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Mit DRBD raus aus der Hardwarefalle

20.11.200814:32 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Wien - Mit der baldigen Verfügbarkeit von DRBD 8.3 vollzieht LINBIT HA-Solutions GmbH, führend auf dem Gebiet innovativer Lösungen für redundante Netzwerkspeicherlösungen, einen Wechsel in der Lizenzpolitik: Es ist die erste DRBD-Version, die die Funktionen von DRBD und DRBD+ zu einem Produkt vereint. So ist DRBD 8.3 die erste vollständig freie und offene DRBD-Release mit allen DRBD-Schlüsselfunktionen: Darunter fällt die Unterstützung für Speichergeräte mit mehr als vier Terabyte Kapazität und die "Drei-Knoten-Replikation". DRBD 8.3 steht unter den Bedingungen der GNU General Public License (GPL).



Die LINBIT-Gruppe versteht sich seit jeher als Pionier in der österreichischen Open-Source-Szene und hat nie einen Zweifel an ihrer vollständigen Unterstützung der Ideale der Open-Source-Community gelassen. Ihr Hauptprodukt DRBD, das erstmals redundante Netzwerkspeicherlösungen für den professionellen Einsatz in Linux etablierte und für jedermann verfügbar machte, steht deshalb seit Beginn der Entwicklung unter einer freien Lizenz. Bestimmte Leistungsmerkmale waren bisher jedoch unter der Produktbezeichnung DRBD+ unter einer kommerziellen Lizenz verfügbar. Nun hat LINBIT sich zum nächsten logischen Schritt entschlossen: Sämtliche DRBD+ Features fanden ihren Weg in den DRBD-Hauptzweig und bilden so die neue DRBD-Version 8.3.

DRBD 8.3 bietet eindrucksvolle neue Möglichkeiten: Zum ersten Mal überhaupt kann nun jeder DRBD auf Massenspeicher verwenden, deren Kapazität die Grenze von vier Terabyte übersteigt. Zusätzlich gehört die "Drei-Knoten-Replikation" jetzt zum Standardlieferumfang von DRBD. Diese innovative Speichertechnik erlaubt es, Daten zwischen drei statt zwischen nur zwei Servern zu spiegeln. So lassen sich Daten auch zwischen verschiedenen Standorten replizieren, die an völlig unterschiedlichen Orten überall auf der Welt sein können. Der Vorteil: Fällt ein Standort vollständig aus, stehen die Daten an einem anderen Standort trotzdem zur Verfügung.

"Mit DRBD bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, im Hochverfügbarkeitsbereich vom proprietären Hardware-Stack wegzukommen und sind davon überzeugt, dass die vollständige Offenlegung von DRBD helfen wird, seine Stellung als weltweit führende Netzwerkspeicherlösung für Linux auszubauen", so Philipp Reisner, der Ursprungsautor von DRBD und technische Geschäftsführer der LINBIT HA-Solutions GmbH. Für Reisner steht im Vordergrund, dass DRBD Kunden vom berüchtigten vendor lock in, also der Bindung an einzelne Hardwareanbieter befreit: "Für echte Datenredundanz und Hochverfügbarkeit sind wir die freie, offene Alternative zu proprietären Lösungen. Die Version 8.3 ist das Resultat."

"Diese strategische Entscheidung erschließt uns ganz neue Kundenschichten und Märkte. DRBD 8.3 wird für sehr viel mehr Unternehmen attraktiv", zeigt sich LINBIT-Geschäftsführer Gerhard Sternath überzeugt. "Kein IT-Entscheider ist jetzt noch gezwungen, für volle Datenredundanz und Ausfallssicherheit überproportionale Beträge in Firmware-Lizenzen und exorbitante Hardware-Wartungsaufwände zu stecken." Gefragt, ob der Wechsel der Lizenzpolitik nicht auch Nachteile brächte, antwortet er augenzwinkernd: "Nachteile? Für unsere Konkurrenz schon - ich bin überzeugt, dass auf so manchen proprietären Storageanbieter jetzt härtere Zeiten zukommen..."

DRBD®, LINBITs Kerntechnologie, ist eine Open Source, Shared-Nothing Blockreplikationslösung für Linux-Plattformen. DRBD ist anwendungsneutral und bietet Hochverfügbarkeit für Datenbanken, Virtualisierung, Filesysteme und eine Vielzahl anderer Anwendungen. Es steht unter den Bedingungen der GNU GPL. Der Anwenderkreis von DRBD wächst enorm, wobei die Anzahl der täglichen DRBD-Installationen die Tausender-Marke bereits übersteigt und Zugriffe auf die LINBIT-Website derzeit im Monat um mehr als 20 Prozent gestiegen ist.

DRBD 8.3 steht ab der ersten Hälfte des Dezember zur Verfügung.

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