(openPR) Ein Würfel im Barockgarten, eine Bronze-Replik des Hominidenschädels von Sangiran und unterschiedlichste Kunstwerke internationaler Künstler im Gohliser Schlösschen zu Leipzig: „Harmonie der Kontraste“ – der Name ist Programm.
Der Leipziger Künstler Günther Rothe inszeniert von Leipzig aus den Auftakt seiner Welttournee ICHBINICH – EGOUNIVERSUM. Ein Projekt, welches er fünf Jahre lang vorbereitet hat und das seinen Anfang im altehrwürdigen Naturmuseum und Forschungsinstitut Senckenberg zu Frankfurt nahm.
Prof. Dr. Schrenk präsentierte Rothe die rund 1,2 Millionen Jahre alte Schädeldecke eines Vor-Menschen, entdeckt 1937 in Sangiran auf der Insel Java (Indonesien). Von ihrem Anblick tief beeindruckt, erkannte Rothe diesen verwitterten Vorläufer des Homo sapiens als einen Menschen wie Du und ich – und als „Ich-Universum“ mit freiem Willen ein idealer Indikator für das Frühstadium einer Evolution, auf deren Zeitschiene sich die Entwicklung irdischen Lebens bis heute vollzieht.
Seit diesem Schlüsselerlebnis arbeitet Rothe am Projekt einer wandernden Welt-Ausstellung. In einer der „Wiegen der Menschheit“ war Rothe einem Fanal begegnet, das seinen vielfältigen, von Musik, Malerei, Architektur, Design und Grafik, aber auch von der aussterbenden Kulturtechnik des Lichtdrucks bestimmten Interessen als „Fixpunkt und Aufhänger“ dienen konnte (Rothe). Sein weltumspannendes Kunstprojekt ICHBINICH – Egouniversum soll im Lauf eines Jahrzehnts sämtliche Erdteile berühren und dabei Exponate aller Kulturen und Denkrichtungen zum Diskurs über Zustand und Zukunft des Planeten Erde animieren. Im Zentrum: Eine Bronze-Replik des Hominidenschädels von Sangiran. Im Umfeld: Arbeiten internationaler und einheimischer Künstler, die unter dem Rubrum „Harmonie der Kontraste“ die Idee EGOUNIVERSUM paraphrasieren.
Um unabhängig zu sein von Museen und Kunsthallen, die Jahre im Voraus gebucht sind, plant Rothe einen mobilen großen Würfel, dessen Inneres begehbar ist. Neben der Beherbergung der Kunstwerke soll dieser Würfel außerdem als Plattform für Veranstaltungen und dem sich aus dem Projekt resultierenden kosmopolitischen Dialog dienen. Mit dem im Jahre 2007 realisierten Probelauf in Berlin wurden die kühnsten Erwartungen übertroffen: täglich strömten die Menschen in den auf Zeit errichteten Pavillon – insgesamt 20.000 Besucher in 14 Tagen!
Die Ausstellung „Harmonie der Kontraste“, integriert in das Projekt : „ICHBINICH – EGOUNIVERSUM“ zeigt in Leipzig vom 28. August bis 19. Oktober 2008 verschiedene Kunstwerke international hochkarätiger Künstler.
Diese haben sich in ihren Arbeiten allesamt an einem Thema orientiert: „ICHBINICH – EGOUNIVERSUM“. Die Werke geben faszinierende Interpretationen der Fragen „Wo komme ich her und wo ist mein Platz in der endlosen Kette des Daseins?“ wieder und beschäftigen sich mit dem ICH.
Präsentiert werden Werke von Louise Günther, Andrea Hilger, Rolf Kuhrt, Jean Miotte, Heinz-Josef Mess, Sandro Porcu, Jim Whiting, Dirk Gummel und Günther Rothe. Flexibel und individuell spiegeln sich mit diesem Kunstprojekt alle Facetten von Individualität wieder. Schon heute gibt es vielzählige Offerten internationaler Künstlerkollegen, weltweit am „ICHBINICH – EGOUNIVERSUM“ mit zu wirken. Der als Begleitprogramm geplante internationale Dialog zwischen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Philosophie, Kunst und Gesellschaft verspricht das EGOUNIVERSUM so einmalig zu machen, wie es die Schädelknochen des Urmenschen bereits sind.
Dass Rothe diesmal weite Wege gescheut und seine Equipe mit Künstlern komplettiert hat, die in oder nahe Leipzig ihre Basis haben, ist übrigens kein Versehen: Sondern Hommage an eine Stadt im Aufbruch, die Künstler jeder Richtung und Couleur in ihrem Kampf um gute Kunst mit Offenheit begleitet.
www.harmonie-der-kontraste.de









