(openPR) Um es gleich vorweg zu sagen: Der Fettnäpfchen-Highscore gehört zu den Büchern, die man nicht im Zug, in der Straßenbahn oder anderen öffentlichen Transportmitteln lesen sollte – jedenfalls nicht, wenn man sich nicht, so wie ich, ob Laut-vor-Lachen-Losprustens den irritierten Blicken der anderen Mitreisenden aussetzen will.
Alexandra Feßner schafft es meisterhaft in ihren Kolumnen den alltäglichen Kleinkampf mit Widrigkeiten wie den wiederkehrenden BAB-Problemen (wer wissen mehr wissen will, der lese Kapitel 3), nicht überschminkbaren Riesenpickeln oder Sprachblockaden im entschiedenen Moment („Fiep!“) zwischen Beruf, Kindererziehung und Weltfrieden mit viel (Sprach-) Witz und wunderbarer Selbstironie so zu schildern, dass frau sich auf jeder Seite wieder erkennen kann und erforscht dabei so ganz nebenbei bisher viel zu wenig beachtete Phänomene wie die „Globalisierung der ‚Stillen Post’“ oder die „Wunder des Luftspülens“.
Der Fettnäpfchen-Highscore hebt sich wohltuend von den Prada-Gucci-Designerloft-Heititeiti-Kolumnen ab, die wir sonst so in Frauenzeitschriften lesen müssen, denn in der Realität fällt die Entscheidung zwischen den „Manolo Blahniks für absolut lächerliche 599 Euro“ und der „Tupperdose für 5,38 Euro“ eben doch für den Haushaltsbehälter aus Vollplastik aus. Zum Glück finden sich immer aber auch die kleinen Lichtblicke des Alltags und sei es nur der Hausfrauenporsche (natürlich mit „ordentlich Rumms und superlangen Teleskoprohr“) oder die kleine Feier zum 25-jährigen Seepferdchen.
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