(openPR) Die Evolution steigert Komplexität und Flexibilität. "Aus der inflexiblen Naturgesetzlichkeit des anorganischen physikochemischen Bereiches entwickelt sich Leben, aus reflexhaft oder instinkthaft reagierenden tierischen Lebewesen menschliches Denken, Zweifeln und erinnerndes, imaginatives, reflexives Bewusstsein." Der Komplexität des Bewusstseins entspricht seine Diagnostik. PD Dr. Johann Friedrich Spittler (Bochum) belegt dies anhand von 300 akuten organischen Psychosen (von Durchgangssyndrom bis Koma).
Anhand empirischer Ergebnisse illustriert der Psychiater die "Entwicklung von Komplexität, Flexibilität, Freiheit und der ´absichtlichen´ Intentionalität. Diese Eigenschaften von Lebewesen und insbesondere des Menschen sind mit zunehmender evolutionärer Entwicklungshöhe nur in Zusammenhang mit Bewertungsmaßstäben sinnvoll zu betrachten.
Die Maßstäbe selbst sind zumindest nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht aus sachverhaltsimmanenten Kriterien abzuleiten. Aus der Evolution lässt sich als nicht-absichtliche Entwicklungsrichtung das Überleben sowohl des Individuums als auch der Art ablesen.
Erstmals wird dem Menschen heute bewusst erkennbar, dass die Ausbreitung seiner Art auf Kosten anderer Arten sein eigenes Überleben gefährdet." Damit stellt die Evolution den Menschen vor eine neue Herausforderung, zu deren Bewältigung er die Freiheit des Bewusstseins benötigt.
Johann Friedrich Spittler:
Akute organische Psychosen -
Bewusstseinsstörungen und Bewusstsein
Befunde, Methodologie, Erkenntnistheorie und Neurophilosophie
Pabst, 216 Seiten, ISBN 978-3-936142-00-6









