(openPR) Frankfurt, 11. September 2008
Der Rücktritt des bisherigen SPD-Vorsitzenden Kurt Beck vergangenen Sonntag schlägt immer noch hohe Wellen. Während die einen schockiert und überrascht sind, reagieren andere mit Erleichterung – die Umfragewerte der SPD waren zuletzt auf ein historisches Tief gesunken. Was hat Beck zu Fall gebracht? Eine Intrige? Sein Führungsstil? Sein öffentliches Image?
Der Psychologe und Führungskräftetrainer Rainer Niermeyer sagt dazu: „Kurt Beck hat sicherlich einen hohen Sympathiefaktor vor dem Hintergrund einer wahrgenommenen Authentizität. Andererseits zeigt er ein hohes Maß an Unprofessionalität im Umgang mit einer krisengeschüttelten Partei. Dabei ist es sekundär, ob er nicht anders will oder kann.“
Damit spricht Niermeyer ein Grundproblem in der Diskussion um gute Führung im Allgemeinen an: Authentizität. In seinem Buch Mythos Authentizität. Die Kunst, die richtigen Führungsrollen zu spielen, dass soeben erschienen ist, stellt der Autor eine provokante These auf: Führungskräfte, die im Berufsleben immer in vollkommener Übereinstimmung mit ihren Gefühlen und Impulsen handeln würden, hätten keine Chancen auf Erfolg.
Anhand prominenter Beispiele und mit vielen praktischen Tipps zeigt Niermeyer, dass erfolgreiche Führungskräfte niemals wirklich authentisch, sondern in der Lage sind, verschiedene Rollen glaubhaft, professionell und souverän auszufüllen.










