(openPR) Kaum landen die ersten lästig gewordenen, vierbeinigen Weihnachtsgeschenke in den Tierheimen und Tierschutzvereinen, werden bereits in den unzähligen Vermehrerbetrieben im In- und Ausland die nächsten Welpen für den Markt rund um Ostern produziert.
Welpenhandel – ein Saisongeschäft?
Sicherlich werden Welpen das ganze Jahr über produziert und besonders in den einschlägigen Internetportalen lässt sich immer der Wunsch nach einem Welpen verwirklichen. Trotzdem wissen Insider, dass gerade vor Ostern und vor Weihnachten besonders viele Vermehrerhündinnen gedeckt werden, um die erhöhte Nachfrage zu diesen traditionellen „Geschenke-Festen“ befriedigen zu können.
Neben privaten oder kleinen gewerblichen Zuchtbetrieben, findet man besonders in Belgien, Niederlanden oder Frankreich sogenannte „Hundefabriken“: Die Hündinnen leben hier zu Hunderten eingesperrt in großen Produktionshallen. Die viel zu kleinen Boxen sind ausgestattet mit modernen Fütterungsautomaten und Wassertränken, welche das Personal und damit verbunden die Personalkosten auf ein Mindestmaß reduzieren bzw. eine höhere Gewinnspanne ermöglichen. Die Hunde werden auf engsten Raum ohne Freigang oder menschlichen Kontakt gehalten; degradiert als Geburtsmaschine zur Produktion von Welpen. Die Hündinnen werden zweimal im Jahr belegt, oftmals unter Einsatz medizinischer Hilfsmittel „fit gespritzt“ und sollten sie das Produktionsziel nicht erreichen, werden sie ausgetauscht und entsorgt. Im Internet gibt es für den An- und Verkauf von „Zuchtmaterial“ sogenannte Händlerbörsen, in welchen ganze „Zuchtpakete“ erworben werden können… für Nachschub ist also immer gesorgt.
Ein anderes, aber keinesfalls besseres Bild zeigt sich besonders in den osteuropäischen Ländern: hier werden eine Großzahl der Hündinnen in dunklen Verschlägen, Hinterhöfen oder verbarrikadierten Bauernhöfen gehalten. Auch hier versucht man, mit möglichst geringem finanziellen Einsatz den größtmöglichen Gewinn zu erzielen: Minderwertiges Futter wie vergammelte Schlachtabfälle, einfachste Unterbringung auf blanken Erd- oder Steinboden, fehlende tierärztliche Kontrolle nach dem Motto: „natürliche Selektion“ – nur die Harten überleben! Darunter leiden besonders die Hündinnen, welche bereits viel zu früh von ihren Welpen getrennt werden, sowie deren Welpen, welche oftmals im Alter von 4 Wochen zum Verkauf angeboten werden.
Verkauft werden diese Welpen an Hundehändler, welche „die Ware“ billig einkaufen und in Massentransporten (mit einer Sterberate von bis zu 40 %) u.a. auch nach Deutschland bringen, um sie dort z.B. als Internetbestellung „frei Haus“ zu veräußern, oder in Zoohandlungen bzw. Welpenstuben zum Zwecke des Verkaufs zur Schau zu stellen.
Vor Weihnachten oder Ostern haben diese Welpenstuben Hochkonjunktur: Interessierte Welpenkäufer lassen sich auf der Suche nach einem passenden Geschenk von der scheinbar heilen Welpenwelt, welche ihnen in professionell ausgestatteten Verkaufsräumen vorgegaukelt wird, blenden. Ist das Geld dann erst einmal über den Ladentisch gewandert, nimmt das Elend seinen Lauf: Viele Welpen sind in den nächsten Wochen Dauergast in einer Tierarztpraxis; unkalkulierbare Kosten entstehen und der Händler entzieht sich seiner Verantwortung. Erst dann geht vielen Neuhundebesitzern ein Licht auf: sie sind auf einen skrupellosen Hundehändler reingefallen.
Sie wollen etwas gegen diese Zustände tun? Informieren Sie sich auf www.hinsehen-statt-wegschauen.de!
Denn jeder zukünftige Welpenkäufer hat es in der Hand, ob es weiterhin Massenzuchtanstalten und Hundehändler geben wird.











