(openPR) In Unternehmen mit einer hohen Fairness-Kultur und optimalen Handlungsspielräumen sind MitarbeiterInnen häufiger bereit, Verbesserungen anzuregen und zu realisieren. Dies ergab eine repräsentative Befragung bei 7500 ArbeitnehmerInnen in 19 EU-Mitgliedsländern. Etwa zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland bringen pro Jahr einen Verbesserungsvorschlag ein.
Dr. Sandra Ohly und Dr. Zan Strabac (Universität Frankfurt) präsentieren in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" Befunde und Konsequenzen der Studie. Eine wichtige Folgerung lautet:
Mitarbeiter, die einen Verbesserungsvorschlag unterbreitet haben, sollten fair behandelt werden.
- Für die prozedurale Fairness sind zu beachten: Konsistenz in der Anwendung von Entscheidungsregeln, Vermeidung von Voreingenommenheit, Entscheidung basiert auf akkuraten Informationen, Korrigierbarkeit der Entscheidung, Repräsentation der beteiligten Parteien bei der Entscheidung - und ethische Gültigkeit.
- Für die interaktionale Fairness sind wichtig: Begründungen der Entscheidung, Ehrlichkeit, Respekt und Angemessenheit im Umgang.
"Führungskräfte und Verantwortliche im Vorschlagswesen sollten für diese Kriterien sensibilisiert werden", empfehlen die Psychologen. Und: Werden Entscheidungen zeitnah gefällt, freuen sich die Betroffenen und reagieren positiv.
Sandra Ohly, Zan Strabac
Verbesserungsvorschläge, Fairness und Arbeitszufriedenheit: Ergebnisse aus einer repräsentativen Stichprobe Europäischer Arbeitnehmer
in: "Wirtschaftspsychologie" Nr. 2/2008 (Themenausgabe: "Gerechtigkeit in Organisationen", herausgegeben von Gabriele Jacobs und Claudia Dalbert)







