(openPR) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert zusammen mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) die Teilnahme junger Unternehmen an verschiedenen internationalen Leitmessen. Jetzt bekommen Newcomer auch im Rahmen der Automechanika erstmalig die Chance, ihre erfolgversprechenden Produkte zu präsentieren.
Gewürdigt werden die Firmen vor allem wegen ihrer Innovationskraft. Ihre Ideen beweisen, dass sie wissen, wo Auto- und Teilehersteller, Werkstätten und Autohäuser mit Problemen zu kämpfen haben. Entwickelt wurden geniale und doch einfache Lösungen wie der Nietenknacker, oder eine Pumpe, die der aggressiven AdBlue-Lösung standhält oder ein SMS-Dienst, der den Abverkauf von Autos ankurbelt. Egal, ob 20-Mitarbeiter-GmbH, Familienunternehmen oder Ein-Mann-Betrieb, hier bewegt sich etwas, weil alle mit anpacken und von ihren Produkten überzeugt sind.
So wie Tim Eckart, für den gilt: Ein Mann – eine Idee. Im Alleingang hat er ein Ölwechselsystem für Automatikgetriebe entwickelt, das er auf dem Gemeinschaftsstand des BMWi in der Galleria 1/ Süd vorstellen wird. Das Besondere: Mit seiner Entwicklung ist ein kompletter Austausch des Getriebeöls möglich. Dadurch werden alle Rückstände beseitigt, die sonst als Ablagerungen zu Fahrzeugdefekten führen würden. „Mit weniger Technik und günstigen Anschaffungskosten einen ergiebigeren Ölwechsel – das ist doch was!“, resümiert Eckart (der 36-Jährige) stolz.
Premiere feiert auch die „carinfo-message“ der Automobil-Message GmbH zur Automechanika. Der neue SMS-Dienst des Münchener Unternehmens hilft Autohändlern beim Abverkauf ihrer Fahrzeuge. Für jedes Auto im Fuhrpark wird ein Car-Code erstellt, den interessierte Suchende per SMS an eine zentrale Nummer schicken. Dafür erhalten sie die zentralen Fahrzeugdaten und den Händlerkontakt zur Information aufs Handy. Der Händler erhält im Gegenzug eine E-Mail mit dem Kundenkontakt, um den Interessenten aktiv mit einem Angebot anzusprechen. „Unser SMS-Dienst soll die Effizienz der Autohäuser bei Verkauf und Service steigern. Wir wollen der Branche damit eine Lösung bei Abverkaufsproblemen bieten“, unterstreicht Geschäftsführer Peter Henzler.
Tobias Jessberger und sein Vater Kurt Jessberger haben zwar nichts gegen AdBlue, eine Lösung zur Nachbehandlung von Abgasen. Gegen deren Aggressivität allerdings schon. Deshalb hat das Unternehmen für Fass- und Behälterpumpen eine Spezialpumpe entwickelt, die von der aggressiven Flüssigkeit nicht angegriffen wird und lange im Einsatz bleiben kann.
Der Respekt vor Common-Rail-Dieselmotoren ist groß. „Gerade in Kfz-Ausbildungszentren und Werkstätten gibt es Berührungsängste, wenn ein defekter Motor begutachtet werden muss. Das ist ein großes Problem“, beurteilt Tobias Lehnert, Geschäftsführer der Firma Friedrich Lehnert die Situation. Mit seinen zwei Mitarbeitern hat er einen Diagnosekoffer für Common-Rail Hochdruck-Injektoren entwickelt, der eine ideale Lösung für die komplexen Dieselmotoren bietet. Das Prüfgerät wird in das Kreislaufsystem des Common-Rail-Motors eingebunden, ohne es zu unterbrechen. Dadurch bleibt der Druck von 16 bar im gesamten System konstant und gemessen werden kann sogar während der Autofahrt.
Dankbar für die Förderung durch das BMWi ist auch die TechnoAss GmbH, da ein Messeauftritt für das kleine Team ansonsten nicht zu stemmen gewesen wäre, so Firmenchef Peter Hilje. Seinen Nietenknacker, eine Zange zum effektiven Entfernen von Nieten, hat er aus eigener Initiative entwickelt. „Wenn ich mein Ohr am Markt habe, weiß ich, wo die Probleme liegen. Ich tüftle dann so lange bis ich eine Lösung parat habe“, sagt Hilje.
Auf Kundenservice setzt auch die Mobilserv GmbH. Das Hamburger Unternehmen unterstützt Autohäuser in ganz Deutschland dabei, ihren Kunden auch nach Geschäftsschluss eine umfassende Notfalllogistik anzubieten. Damit sichern sie sich die Bindung zu ihren Kunden ohne selbst eine eigene Unfall- und Pannenhilfe aufzubauen.
Die Inmess Produktion GmbH fertigt mit 12 Mitarbeitern in Bremen Maschinen und Vollautomaten für die Reifen-, Automobil- und Zuliefererindustrie. Unter Einsatz modernster Technik und innovativer Verfahren werden außerdem Messmaschinen für Werkstätten und den Reifenhandel produziert. So zum Beispiel die Reifengleichförmigkeitsmaschine, die das Team um Robert Hannig auf dem Gemeinschaftsstand präsentieren wird.
Die Förderung des BMWi umfasst die Übernahme von 80 Prozent der Kosten für Standmiete und Standbau. Ausgewählt wurden Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben, jünger als 10 Jahre sind und die gültige EU-Definition für ein kleines Unternehmen erfüllen (maximal 50 Mitarbeiter, Jahresumsatz von höchstens 10 Millionen Euro).









