(openPR) Kalte Temperaturen sind für den Gartenteich kein Problem.
Wenn die Tage kürzer werden und es kälter wird, sollten Gartenteichbesitzer aktiv werden. Auch der Gartenteich muss für den Winterschlaf vorbereitet werden.
Stehen größere Laubbäume in der Nähe des Teiches, so sollten Sie Mitte Oktober, bevor der Laubfall beginnt, ein engmaschiges Netz (Maschenweite ca. 20 mm) über den Teich spannen. Denn das Herbstlaub gehört nicht in den Teich. Wird es hineingeweht, schwimmt es nur kurze Zeit an der Oberfläche und sinkt dann zu Boden.
Die Zersetzung beginnt und reichert den Teich mit Nährstoffen an. Die Folge sind Faulgase, im Frühjahr befindet sich dann ein Überangebot an Nährstoffen im Wasser und der Algenwuchs wird gefördert. Die negativen Auswirkungen sind trübes Wasser und es bildet sich Faulschlamm.
Ist das Laubaufkommen geringer, können sie auch regelmäßig mit einem Kescher arbeiten.
Anfang bis Mitte November, wenn das Herbstlaub gefallen ist, beginnen sie mit den weiterführenden Arbeiten.
Wolfgang Sturm ( klickfuchs.de ) hat die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt:
? Der Teichgrund wird mithilfe eines Schlammsaugers (gibt es leihweise im Baumarkt) gereinigt. Ist der Teich begehbar, können Sie ihn mit einer Wathose begehen. Den Schlamm und die abgestorbenen Pflanzenreste können Sie jetzt vorsichtig von Hand entfernen.
Gute Hilfe leistet ein durch Schlauchenden entschärfter Rechen und eine Kehrschaufel mit einer Gummilippe.
? Wasserhyazinthen, Schwimmfarn, Lotusblumen also frostgefährdete Pflanzen, müssen aus dem Wasser geholt werden. Man kann sie sehr gut in einem Wassereimer an einem hellen frostfreiem Standort überwintern. Dabei gelegentlich nachschauen ob Schädlinge oder faule Stellen vorhanden sind.
? Heimische Seerosen können im Teich überwintern, alte Blätter können dicht am Wurzelstock entfernt werden.
? Schilf, Gräser und Rohrkolben müssen übrigens unbedingt im Teich bleiben, da sie bei geschlossener Eisdecke für einen Sauerstoffaustausch sorgen. Ein Rückschnitt ist bis ca. 20 cm über der Wasseroberfläche möglich.
? Ist der Teich mindestens 80 cm tief, so können ihre Fische an Ort und Stelle überwintern.
? Um für den Winter gewappnet zu sein, benötigen Teichfische ausreichende Vitaminr C Reserven, die durch ein spezielles Futter aufgebaut werden können. Speziell für Koi, aber auch alle anderen Teichfische, gibt es Spezialfutter, die optimal auf die Versorgung bei Temperaturen unterhalb von 17 °C abgestimmt sind. Die Abwehrkräfte werden dadurch erhöht.
? Das vollständige Zufrieren kann durch einen Eisfreihalter erreicht werden. Über diese Öffnung ziehen die Faulgase ab und ein geringer Sauerstoffaustausch findet statt. Eine kleine Luftpumpe in ca. 50 cm Tiefe platziert erreicht den gleichen Effekt, zusätzlich wird das Teichwasser etwas mit Sauerstoff versorgt.
? Sollte der Teich trotzdem einmal zufrieren, darf die Eisdecke niemals aufgehakt werden, das würde den Fischen die Schwimmblase zerreißen.
? Lesen Sie ihre Bedienungsanleitung für die Pumpensysteme aufmerksam durch. Einige Produkte sind frostsicher andere müssen Sie entfernen und in einem Eimer Wasser überwintern.
? UVC Lampen sind in keinem Fall frostsicher.
? Die gesamte übrige Teichtechnik (auch die Lampen) wird abgeschaltet.
Sind diese Arbeiten zufrieden stellend erledigt können auch Sie beruhigt in den Winterschlaf gehen.








