(openPR) Regional werden hohe Schäden in deutschen Wäldern erwartet
Nachdem die extreme Hitze und Trockenheit des letzten Jahres die Abwehrkräfte der Bäume in deutschen Wäldern geschwächt haben, schwärmen die Borkenkäfer nun bei Frühjahrstemperaturen von über 15 Grad Celsius bereits aus. Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) hingewiesen. Regional werde bereits ein deutlich höherer Befall als im Frühjahr 2003 vermeldet. Dies habe erhebliche finanzielle Folgen für die Forstwirte, da Holz mit Borkenkäferbefall einen geringeren Preis am Markt erzielt.
Die angeschlagenen Bäume seien kaum noch in der Lage die Borkenkäfer durch die Bildung von Harz abzuwehren. Zudem habe das lang anhaltende Sommerwetter des Jahres 2003 die Entwicklung der Käfer begünstigt. Massenvermehrungen seien beim Buchdrucker, beim Kupferstecher in Fichten sowie bei Borkenkäferarten in Lärchen und Tannen beobachtet worden. Nach Informationen des DBV sind die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern besonders gefährdet.
Der DBV rät allen Waldbesitzern, vermehrte - möglichst wöchentliche - Befallskontrollen durchzuführen und befallene Bäume schnell einzuschlagen, zu entrinden oder aus dem Forst zu entfernen und in mindestens 500 m Abstand zum nächsten gefährdeten Baumbestand zu lagern. Letztlich könne nur ein kühler und regnerischer Sommer der Borkenkäfervermehrung wirksamen Einhalt gebieten. So stärke Regen und kühle Witterung die Widerstandskraft der Bäume und bremse zugleich die Entwicklung der Schädlinge sowie einen massenhaften Schwärmflug. Kalte Winter schadeten den Tieren dagegen nicht. Sie überwintern als Larven unter der Baumrinde oder als ausgewachsene Käfer im Boden.



