(openPR) Noch kein einziges Konzert haben sie in diesem Jahr gegeben, doch das Angebot zum Benefiz-Gig wollten sie nicht ausschlagen: Anlässlich des 20jährigen Geburtstags der Berliner „Arbeitskreis Wohnungsnot“am 14. November reist die Kultband „Fehlfarben“ eigens aus allen Teilen Deutschlands und Österreichs nach Berlin. Neben alten und neuen Songs hat sie eine Botschaft im Gepäck: „Wir wollen die zunehmende Verarmung in Deutschland nicht einfach hinnehmen.“
Es sei gar keine Frage gewesen, bei dem Benefizkonzert mit dabei zu sein. „In unseren Texten haben wir uns schon immer gesellschaftskritisch geäußert, wenn auch nicht so plakativ wie andere Bands“, sagte Fehlfarben-Bassist Michael Kemner alias Demicha bei der Pressekonferenz. „Ich erlebe es im eigenen Freundeskreis, wie schnell man ganz unten ist. Die Gefahr zu verarmen wird immer größer.“
Davon kann der Arbeitskreis Wohnungsnot ein Lied singen. Geschätzte 10.000 Menschen leben allein in Berlin auf der Straße, in Wohnungsloseneinrichtungen oder in ungesicherten Wohnverhältnissen. „Wohnungslose Menschen haben einen Rechtsanspruch auf umfassende Hilfe und nicht nur auf eine heiße Suppe“, spricht Karsten Krull, ein Urgestein der Berliner Wohnungslosenhilfe, das Credo des „Arbeitskreis Wohnungsnot“ aus. Seit 1998 mischt sich der bundesweit einzigartige Zusammenschluß aus fast 70 freien und öffentlichen Trägern in die sozialpolitischen Debatten der Hauptstadt ein.
Unterstützung erfährt er auch von politischer Seite: Berlins Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner hat die Schirmherrschaft für die Jubiläumsveranstaltung übernommen und Ingrid Stahmer, einer ihrer Vorgängerinnen mit besonders hoher Affinität für dieses Thema, lobt: „Der Arbeitskreis Wohnungsnot war mit seiner Arbeit stets ein kritischer Begleiter und Ratgeber für die Politik. Ich habe das immer unterstützt. Es ist gut, wenn sich Fachleute in politische Prozesse einmischen. Das hat der Arbeitskreis Wohnungsnot in dankenswerter Weise getan.“
Es kann also gefeiert werden. Die „Fehlfarben“ haben zum Benefizkonzert mit „Groovy Cellar“ eine junge Berliner Indie-Pop-Band mitgebracht. Außerdem werden das Improvisationstheater „Die Gorillas“ sowie DJ Hauke Schlichtung zu sehen sein.
Berlin, Kesselhaus, 14.11.08
17.00-19.00 Uhr Diskussion mit Ingrid Stahmer (ehemalige Sozialsenatorin), Dr. Petra Leuschner (Staatssekretärin) u.a.
ab 20 Uhr Fehlfarben, Groovy Cellar, Die Gorrilas, DJ Hauke Schlichting (14 Euro zzgl. VVK-Gebühr, 18 Euro Abendkasse)











