(openPR) Bei REMMERT bewegt sich viel: Das Unternehmen entwickelte sich vom Anbieter von Automatiklagern zum Spezialisten für lagerlogistische Gesamtlösungen im Bereich Langgut und Blech. Wir sprachen mit Geschäftsführer Matthias Remmert über neue Impulse für die Blech verarbeitende Industrie, die perfekte Verknüpfung von Lager und Produktion sowie Innovationen aus seinem Unternehmen.
Redaktion: Herr Remmert, was sind die Marktanforderungen von morgen und wo sehen Sie neue Impulse für die Blech verarbeitende Industrie?
Matthias Remmert: Meiner Meinung nach gewinnt die Optimierung intralogistischer Prozesse innerhalb der Produktion immer stärker an Bedeutung. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine profitable Blechbe- und -verarbeitung ist ein perfektes Materialhandling. Denn auch die leistungsstärkste Bearbeitungsmaschine arbeitet nur so effizient, wie es der Material- und Informationsfluss innerhalb der Produktion erlaubt. Das größte Optimierungspotenzial liegt daher aus meiner Sicht in der Realisierung eines durchgängigen effektiven Prozesses – letztlich eine Prozessautomation von der Beschickung bis zur Bereitstellung an die nachfolgenden Bearbeitungsmaschinen.
Redaktion: Wie reagieren Sie auf diese Marktanforderung?
Matthias Remmert: Wir investieren kontinuierlich in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte. Dadurch haben wir nicht nur neue Standards für Lager- und Softwaresysteme gesetzt, sondern auch intelligente Handhabungssysteme zur Integration verschiedenster Produktionsprozesse entwickelt. Heute sind wir einer der wenigen Anbieter, der Blech verarbeitenden Unternehmen eine vollintegrierte Automation der kompletten Fertigungskette anbietet – also die perfekte Verknüpfung von Lager, Automation und Bearbeitungsprozess. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserem Unternehmenserfolg deutlich wider.
Redaktion: Sie sprechen von vollintegrierten Blechbearbeitungsprozessen. Können Sie uns ein Beispiel geben?
Matthias Remmert: Mit unserer vollautomatischen Blechzelle bieten wir Industrieunternehmen alle Komponenten aus einer Hand an. Die Lösung umfasst je nach Anforderung z. B. ein vollautomatisches Blechlager mit integrierten Bearbeitungsmaschinen sowie ein intelligentes Lagerverwaltungssystem (PRO WMS) in Verbindung mit einer prozessorientierten Fertigungsleitsoftware (PRO FMS). Wir schließen alle marktgängigen Bearbeitungsmaschinen direkt ans Lager an und integrieren die Blechzelle in den Informations- und Materialfluss des Unternehmens. Durch diese Lösungen erreichen wir eine Produktivitätssteigerung für unsere Kunden um bis zu 60 Prozent.
Redaktion: Wodurch unterscheidet sich Ihre neue Blechzelle von Lösungen anderer Anbieter?
Matthias Remmert: Wissen Sie, viele sprechen schon seit Jahren von mannloser Blechfertigung, real wird allerdings in den meisten Fällen eine mannarme Produktion umgesetzt. Zum Beispiel erfolgt die Absortierung von Fertigteilen an Lasermaschinen größtenteils noch manuell. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Markt lange Zeit keine adäquate Absortierlösung bot. REMMERT gewährleistet – insbesondere durch die Neuentwicklungen der vergangenen Jahre – durchgängig mannlose Prozesse. Gleichzeitig bietet unsere neue Blechzelle größtmögliche Flexibilität. Dies ist bspw. der Hintergrund für die Entwicklung unseres eigenen Systems zur Laserbeschickung und -entsorgung. Im Gegensatz zu den bisherigen marktüblichen Lösungen ist unser Modul herstellerunabhängig. Sollte sich bspw. der Anwender im Falle einer Ersatzinvestition für den Laser eines anderen Herstellers entscheiden, kann das Handlingssystem problemlos an den neuen Laser angeschlossen werden. Wenn man bedenkt, dass unsere vollautomatischen Lagersysteme eine durchschnittliche Lebensdauer von über 20 Jahren haben, Blechbearbeitungsmaschinen jedoch eine Produktiv-Lebensdauer von nur rund fünf Jahren, liegt der Vorteil dieses Systems auf der Hand.
Redaktion: Sie haben außerdem Ihre bestehenden Systeme verbessert. Was ist hier neu?
Matthias Remmert: Durch intensive Marktanalysen und Kunden-Workshops investieren wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Lager- und Softwarelösungen. Unsere Blech- und Langgutlager sind heute schneller, robuster und arbeiten kosteneffizienter. In Bezug auf die Lagersoftware entwickelten wir eine neue grafische und intuitive Benutzeroberfläche, die es Mitarbeitern ermöglicht, das System ohne intensive Einarbeitung zu bedienen.
Redaktion: Wodurch zeichnen sich Ihre Lösungen im Allgemeinen aus?
Matthias Remmert: Wichtig ist: REMMERT bietet keine 08/15-Lösungen. Wir hinterfragen die Ausgangssituation, die Anforderungen und die Ziele unseres Kunden, um dann mit ihm gemeinsam die beste Lösung zu erarbeiten. Entscheidend ist auch: Wir liefern zukunftssichere Systeme, die mit der Produktion unseres Kunden wachsen. Unsere Lösungen basieren auf Standardsystemen mit einem sehr hohen Konfigurierungsgrad. Damit erfüllen sie sowohl die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen als auch die Bedürfnisse großer Unternehmen.
Redaktion: Was haben Sie für die Zukunft geplant?
Matthias Remmert: Unter anderem werden wir die Internationalisierung unseres Geschäftsbereichs stärker ausbauen. Neben der Weiterentwicklung unserer Kernmärkte – neben Deutschland sind das Österreich, die Schweiz und die USA – planen wir beispielsweise die Erschließung neuer Regionen. Optimierte Lager- und Bearbeitungsprozesse gewinnen überall auf der Welt an Bedeutung.
Stand: Oktober 2008
Umfang: 5.482 Zeichen inklusive Leerzeichen
Fotos: 1. Matthias Remmert, Geschäftsführer REMMERT
2. vollintegrierte Blechbearbeitungszelle
3. Blechzelle mit Sortierroboter







