(openPR) Das Erstlingswerk von Murat Uyurkulak sorgte nach Erscheinen für großes Aufsehen. Der Roman auf hohem sprachlichen Niveau bricht sämtliche Tabus. Mit »Zorn« hat der junge Autor die inoffizielle Geschichte der Türkei seit den 50ern bis heute geschrieben.
Zufällig reisen ein alter Kämpfer, mit Beinamen »der Dichter«, und ein junger Enthusiast im selben Zugabteil nach Diyarbakir. Sie trinken, rauchen Hasch, reden, bis der Dichter auf einmal dem jungen Mann ein Aktenbündel mit Manuskripten in die Hand drückt und sagt: »Los, lies!«. Die lose miteinander verwobenen Erzählungen, Beschreibungen und Gespräche handeln, wie der junge Mann bald feststellt, von seinem Vater, den er nie kennen gelernt hat. Gleichzeitig wird damit die Geschichte einer ganzen Generation erzählt, die die Hoffnung auf eine Revolution nie aufgegeben hat.
Murat Uyurkulak, geboren 1972 in Adin, studierte Jura, später Kunstgeschichte in Izmir. Er brach beides ab, zog nach Istanbul und arbeitete dort u. a. als Kellner, Übersetzer, Journalist und Verleger. Heute ist er Auslandskorrespondent der Tageszeitung »Bir Gün«. Uyurkulak gilt als eine wichtige literarische Stimme in der zeitgenössischen türkischen Literatur.
20. Oktober 2008, 19.30 Uhr, Eintritt 5 Euro
Veranstaltungsort: VIA Berlin gGmbH, Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin
Anmeldung: ![]()





















