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Was die Finanzkrise Privatanleger lehrt

(openPR) Zweifellos sind wir weit davon entfernt, von einem Ende der Finanzkrise sprechen zu können. Entsprechend wissen wir auch nicht, wie sich die Kapitalmärkte und die Weltwirtschaft schlussendlich neu aufstellen werden. Trotzdem sollte der Privatanleger jenen Zuwachs an Erkenntnis, den ihm die Ereignisse der vergangenen Monate gebracht haben, für sein eigenes Handeln nutzen. Ich will das wichtigste davon nachfolgend zusammenfassen.



There is no such thing as free lunch

Jahrelang hat die Finanzwirtschaft suggeriert, sie könne maximale Sicherheit und hohe Rendite in einem Produkt zusammenfassen. Heute wissen wir, dass diese Konstrukte optische Täuschungen waren, welche den Werken von M.C. Escher in nichts nachstanden.

Das magische Dreieck, Sicherheit – Rendite – Liquidität, in welchem jeweils zwei Faktoren den dritten ausschließen, gilt heute genau so wie vor hundert Jahren. Es ist nahe liegend, dass es auch in weiteren hundert Jahren noch seine Gültigkeit haben wird. Falls es die Finanzwirtschaft im heutigen Sinne dann noch geben wird...

Des Kaisers neue Kleider

Meiden Sie Menschen, welche Ihnen weismachen wollen, dass eine neue Epoche angebrochen sei, welche dazu führe, dass bisherige Maßstäbe ungültig seien. Es folgen Phasen der Desorientierung, in denen noch keine Erfahrungswerte für die Bewertung von Geschäftsmodellen bestehen, was regelmäßig zu irrwitzigen Zuständen führt.

Die Behauptung, in Zukunft würden die Regeln der Vergangenheit nicht mehr gelten, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass mit rhetorischen Tricks versucht werden soll, den gesunden Menschenverstand außer Kraft zu setzen. Ist erst einmal die Gier geweckt, nützt es auch nichts mehr, dass einzelne Kritiker mit Fingern auf des Kaisers neue Kleider zeigen.

Wenn bereits Profis mit solchen Tricks übertölpelt werden können, sind Privatanleger besonders gefährdet. Sie sollten sich deshalb auf traditionelle Anlageinstrumente beschränken, welche sich viele Jahrzehnte bewährt haben. Die Erfahrung zeigt, dass auf mittelfristige Sicht das Verpassen virtueller Gewinnchancen durch den Wegfall realer Verlustrisiken mehr als ausgeglichen wird.

Halte es dumm und einfach

Kaum eine Sprache ist so präzise wie die englische: keep it stupid an simpel. Komplexe Modelle haben den Nachteil, dass sie in ihrer Vielfältigkeit nur schwer zu verstehen sind, was immer wieder zu (negativen) Überraschungen führt.

Wer sich in einer fremden Materie nicht gut auskennt – und die Welt der Kapitalanlagen ist für die meisten Deutschen ein Buch mit sieben Siegeln – kann sich natürlich auf den Rat und die Expertise von Beratern verlassen. Allerdings ist es für Laien unmöglich zu kontrollieren ist, ob diese Experten tatsächlich den Überblick haben oder nur glauben, mögliche Entwicklungen voraussehen zu können.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass a.) Extremsituationen kaum je richtig vorausgesehen werden und b.) Extremsituationen häufiger auftreten, als man vermuten würde. Letzteres hängt nicht zuletzt mit eingeschränkten Fähigkeit der Experten zusammen, Ursachen und Wirkungen in vollem Umfang zu begreifen.

Privatanleger sind darum gut beraten, wenn sie sich bei ihren Anlagen auf einfache Grundmodelle und leicht verständliche Basisinstrumente beschränken. Künstliche Produktwelten sollten Sie meiden, auch wenn sie noch so verheißungsvoll angepriesen werden.

Es gibt keine kostenlose Beratung

Abgeleitet aus obiger Feststellung, dass nur einfache Konzepte dauerhaft sicher umzusetzen und zu kontrollieren sind, sollten Sie auf die Unterstützung neutraler Berater bauen, welche ihr Geschäft tatsächlich verstehen.

Gute Berater erkennen Sie an ihren Lösungsvorschlägen, die einfach, übersichtlich und leicht verständlich formuliert sind. Vorsicht ist geboten, wenn Vorschläge unterbreitet werden, welche zwar mit einer einleuchtenden Verkaufsgeschichte verbunden sind, deren Aufbau und Mechanik sich Ihnen jedoch nicht erschließen.
Einen für Sie geeigneten Berater erkennen Sie an der Art und Weise, wie Ihre Bedürfnisse und Fragen aufgenommen und beantwortet werden.

Die Pleite rund um die Zertifikate der Investmentbank Lehman Brothers zeigt, wie wenig die kostenlose Beratung so genannter Bankberater wert ist. Diese sind in den letzten Jahren sukzessive zu Mitgliedern des Vertriebsteams mutiert und stehen seither unter massivem Verkaufsdruck des Vertriebsleiters. Wer unter diesen Voraussetzungen eine objektive Beratung erwartet, muss sich später über die tatsächlichen Ergebnisse nicht wundern.

Guter Rat ist teuer, aber lohnt sich, denn auch nach der Finanzkrise 2008 wird sich eines mit Sicherheit nicht ändern: die Gier nach finanziellem Erfolg wird auch in Zukunft die Kreativität der Menschen anfeuern. Die Kombination aus zugekauftem Fachwissen und dem eigenen gesunden Menschenverstand wird Ihnen einen angemessenen Ertrag auf Ihr Kapitalvermögen sichern und Sie vor Schaden bewahren.

Sie möchten weitere Informationen zu diesem und anderen Finanz-Themen? Dann besuchen Sie mein wöchentliche Kolumne auf www.altersportal.de.


Ihr

Sidney Batt
(Finanzplaner mit eidg. FA)

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