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Favignana auf den Ägadischen Inseln, Sizilien

22.01.200914:12 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Favignana auf den Ägadischen Inseln, Sizilien
Fähre zu den Ägadischen Inseln von Trapani
Fähre zu den Ägadischen Inseln von Trapani

(openPR) Neun Meilen von Tràpani entfernt (20 min. Luftkissenboot; 1h Autofähre) liegt Favignana, eine sehr alte Insel im Zentrum des Mittelmeerraums. Sie ist die größte der drei Ägadischen Inseln (Favignana, Lévanzo, Marettimo).
Der Name kommt von dem Wind „Favonio“ welcher ein sehr mildes Klima mit sich bringt.
Die Form der Insel ähnelt außerdem der eines Schmetterlings (Farfalla=Schmetterling), die westliche Ebene und der östlicher Wald als Flügel und das zentral gelegene Gebirge als Mittelkörper.

Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage wurde die Insel Zeuge vieler geschichtlicher Ereignisse und Legenden. Als strategische Basis ist sie von unschätzbarem Wert für die vorherrschenden Völker im Mittelmeerraum. Die Phönizier konnten von hier aus ihre Handelsexpansion auf ganz Sizilien ausbreiten.

Im Dorf befinden sich Spuren einer langjährigen Niederlassung mit Grotten die als Behausung, Heiligenstätte oder Grab dienten.
Um 241 v.Chr. spielte sich in der Nähe von Favignana die entscheidende Schlacht des 1.Punischen Krieges ab, den die Römer mit einem Sieg über die Karthager beendeten. Die Legende erzählt, dass die „Cala Rossa“ (Rote Bucht) ihren Namen von dem Blut der karthagischen Krieger hat.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Favignana von den Sarazenen (Araber) regiert. Sie errichteten eine grosse Anzahl von Überwachungstürmen, z.B. auf dem Monte St.Caterina oder am Hafen (mittlerweile zerstört).

Im 11.Jh. festigte König Ruggiero ll. die Türme und errichtete die Kirche St.Giacomo auf dem Hauptplatz.
Während der König von Aragona 1341 regierte, legte er 2 Thunfischfangstellen an: St.Leonardo – wo auch heute noch die Jagd stattfindet – und St.Nicola.

1637 wurde die spanische Krone gezwungen, die drei Inseln zur Abbezahlung eines Kredits an Camillo Pallavicini abzugeben. Mit Ignazio Florio wurde das „blühende Zeitalter“ auf der Insel eingeleitet.

Die beste Möglichkeit die Insel näher kennen zu lernen ist ein Spaziergang mit den dazu zur Verfügung stehenden Reiseführern.
In der östlichen Zone findet man die ersten frühzeitlichen Spuren welche bis zur Grotte St.Nicola reichen - diese diente für Jahrhunderte als Hafen der Insel. Dort befinden sich auch Reste eines Schwimmbades aus der Römerzeit, genannt „Das Frauenbad“, welches in einer Felseinbuchtung lag und dessen Wasser aus einem unterirdischen Kanal kam.
Im westlichen Teil – hinter dem Mt.St.Caterina (302 m) – befindet sich eine der eindrucksvollsten und interessantesten Grotten „Uccerie“ oder „Stalattiti“ genannt. Das Wasser kommt aus einer winzigen Rinne und mündet in einer weiten unterirdischen Höhle wo Millionen Jahre eine beeindruckende Kathedrale aus Stalattiten errichtet haben.
Auf der nordöstlichen Seite des Gebirges sind die vorchristlichen Höhlenmalerein, meist Fischmotive („Grotte von Pozzo“, „Grotte von Ficarra“), erwähnenswert.
Für besonders Interessierte ist ein Besuch der Nachbarinsel „Lévanzo“ (siehe Seite Lévanzo), die kleinste der drei ägadischen Inseln, dringend zu empfehlen. Dort befinden sich in der „Grotta del Genovese“ die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung, Höhlenmalerein aus der jungsteinzeitlichen Kultur des 6. Jh.v.Chr. Es handelt sich hauptsächlich um Gemälde von Tänzen, magischen Ritualen und der Jagd, bzw. dem Fang des Thunfischs.

