(openPR) Berlin, 05. Februar 2009 – Das Seminar „Chile – ein Partner mit Tradition und Zukunft“ zeigte im Rahmen der diesjährigen Fruit Logistica auf, wie Chile zur größten produzierenden Handelsnation in der südlichen Hemisphäre geworden ist und inzwischen 75 verschiedene Obstsorten in mehr als 100 Märkte weltweit exportiert.
Als Hauptredner agierten: Die chilenische Landwirtschaftsministerin Marigen Hornkohl, Leiter der ASOEX Ronald Bown, der Direktor der chilenischen Stiftung für Agrar-Innovationen Rodrigo Vega und Fruchthansa Direktor Kai Krasemann. Sie zeigten auf, wie Chile über zwei Millionen Tonnen frische Früchte pro Jahr in den letzten fünf Jahren exportieren konnte und mit welchen ambitionierten Plänen Chile weiteres Wachstum fördert, um sich schon bald als eine der weltweit zehn größten Lebensmittel-Exportnationen zu etablieren.
Nach ihren Präsentationen folgte eine Diskussionsrunde, bei der die anwesenden Gäste ihre Fragen einbringen konnten.
Marigen Hornkohl: Chile, führend in der Agrarindustrie
Die Landwirtschaftsministerin stellte die strategische Vorgehensweise Chiles vor, die Rolle als Innovationszentrum des weltweiten Lebensmittelhandels auszubauen. Dabei nutzte sie die Gelegenheit, neue Akteure für ihr Vorhaben zu gewinnen, Chile zukünftig einen Platz unter den weltweit zehn größten Lebensmittel-Exportnationen zu sichern.
Außerdem zeigte Marigen Hornkohl die Vorteile der chilenischen Landwirtschaft auf, die in ihrer Vielseitigkeit, Fortschrittlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit begründet liegen. Kleine Produzenten sowie die hohen Gesundheits- und Qualitätsstandards stellen weitere Schlüsselfaktoren dar, die dazu beigetragen haben, 12,3 Milliarden US-Dollar Exportumsatz allein in 2008 zu erzielen.
Die signifikanten Fortschritte, die von der chilenischen Lebensmittelindustrie ausgehen, wurden von einer neuen Denkweise in Handel und Innovationen angetrieben, basierend auf der technologischen Revolution und Neuerungen in Biotechnologie, Telekommunikation, Informationstechnologie und Nanotechnologie.
Chile möchte den Markt ausweiten, die Palette der Exportprodukte ausbauen, neue Industrie-Akteure gewinnen und höhere Preissegmente in der ganzen Welt erreichen. Die Maßnahmen sollen dabei helfen, den gesamten Lebensmittelexport des nächsten Jahres auf 15 Milliarden US-Dollar zu erweitern.
Ronald Bown: Chile, ein verlässlicher Frischfruchtlieferant für die Welt
In seiner Präsentation analysierte Ronald Bown Chiles einzigartige Naturbedingungen für den Anbau einer Vielzahl von Früchten und die wichtigen Beiträge des privaten und öffentlichen Sektors, um die Einhaltung der Markt- und Käuferbestimmungen für alle Zielorte sicherzustellen. Weitere Punkte waren die Belange der Agrarforschung, Innovationen sowie optimierte Arbeitsabläufe.
Ferner sprach Bown über die Transparenz in der Industrie. Chile ist, im Vergleich zu anderen fruchtexportierenden Ländern, in der Lage, tägliche Export-Updates zu liefern, damit Händler in der ganzen Welt über den Ursprungsort und die Herkunft ihrer Ware präzise Auskunft erhalten können.
Eine Vorreiterrolle in der Fruchtindustrie nimmt Chile auch durch die hohen professionellen Standards der Mitarbeiter im Produktionsprozess, den Schwerpunkt die Bedürfnisse der Kunden zu treffen und die mehr als zufriedenstellende Erfolgsgeschichte in der Lebensmittelsicherheit.
Rodrigo Vega: Chilenische Innovationen
Rodrigo Vega, Direktor der chilenischen Stiftung für Agrar-Innovationen (FIA), bezog sich in seiner Präsentation auf die Herausforderungen, denen sich die chilenische Fruchtindustrie bei ihren Wachstumsplänen und der Stärkung ihrer Rolle stellen muss. Hauptaugenmerk lag auf der Erweiterung des Portfolios an Exportprodukten – der Umsatz von 3 Milliarden US-Dollar allein 2007 bis 2008 – basiert auf biologischer Schädlingsbekämpfung, der Einführung neuer Produkte und der Ausweitung von landwirtschaftlicher Nutzfläche.
In seiner Rede erklärte Vega, dass die FIA mit 29 Institutionen, inklusive der ASOEX, Bauern und Exporteuren sowie chilenischen und ausländischen Universitäten (einschließlich UCLA) zusammenarbeitet. Ziel ist die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft für den Fruchthandel. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um Chile zu helfen, neue genetische Sorten zu entwickeln, um eine dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Weg für neue Geschäftsmöglichkeiten zu ebnen.
Die Arbeitsgemeinschaft unterstützt die Forschung langfristig genetischer Optimierung bei Äpfeln, Pfirsichen, Trauben und Beeren, die als Produkte auf dem internationalen Markt durch ein lizenziertes Abkommen verkauft und registriert werden sollen. Die Vereinigung hofft, dass die Biotechnologie dabei hilft, Früchte mit verbessertem Geschmack, mehr Größe und längerer Haltbarkeit zu entwickeln.
Schlussendlich sprach Vega Chiles enormes Potential zur Erreichung der staatlichen Ziele an und betonte, dass der gewählte Weg und die Strategie auf Einheit, Globalisierung und gemeinsame Bemühungen von Politik und Wirtschaft basieren.
Kai Krasemann: Die Arbeit mit Chile
Fruchthansa Direktor Kai Krasemann berichtete von seiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit chilenischen Exporteuren, insbesondere von dem enormen Potential und den Vorteilen, die eine solche Beziehung für Importeure und Händler beinhaltet. Vor allem die Vorteile einer Partnerschaft mit Unternehmen, die in der Lage sind auch dann frische Früchte zu liefern, wenn in Europa keine Saison ist, können ihm zufolge nicht genug betont werden.












