(openPR) Emsdetten, 20. November 2008 – Sie misst 12 x 3,2 Meter und wiegt 54 Tonnen – zur Herstellung des neuen Blumenkasten-Konzepts myBox setzt Emsa, Emsdetten, auf Maxima MM baseline 1000 Monosandwich. Die Fertigungsmaschine von Ferromatik Milacron hat eine Schließkraft von 10.000 kN. Das Schussgewicht beträgt 4,5 Kilogramm und die Ölfüllung fasst 1.600 Liter. Bei einer durchschnittlichen Zykluszeit von 50 Sekunden werden so pro Tag bis zu 1.700 Stück der myBox-Gefäße produziert. Neben den Blumenkästen können auch andere großvolumige Produkte effizient und ökologisch gefertigt werden. Die Investitionskosten der Maxima MM liegen bei 600.000 Euro. Mittelfristig investiert Emsa rund 800.000 bis zu 1 Million Euro in Werkzeuge und die neue Maschine.
Weniger Kosten
Zur Produktion großflächiger Kunststoffteile werden beim Monosandwichverfahren zwei Schmelzen zunächst nacheinander in einem gemeinsamen Schneckenzylinder geschichtet, wobei die zweite Schmelze über einen Nebenextruder in den Schneckenzylinder des Hauptaggregates plastifiziert wird. Der Einspritzvorgang erfolgt dann, wie beim konventionellen Spritzguss, mit nur einem einzigen Hub. Die Sandwichstrukturen entstehen durch die Strömungseigenschaften der axial geschichteten Schmelzen im Schneckenzylinder: Das zuerst eingespritzte Material legt sich als Haut an die Werkzeugwand, das nachfolgende Material bildet die Kernschicht.
Das Monosandwichverfahren bietet eine deutliche Kosteneinsparung gegenüber dem Sandwichverfahren, da außer einem Nebenextruder nur ein Spritzaggregat erforderlich ist. Die Prozessführung und die Bedienung sind daher identisch zum konventionellen Spritzgießen. Ein weiterer Vorteil: der Wegfall von zeitaufwendigen Reinigungen eines Sandwichmischkopfes beim Komponentenwechsel.
Ökologisch und innovativ
Das Monosandwichverfahren kommt zum Einsatz, wenn Kern und Randschicht eines Bauteils unterschiedliche Eigenschaften haben sollen. So kann beispielsweise um einen glasfaserverstärkten Kern eine glatte Oberfläche gespritzt werden. Auch ist es möglich, im Kern Recyclate zu verwenden und nur die Oberfläche aus Neumaterial zu spritzen.
Das Blumenkasten-System myBox, das Emsa auf der neuen Maxima MM baseline 1000 Monosandwich in Serie herstellt, beruht auf einem modularen Prinzip. Es besteht aus verschiedenfarbigen Kästen und separaten Akzentrahmen, die sich aufgrund der Farbvielfalt bis zu 25 Mal neu kombinieren lassen. Dieses innovative Konzept ist speziell auf Endverbraucher zugeschnitten, die sich mehr Individualität bei Produkten des täglichen Lebens wünschen. Sie können sich im Handel nun erstmals ihr ganz persönliches Wunschgefäß in ihren Lieblingsfarben zusammenstellen. Mit der Investition in die moderne Fertigungstechnik für myBox bekennt sich Emsa klar zum Standort Emsdetten und setzt damit auch strategisch auf innovative Produkte „Made in Germany“.