Der Fischfang “La Mattanza”

Ein unverzichtbares Ereignis bei einem Besuch auf Favignana ist die Thunfischjagd. Sie wird auch heute noch wie vor Jahrhunderten praktiziert.
Der Fang findet von Mitte Mai bis in die ersten Junitage hinein statt. In dieser Zeit folgen die Thunfischschwärme den ozeanischen Strömungen um ihre Eier im Mittelmeer abzulegen.
Das Weibchen schwimmt in der Tiefe, über ihm fünf und mehr Männchen um die Eier sofort nach der Eiablage zu befruchten.
Seit Jahrhunderten haben die Fischer ihr Geheimnis des Thunfischfangs bewahrt. Den Thunfischen werden auf ihren uralten Wanderwegen fest verankerte, kilometerlange Netze in den Weg gestellt. Die Fische verfangen sich in der sogenannten Eingangskammer. Von dort aus werden sie in die letzte Kammer, die „Camera della morte“ (Todeskammer), die einzige mit einem Bodennetz, geleitet. Um diese letzte Kammer hat sich ein Quadrat aus vier schwarzen Fischerbooten gebildet. Auf den Befehl „tira, tira!“ (zieht, zieht!) wird das Netz aus dem Wasser gehoben. Die Jäger beginnen, auf die panischen Fische mit riesigen Eisenhaken einzuschlagen. Die messerscharfe Schwanzflosse kann einen Menschen töten, ein Fisch wiegt bis zu 200 kg. Nachdem der Fisch im Boot ist kann sein Todeskampf noch 10 min. andauern, größte Vorsicht ist geboten.
Über die gesamte Zeit beten und singen die Fischer, nicht unbedingt für die Fische, viel mehr für ihr eignes Leben und das ihrer Familien. Der Fang wird von arabischen Gesängen und Getrommel begleitet welches den Takt zum herausziehen der Netze gibt.
Während der Mattanza ist es oft unsicher, ob gefangen werden kann oder nicht. Vieles hängt vom Meer und von der Strömung ab. Wenn man jedoch zwischen Mitte Mai und den ersten Junitagen für mindestens drei Tage auf der Insel ist, besteht eine hohe Chance dieses unvergessliche Ereignis zu erleben.

Die Küche

Wer nach Favignana kommt muss das traditionell arabische Gericht „Cuscus“ versuchen. Es basiert auf gekochten Weizenkörnern und einer beliebigen Beilage aus dem Terracottatopf. Auf Favignana wird diese Beilage natürlich mit dem geschmackvollen frischen Fisch und Tomatenscheiben zubereitet.
Ebenfalls zu empfehlen sind die „Spaghetti con la bottarga di tonno“. Hierbei handelt es sich um Spaghetti al dente mit Olivenöl abgeschmeckt, geriebenen, getrockneten Thunfischeiern und gehackter Petersilie. Andere Köstlichkeiten der Insel sind „polpettine di tonno“ (eine Art Thunfischfrikadelle in Tomatensoße gekocht mit Minze abgeschmeckt) oder „busiati al pesto“, frische Nudeln mit rohenTomaten, Öl, Basilikum, Knoblauch und gehackten Mandeln.

Natürlich nimmt der frische Fisch eine besondere Stellung in der Zubereitung der Speisen ein: Typische Fische wie Zackenbarsch oder Seebarbe – alle von unverwechselbarem Geschmack – und der berühmte Thunfisch finden sich auf allen Speisekarten wieder.
In dieser Gegend befindet sich der Beste Thunfisch, genannt „Thunnus thinnus“.
Am Schluss sei noch auf die „Cassatella“ hingewiesen, ein typisch sizilianisches Dessert. Hierbei handelt es sich um mit frischer Ricottacreme und Schokosplittern gefüllte Teigtaschen, bestreut mit Puderzucker.
Guten Appetit!

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