(openPR) Mariä Lichtmess oder Fest der "Darstellung des Herrn" wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert.
Lichtmess ist zurückzuführen auf folgende Geschichte in der Bibel:
Der früher gebräuchliche Name "Mariä Reinigung" erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Die Frau musste ein Reinigungsopfer darbringen, wahlweise eine oder zwei Tauben oder in besonders gravierenden Fällen ein Schaf. Maria pilgerte also zu dieser ihrer "Reinigung" in den Tempel. Da außerdem Jesus der erste Sohn war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern zuerst ausgelöst werden. Er wurde zum Priester gebracht und vor Gott "dargestellt". Als die Eltern zu diesem Zweck in den Tempel kamen, begegneten sie dem betagten Simeon und der Prophetin Hannah, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist. Simeon bezeichnete das Kind, also Jesus, „als das Licht der Völker“, das Licht der Welt.
Sämtliche Religionen stimmen darin überein, dass Gott ein Licht ist. Das Licht als Symbol der Gottheit begegnet uns in allen religiösen Kulturen. Kein anderes Symbol als die Kerze kann den „Tag des geweihten Lebens“ wie der Lichtmesstag auch genannt wird, darstellen.
Die Kerzenweihe und Lichterprozessionen - daher auch das Fest "Mariä Lichtmess" - haben ihren historischen Ursprung in der heidnischen Sühneprozession, die alle fünf Jahre in Rom abgehalten und nun mit diesem Fest ins Christentum übernommen wurde.
Auch die Kelten kannten diesen Tag. Die brennende Kerze symbolisiert das neuerwachte Licht - und die keltische Feuergöttin Brigid ist die Beschützerin des neugeborenen Lebens In der keltischen Tradition wird der Sonnenuntergang des 1. Februar bis zum Sonnenuntergang des 2. Februar das Fest der Göttin Brigid gefeiert.
Noch heute ist es vielerorts Brauch, am Fest Mariä Lichtmess sämtliche Kerzen, die im Laufe des Jahres für liturgische Zwecke gebraucht werden, weihen zu lassen. Die ältesten überlieferten Weihegebete stammen aus dem zehnten Jahrhundert. Es heißt dort: "Der Herr möge die Kerzen segnen, zum Gebrauch der Menschen! Für die Gesundheit des Leibes und der Seele. Zu Wasser und zu Lande".
Die Lichtmesskerzen bildeten im Hause der Gläubigen einen wertvollen Besitz, einen Schutz in Wettergefahren und ein Trost in der Sterbestunde. Dem Wachs von an Lichtmess geweihten Kerzen wird im Volksglauben hohe Schutzkraft zugeschrieben.
Die Menschen suchen immer mehr den Segen, denn sie spüren, dass sie diese Kraft von Gott brauchen. Besonders die Kleinen freuen sich über den Kindergottesdienst an Lichtmess mit einer stimmungsvollen Prozession, denn Licht spricht vor allem die Kleinen an. Viele Menschen bringen Kerzen mit, die ebenfalls gesegnet werden.
Viele Pfarreien ordern heute noch an Lichtmess ihren Kerzenbedarf für das Kirchenjahr, darum herrscht bei unseren Handwerksbetrieben vor Lichtmess Hochkonjunktur.
Lichtmess war ein wichtiger Tag im Wirtschaftsjahr. Ein Zahl- und Zinstermin wie an Martini. Nach Lichtmess begann die Arbeit der Bauern nach der Winterpause wieder. Der 2 Februar war auch Schlenkerltag, Ziehtag für die Dienstboten. Bis zum Antritt der neuen Arbeitsstelle gab es Freizeit, in der man feierte und fröhlich war. An Lichtmess erhielten die weiblichen Dienstboten Wachsstöcke von den Herrschaften.
Heute noch werden in ländlichen Gegenden Wachsstöcke gefragt, die man dann in der Vitrine oder dem „Herrgottswinkel“ aufstellt.
Es ist sehr feierlich, wenn vor dem Hauptaltar in den Kirchen die Kerzen aufgestellt sind, die dann im Jahreslauf in der Kirche und auf dem Friedhof entzündet werden.
Viele unserer Mitglieder sind schon Jahrhunderte Zulieferer der Kirchen. Wir als Kerzeninnung sind dankbar, dass die Entscheidungsträger im kirchlichen Bereich, unsere Auffassung teilen, dass es wichtig ist den Wachszieher vor Ort zu unterstützen und ihren Kerzenbedarf bei ihm bestellen, denn sie können sich auf kompetente Beratung und einwandfreie Ware verlassen und zudem werden auch heimische Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten und geschaffen.













