(openPR) Das Bekleidungsunternehmen Carlo Colucci plant für den Standort Herrieden ein „Fashion Outlet“. Es soll die Positionierung der Region als Einkaufs- und Tourismusdestination stärken.
Die Städte, die an der A6 zwischen Nürnberg und Heilbronn liegen, sind wahre Schmuckstücke des Frankenlandes, Fachwerkidylle, umgeben von Hügeln, Seen und Flüssen. Eine Tourismus-Region. Das Bekleidungsunternehmen Carlo Colucci, das im mittelfränkischen Herrieden, Landkreis Ansbach, beheimatet ist, beabsichtigt, den touristischen Attraktionen einen weiteren Besuchermagneten zur Seite stellen: Das „Herrieden Fashion Outlet“, das direkt an der Autobahnausfahrt Herrieden, 11 Kilometer südwestlich von Ansbach entstehen soll, ist ein Großprojekt, von dem sich nicht nur der Investor, sondern auch die Stadt Herrieden sowie umliegende Gemeinden kraftvolle Impulse für den Wirtschaftsstandort erwarten.
Um Vertreter aus Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik, von der kommunalen Ebene bis zur bayerischen Staatsregierung, mit Informationen aus erster Hand zu versorgen, stellte der Bauherr das Projekt Ende Januar im hauseigenen Showroom in Herrieden vor. „Mit dem Fashion Outlet würde ein Lücke gefüllt werden zwischen den bereits bestehenden Factory Outlet Centern in Wertheim und Ingolstadt“, hob der Inhaber der Carlo Colucci GmbH, Wilhelm Nägelein, hervor. Die Gestaltung des Sortiments im geplanten „Fashion Outlet“ würde sich dem Angebot der anderen beiden Outlet Center (FOC) annähern. Dagegen wäre die Verkaufsfläche in Herrieden mit 8.100 Quadratmetern deutlich niedriger als in Wertheim (ca. 13.500 m2) und Ingolstadt (ca. 15.200 m2). Das im mediterranen Stil konzipierte „Herrieden Fashion Outlet“ soll Platz bieten für 45 voneinander unabhängige Ladengeschäfte mit Schwerpunkten auf hochwertiger Markenbekleidung, Sport inkl. Sportbekleidung sowie Schuhen und Lederwaren.
Mit Freude und ein wenig Stolz verweist Inhaber Nägelein auf die erwartete Schubkraft des Projekts, von der die eher strukturschwache Region in wirtschaftlich angespannter Zeit besonders profitieren könne. Demnach ist davon auszugehen, dass durch das 40 Millionen Euro schwere Investitionsvorhaben 400 Dauerarbeitsplätze – oder sogar mehr – entstehen.
Bürgermeister, Stadtrat und Gemeinden in einem Boot
Als Botschafter setzt sich auch der Bürgermeister von Herrieden, Alfons Brandl, stark für das Projekt ein. Politisch kann er zudem auf die Unterstützung des Stadtrats bauen, der sich einstimmig für die Planungen ausgesprochen hat, und auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden, vertreten in den kommunalen Allianzen „AGIL“ und „Mönchswaldregion“, wurden mit ins Boot geholt.
Zusätzlich zu der bunten Schar an Politikern aus Stadt, Landkreis und Bezirk war bei der Projektpräsentation Ende Januar auch Katja Hessel (FDP) als neue bayerische Staatssekretärin für Wirtschaft, Technologie und Verkehr zugegen. Bevor sie eine konkrete Stellungnahme abgebe, wolle sie erst den Ausgang des derzeit laufenden Zielabweichungsverfahrens abwarten, sagte Hessel. Die Regierung von Mittelfranken prüft derzeit, ob der Bau des FOC auch in der landesplanerisch als Unterzentrum ausgewiesenen Stadt Herrieden realisierbar ist. Mit einer Entscheidung ist bis Mitte 2009 zu rechnen. Nach Abschluss aller baurechtlichen Schritte könnte das Fashion Outlet innerhalb von neun Monaten errichtet werden, führt Wilhelm Nägelein aus.
Der Neubau soll auf einem Areal zwischen dem bereits bestehenden Direktverkauf und dem Logistik-Zentrum von Carlo Colucci, angesiedelt sein. Sollte das Factory Outlet Center kommen, wird es mit einem Marketing wie in Herrieden erfolgreich sein“, ist sich Hessel sicher. Denn nicht zuletzt wurden ihr zahlreiche gute Argumente für das Projekt vorgestellt, die auch die wenigen kritischen Kommentatoren aus den Städten Ansbach, Erlangen und Nürnberg beruhigen sollten.
Die Bevölkerung befürwortet das Outlet
Die Bevölkerung des Großraums steht dem Projekt einer Umfrage zufolge grundsätzlich positiv gegenüber. Im Umkreis von 50 Kilometern um den Standort Herrieden sowie in Nürnberg und Fürth führte die Unternehmensberatung ecostra, Wiesbaden, eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Stadt Herrieden durch. „Die weit überwiegende Mehrheit der Befragten befürwortet das Projekt“, stellte der Geschäftsführer von ecostra, Dr. Joachim Will, fest.
Als aufschlussreich erwiesen sich auch die empirisch belegten Fakten, die Will zu den Auswirkungen der FOC Ingolstadt, Wertheim und Parndorf präsentierte. Beim Bau der dortigen FOC vor rund 10 Jahren habe man einen „Tod der Innenstädte“ befürchtet. Heute sei klar, dass entsprechende Befürchtungen unbegründet sind. Beispiel Wertheim: Das von einem unabhängigen Gutachter durchgeführte Monitoring zu Deutschlands erfolgreichstem FOC zeige ganz deutlich, dass das Outlet Center nicht für den regelmäßigen Versorgungseinkauf genutzt wird, sondern einem „touristischen Einkaufsverhalten“ dient. Ein gutes Drittel der Besucher habe eine Anfahrtszeit von mehr als 90 Minuten, mehr als die Hälfte würde immerhin mehr als eine Stunde Anfahrtszeit in Kauf nehmen, so Will. Wegen des großen Einzugskreises seien beim FOC Wertheim keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel der Nachbarstädte feststellbar gewesen. Vielmehr wären Folgeansiedlungen und Neuinvestitionen angeregt worden. Auch die Positionierung als Tourismusdestination konnte verbessert worden. Will: „An einem geeigneten Standort konzepttreu mit einem attraktiven Mieterbesatz umgesetzt, kann das FOC eine Entwicklungschance für die ganze Region sein:“






