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JPMorgan Asset Management - Der chinesische Drache ist längst erwacht

(openPR) Olympische Spiele sind ein Höhepunkt im nachhaltigen Wandlungsprozess
- Ländliche Provinzen auf dem Vormarsch
- Langfristige Investmentchancen in China nutzen



Frankfurt, 8. August 2008 – Wenn heute in Peking die Olympischen Spiele eröffnet werden, ist das für das Reich der Mitte ein symbolischer Moment: Gilt doch die acht als Glückszahl und das Datum 08.08.2008 als besonders vielversprechend. Die Ziffer acht – «ba» auf Hochchinesisch und «fa» auf Kantonesisch – steht nämlich für Reichtum und Gewinn in allen Lebensbereichen. Dass die Spiele genau um 8 Minuten nach 8 Uhr abends Ortszeit beginnen, ist also mehr als eine nette Zahlenspielerei, sondern soll der Veranstaltung, den Sportlern, den internationalen Gästen und ganz China Glück bringen.

So schaut die Welt nach China, für das 2008 bisher eher schwierig war – Unwetter in verschiedenen südchinesischen Provinzen sowie das Erdbeben in Sichuan, Diskussionen um Menschenrechte, Pressefreiheit und die Tibetpolitik statt Olympia-Vorfreude und Fackellauf-Begeisterung und nicht zuletzt eine sehr unruhige Börse mit einer Halbierung des Indexwertes der lokal gehandelten A-Aktien in Shanghai seit Jahresbeginn. Das „Jahr der Ratte“ sollte traditioneller Überlieferung nach voller Chancen sein – bisher hat es dem Reich der Mitte allerdings noch nicht so viel Glück gebracht wie erhofft. Doch die Olympischen Spiele sind nach Einschätzung der Experten von JPMorgan Asset Management auch nicht als Startschuss und Haupteinflussfaktor für Chinas Anschluss an die Industriestaaten zu sehen, sondern als ein Schritt im Übergangsprozess. „Langfristig ist die Entwicklung Chinas nicht aufzuhalten und wird auf verschiedenen Ebenen weiter umgesetzt“, erläutert Christoph Bergweiler, Leiter Distribution Sales bei JPMorgan Asset Management in Frankfurt.

Höhere Wertschöpfung

„So hat sich China im letzten Jahrzehnt ökonomisch von der ‚Werkbank der Welt’ zum globalen Player gemausert und konnte die Wertschöpfungskette kontinuierlich ausbauen.“ Beispielsweise hat sich der Export von Produkten mit niedriger Wertschöpfung wie Bekleidung, Schuhen oder Möbeln hin zu anspruchsvolleren Produkten wie technischen Betriebsmitteln oder Kommunikationsausstattung verlagert, parallel steigen die Lohnkosten. Dies hilft den Chinesen, Inflationssorgen zu begegnen, die durch steigende Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise sowie der – trotz Gegenmaßnahmen der Zentralbank – steigenden Währung hervorgerufen werden.

Ländliche Provinzen auf dem Vormarsch

Die Anlageinvestitionen sind in der ersten Jahreshälfte deutlich um 26,8 Prozent angestiegen. Infrastrukturinvestitionen erfolgen dabei nicht nur in Peking und den prosperierenden Küstenregionen, sondern vor allem in den ländlichen Inlandsprovinzen. Die Expansion in den Westen Chinas unterstützt die Regierung durch Steuervorteile für die beteiligten Unternehmen, der Trend der Bevölkerungsabwanderung konnte damit bereits gestoppt werden. „Das zeigt, dass auf lange Sicht das ganze Land vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren sollte“, unterstreicht Bergweiler.

