(openPR) Teams aus ParlamentarierInnen und BürgerInnen in 23 Städten beteiligen sich an der Klima-Bündnis-Kampagne „Stadtradeln“. Ausgezeichnet werden die radaktivste Stadt sowie das radaktivste Kommunalparlament in Deutschland. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Imageförderung des Fahrrads als Null-Emissions-Fahrzeug. Dieter Walch, Klima-Experte und prominenter Unterstützer der Kampagne: „Wir können die Ziele der Bundesregierung zur Emissionsminderung nur erreichen, wenn wir fossile Energie einsparen. Dazu zählt in den Städten ein möglichst emissionsfreies Transportsystem.“
Noch bis Ende Oktober radeln die TeilnehmerInnen während eines dreiwöchigen Aktionszeitraums für den Klimaschutz und einen guten Zweck vor Ort. Bisher legten die 1.300 teilnehmenden RadfahrerInnen, darunter 155 Mitglieder der Stadtparlamente, rund 180.000 Kilometer mit dem Rad zurück. Sie haben damit ihr Ziel von 40.000 Kilometern, eine symbolische CO2-freie Erdumrundung, schon jetzt weit übertroffen.
Derzeit läuft das Rennen in 13 Städten, wie etwa in Erlangen, Nordhorn und Nürnberg. In Bamberg und Tübingen stehen die TeilnehmerInnen schon in den Startlöchern und warten auf den Startschuss. In acht Städten, darunter Achim, Frankfurt am Main und Wernigerode, wurde die Aktion bereits erfolgreich abgeschlossen.
In der Stadt Offenbach am Main startete die Kampagne. Die 78 TeilnehmerInnen legten in den drei Aktionswochen erstaunliche 16.896 Kilometer mit dem Rad zurück und sparten, verglichen mit dem Durchschnitt der Autoflotte, rund 3,4 Tonnen CO2 ein. Die Kinder- und Jugendfarm, eine Lern- und Freizeiteinrichtung in Offenbach, freute sich besonders über dieses Ergebnis. Sie erhielt pro erradelten Kilometer eine Spende von 30 Cent von der Energieversorgung Offenbach. So kam die stolze Summe von 5.000 Euro zusammen, die während der Ehrung der StadtradlerInnen auf der Messe der Mobilität überreicht wurde.
Höhepunkte in den Städten waren Stadtradel-Aktionstage. Alle BürgerInnen waren eingeladen, fleißig Fahrradkilometer zu sammeln. Der Münchner Bürgermeister Hep Monatzeder und StadträtInnen demonstrierten am Radl-Rekord-Tag mit knapp 300 RadfahrerInnen für klimafreundliche Mobilität. Gemeinsam fuhren sie auf einer 15 Kilometer langen, für den Autoverkehr gesperrten Strecke vom Deutschen Museum zum Englischen Garten. Auch die Städte Achim, Filderstadt, Konstanz, Schorndorf und Schwabach forderten ihre BürgerInnen auf, am Radel-Aktions-Sonntag während der Europäischen Woche der Mobilität für das Klima in die Pedale zu treten. EinwohnerInnen in Neumarkt i.d.OPf. haben noch am 3.Oktober die Gelegenheit, sich am Aktionstag zu beteiligen und Preise rund ums Fahrradfahren zu gewinnen.
Stadtradeln hat positive Nebeneffekte. Hans-Joachim Kosubek, Beigeordneter der Stadt Worms, sagte: „Die Ratsmitglieder erleben und erfahren damit die Wormser Radwege hautnah und können danach vielleicht sogar konkrete Verbesserungsvorschläge machen.“ Für die Frankfurter Stadtverordnete Silvia Momsen, Radlerin im Team Mauersegler, haben der Tag und seine Zeiteinteilung eine andere Bedeutung bekommen. In ihrem Bericht übers Stadtradeln schreibt sie: „Der Blick für schöne gemütliche Radelwege schärfte sich. So entdeckte ich wunderschöne Häuser und Gärten in den ruhigen Seitenstraßen, Durchfahrten, wo kein Auto lang fährt, Kunstwerke in Parks, die ich noch nie gesehen hatte.“
„Stadtradeln“ ist eine Klima-Bündnis-Kampagne zur vom 16. bis 22. September stattfindenden Europäischen Woche der Mobilität. Die Aktion wird als Imagekampagne zur Förderung des Radverkehrs vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt. „Stadtradeln“ wird 2009 fortgesetzt und sucht sowohl radfahrinteressierte StadtparlamentarierInnen als auch BürgerInnen.
Weitere Informationen:
Sabine Morin, Tel: 069-717139-14
http://www.stadtradeln.de
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Teilnehmende Städte
Achim, Ansbach, Bamberg, Erlangen, Filderstadt, Frankfurt am Main, Friedrichsdorf, Hanau, Konstanz, Kronberg, Marburg, Mörfelden-Walldorf, München, Neumarkt i.d.OPf., Nordhorn, Nürnberg, Offenbach am Main, Potsdam, Schorndorf, Schwabach, Tübingen, Wernigerode und Worms









