Selbst wenn eine Person fünf Hunde hat, kann er für alle bei uns Futter holen, vorausgesetzt die Tierhaltung besteht mindestens 1 Jahr. Begünstigung von Neuanschaffungen sind nicht erlaubt", erklärte Walther. Wenn die Ausgabestelle einmal in Betrieb ist, sollen zweimal pro Woche Nass- und Trockenfutter ausgegeben werden. Darüber hinaus sollen die Räumlichkeiten einem 14-tägig stattfindenden "Pfötchen-Stammtisch“ und Vorträgen über Haltung, Pflege, Fütterung, Gesundheit dienen.
Die Errichtung neuer Futter Ausgabestellen im Großraum Niedersachsen tragen dann zum Vereinsnamen die Zusatzbezeichnung “Futterluke ORT” wie z.B. „Futterluke Nienburg“ und werden, wenn es vor Ort möglich ist, im enger Kooperation mit dem örtlichen Tierheim bzw. zuständigen Tierschutzorganisationen gestartet werden.
„Es geht alles zügiger voran, als wir gedacht haben“ erklärt Walther. „Momentan treten wir aber ein wenig auf der Stelle, weil wir erst auf die Eintragung ins Vereinsregister warten müssen um Verträge und Vereinbarungen abschließen zu können. Letztendlich müssen auch noch die laufenden Kosten von rund 350 Euro monatlich aufgebracht werden!
Dafür benötigen wir noch ganz viele aktive oder Förder-Mitglieder und/oder diverse Spender/Sponsoren, die unser Vorhaben wirtschaftlich unterstützen wollen. Ausführliche Informationen erhält man auf der Webseite des Vereins unter www.tierhilfe-niedersachsen.de











