(openPR) Welttierrechtstag - Gatewate to Hell-Kampagne expandiert
Frankfurt • Eine Undercover-Reportage öffnete in den 80ern vielen die Augen, was tatsächlich in den Laboren vor sich geht. Das Leid im Namen einer fragwürdigen Wissenschaft ist für die Tiere unerträglich. Die Recherche im Jahr 2003 beim Auftragslabor Covance in Münster dokumentierte darüber hinaus unhaltbare Zustände bei Unterbringung und Behandlung der Tiere. Und es gibt sie immer noch – die furchtbaren Tierversuche mit empfindsamen Lebewesen. Nepal erwägt momentan, Affen-Wildfänge (die den Einheimischen übrigens heilig sind) für Tierversuche zu exportieren. Weltweit gehen Tierrechtler auf die Barrikaden.
Über 260 in Nepal wild gefangene Rhesusaffen sehen momentan einer ungewissen Zukunft entgegen. Zur Zeit sind sie in Käfige gesperrt und für den Export in die USA vorgesehen. Sie sollen hauptsächlich zu Zuchtzwecken genutzt werden, um den “Versuchs-“Affenbestand aufzufrischen. Im Oktober 2002 hat der damalige nepalesische König Gyanendra mehrere umstrittene Gesetze erlassen, die den Export von Rhesusaffen in die USA erlauben. Obwohl der König mittlerweile abgesetzt worden ist und Nepal eine demokratische Regierung hat, ist das umstrittene Gesetz noch immer in Kraft.
Nach einer E-Mail-Aktionswoche im Juni und vielen Demonstrationen weltweit hat die nepalesische Regierung Ende August den Export von Rhesusaffen offiziell für illegal erklärt. Offensichtlich ist allerdings der Druck seitens der Lobbyisten verschärft worden, um den Export doch noch zu ermöglichen. Am 17. November 2008 berichtet die Himalayan Times in Kathmandu, dass in Kürze 25 Rhesusaffen ausgeliefert werden sollen – für AIDS- und Tuberkulose-Tests.
Die Ärztegruppe Ärzte gegen Tierversuche veröffentlicht regelmäßig Informationen, warum das „Modell Tier“ nicht seriös auf den Menschen übertragbar ist. Diverse Medikamentenskandale untermauern diese Feststellungen; die Politik ist gefordert, endlich mehr Finanzmittel in moderne, tierversuchsfreie Forschung zu investieren.
Die Gateway to Hell Kampagne ist ein internationaler Zusammenschluss von Tierrechtsgruppen, die unter anderem die nepalesischen Affen retten wollen. Die Kampagne fordert die nepalesische Regierung auf, umgehend die Freilassung und Auswilderung der gefangenen Affen zu veranlassen sowie ein Verbot zu erlassen, Affen für biomedizinische Forschung zu züchten oder zu exportieren.
Die TierrechtsInitiative Rhein-Main unterstützt diese Kampagne und veranstaltete am 9. Dezember eine Mahnwache vor dem nepalesischen Konsulat in Frankfurt. Der Konsul, Herr Bodo Krüger (der auch gleichzeitig der Präsident des Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreises ist) war zu einem Gespräch bereit. Er versprach, bei seiner nächsten Nepal-Reise dieses Anliegen vorzutragen und auch mit dem Premierminister zu sprechen.
Doch das genügt nicht – und für die 260 Rhesusäffchen ist es dann möglicherweise schon zu spät. Bereits über 10% der gefangenen Affen sind bereits tot – gestorben oder getötet, weil nicht „geeignet“. Um die Bevölkerung über die schrecklichen Zustände in Nepal aufzuklären, wird es in Zukunft regelmäßige Infoveranstaltungen vor Reisebüros und Outdoor-Geschäften sowie Instituten und Events, die mit Nepal etwas zu tun haben, geben. Die nächste Protestaktion ist für Donnerstag, den 18. Dezember geplant. Nähere Informationen unter www.tirm.de/termine
Linktipp: www.gatewaytohell.net (Kampagnen-Video anschauen!)