Infrastrukturmaßnahmen betreffen vor allem die Energieerzeugung, denn hier ist China nach wie vor Netto-Importeur. Mit den Investitionen soll die Versorgungssicherheit erhöht werden. Aber auch der Ausbau der Logistikkapazitäten wie Flug- und Seehäfen, Straßen oder Brücken ist notwendig, um die produzierten Güter in den Exportkreislauf zu bringen. Mit den Einkommen steigen die Wünsche der Chinesen nach einem höheren Standard der Wohnungen, Verkehrssysteme und Telekommunikation. Die Einkommenssteigerung wirkt zudem positiv auf den Binnenkonsum – beispielsweise ist die Entwicklung eines Dienstleistungssektors und eine steigende Nachfrage nach Konsumgütern zu beobachten. Nicht zuletzt gibt es politische Zeichen für eine positive Entwicklung, wie beispielsweise die Einführung von Arbeitszeit-Regelungen, die Regulierung des Umweltschutzes und eine Vereinheitlichung des Steuersystems. Parallel wird das Bildungssystem immer besser, so dass die Entwicklung vom Billiglohnsektor auf qualitativ hochwertigere Bereiche auch mit Fachkräften gestützt werden kann

Herausforderungen erkennen

Bei allem Optimismus, dass sich die positive Entwicklung Chinas weiter fortsetzen wird, gibt es doch auch einige Punkte, die die Aussichten kurzfristig trüben können und Vorsicht nahelegen: So hat sich aufgrund des Risikoabbaus die Liquidität im Markt stark reduziert, zudem vergeben die Banken Kredite inzwischen nach strengeren Kriterien. Auch das Wirtschaftswachstum hat in der Dynamik nachgelassen. Steigende Rohstoff- und Lohnpreise könnten die Produkte „Made in China“ weniger attraktiv auf dem Weltmarkt erscheinen lassen, so dass sich Lagerbestände aufbauen. „Der langfristige Trend einer strukturellen Veränderung der Wirtschaft ist jedoch ungebrochen und der Wechsel von Landwirtschaft und Billigindustrie hin zu Dienstleistung und hochwertigen Gütern vollzieht sich nachhaltig“, betont Christoph Bergweiler. Deshalb seien die Olympischen Spiele auch nur ein Grund, nach China zu schauen. „Für Investoren ist die Veröffentlichung des nächsten Fünfjahresplans Ende des Jahres ein viel wichtigeres Datum, wenn die nächsten Schritte in der Entwicklung der Inlandsprovinzen verkündet werden.“

Interessante Zahlen und Fakten aus dem Reich der Mitte: Wussten Sie, dass…
- 99 Prozent der chinesischen Haushalte lediglich 33 Prozent des Vermögens besitzen?
- für die Olympischen Spiele im letzten Jahr nur 2 Prozent von Chinas Ausgaben aufgewendet wurden (48 Milliarden der 2007-Gesamtausgaben in Höhe von 1,7 Billionen US-Dollar)?
- 95 Prozent der jährlichen Infrastrukturausgaben die Inlandsprovinzen und nicht die Küstenregion betreffen?
- 48 Prozent der chinesischen Exporte Produkte mit hoher Wertschöpfung (Maschinen und Anlagen) sind und nur 25 Prozent Produkte mit niedriger Wertschöpfung (Textilien, Spielwaren etc.)?
- 70 Prozent der weltweit produzierten Laptops in China hergestellt werden?
- der Automobilsektor mit 93 Prozent Steigerung das größte Exportwachstum 2007 vorlegte, gefolgt von Transport (50 Prozent), der Automobil-Zulieferindustrie (39 Prozent), medizinischen Instrumenten (36 Prozent) und hochwertigen Elektronikartikeln (27 Prozent)?

JPMorgan Funds – JF China Fund
ISIN A (acc) USD: LU0210526637
ISIN A (dist) USD: LU0051755006
Fondsmanager:Shumin Huang / Howard Wang
Vergleichsindex: MSCI China 10/40 Capped Index (Total Return Net)
Auflegungsdatum: 4. Juli 1994
Fondsvolumen: 2,7 Mrd. US-Dollar

JPMorgan Funds – JF Greater China Fund
ISIN A (acc) USD: LU0210526801
SIN A (dist) USD: LU0117841782
Fondsmanager: Howard Wang | Emerson Yip
Auflegungsdatum: 18. Mai 2001
Vergleichsindex: MSCI Golden Dragon Index (Total Return Net)
Fondsvolumen: rund 600 Millionen US-Dollar

Beides Teilfonds der Luxemburger SICAV JPMorgan Funds

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