(openPR) Ludwigshafen. Der Laufsport ist in vielen Teilen des Landes zum Volkssport geworden. Ob im Park, im Wald oder auf den Gehwegen in den Städten. Überall sind Freizeitsportler als Läufer unterwegs. Neben dem richtigen Training sind gute Bekleidung, Ernährung und Pflege wichtig. Innovationen in der Chemie haben dazu geführt, dass die Kleidung besser sitzt, die Pflege besser schützt und die Ernährung auf den Sport perfekt abgestimmt werden kann.
Die Chemieverbände Rheinland-Pfalz berichten gemeinsam mit Alexander Lennemann unter dem Thema „laufend innovativ“ über diese Innovationen. Alexander Lennemann ist ein erfahrender und langjähriger Läufer. Aktuell bereitet er sich auf den 100-km-Lauf durch die Sahara vor.
Gemeinsam berichten wir Ihnen zu den Themen:
1) Funktionsbekleidung
2) Laufschuhe
3) Nahrungsergänzung
4) Wasser
5) Körperpflege und Regeneration
6) Sahara als Extremsituation
7) Verpackungen und Becher
Teil I: Von der Baumwolle zur Synthesefaser
Früher war alles besser? Diese Einschätzung gilt vielleicht für eine Menge Dinge, aber ganz sicher nicht für Laufbekleidung. Früher waren Hosen und Hemden, die der Hobbyläufer zum Laufen trug, aus Baumwolle. Zur kurzen Turnhose nahm man einfach ein T-Shirt. Der Vorteil - Es war günstig und nahezu jeder hatte die gängige Laufbekleidung im Kleiderschrank. Der Nachteil - Beim Laufen saugt sich der Schweiß in den Klamotten fest. Mit der Folge, dass die Hemden am Körper klebten, schwer wurden und der Körper langsam aber sicher auskühlte. Zudem boten Hemden aus Baumwolle keinerlei Schutz gegen Wind oder Regen. Nach ein paar Mal waschen, waren sie zu groß oder zu klein, außerdem war von der Ursprungsfarbe nicht mehr viel zu erkennen. Mitte der 80er Jahre hielten die ersten Kunstfasern Einzug in den Laufsport. Die Laufsachen aus dem Material waren sündhaft teuer. Zudem versprach die Werbung häufig mehr, als Hemden, Hosen und Jacken damals tatsächlich leisten konnten.
Chemie perfektioniert Sportbekleidung
Fasern und Veredelungstechniken entwickelten sich seitdem weiter. Heute sprechen wir zu Recht von Funktionsbekleidung. Laufshirts und Hosen bestehen aus Fasern, die Komfort und Farbe in den Sport bringen. Die Fasern sorgen dafür, dass die Kleidung leicht, atmungsaktiv und bequem zu tragen ist. Ihre Eigenschaften transportieren den Schweiß vom Körper weg und lassen die Bekleidung möglichst schnell trocknen. Ob Hose, Hemd oder Socken, jedes Element der Laufausrüstung enthält mittlerweile Synthesefasern. Die spezielle Zusammensetzung der Kunstfasern erlaubt es, ein Kleidungsstück genau auf die Wünsche des Läufers zuzuschneiden. Für jedes Wetter und jede Witterung gibt es nun die passende Ausrüstung.
Kunstfasern ermöglichen gute Bekleidung
Je nach Verwendungszeck werden die Fasern bei der Herstellung gemischt. Nehmen wir die Hosen als Beispiel: Sie sollen leicht, aber trotzdem stabil sein. Daher haben sie einen hohen Anteil an Polyester. Diese Faser ist sehr reiß- und scheuerfest und nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Die gerade angesagten Hosen mit Kompressionswirkung haben dagegen in der Regel ein stabiles Gewebe aus Polyamid, auch bekannt unter dem Handelsnamen Nylon. Diese Faser hat eine hohe Festigkeit und Steifigkeit. Damit diese Hosen dennoch eng anliegen können, weisen sie noch einen relativ hohen Anteil an Elastan oder Lycra auf. Dieser Stoff ist sehr elastisch, aber dennoch passgenau, darüber hinaus nimmt er wenig Wasser auf.
Die Hersteller verändern das Mischverhältnis der Fasern je nach Zweck. Winterhosen haben eine andere Zusammensetzung als Übergangshosen oder Sommerhosen.
Ganze Forschungsabteilungen in der chemischen Industrie sind damit beschäftigt, die Wünsche der Bekleidungshersteller zu erfüllen. Zusammen mit den namhaften Ausrüstern tüfteln die Forscher an immer neuen Fasern oder verbessern die bestehenden. Darüber hinaus sind beispielsweise Laufjacken mit Textilhilfsmitteln beschichtet. Sie schützen die Läufer gegen Regen, sind aber dennoch atmungsaktiv. Häufig basieren diese Beschichtungen auf Wasser und sind daher umweltverträglich.
Die richtige Pflege
Zum Schluss noch ein paar Tipps für die Reinigung: Um die Fasern nicht zu verkleben, sollte auf keinen Fall Weichspüler mit in die Wäsche gegeben werden. Einige Waschmittelhersteller bieten extra Waschmittel für Funktionsbekleidung an. Das ist mit Sicherheit nicht verkehrt, doch reicht ein Feinwaschmittel anstelle des gängigen Vollwaschmittels durchaus aus. Da die Jacken häufig beschichtet sind, sollten sie vor dem Waschen auf links gezogen und der Reißverschluss geschlossen werden. Wichtig ist, die Kleidung nach dem Waschen nicht in den Trockner zu legen oder sie in unmittelbarer Nähe einer Wärmequelle, wie zum Beispiel der Heizung, aufzuhängen. Hitze kann die empfindlichen Fasern beschädigen. Werden diese einfachen Regeln beachtet, hat man viele Jahre Freude an seiner Funktionsbekleidung.



















