(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Obwohl die Heizölpreise am heutigen Freitag ein wenig zulegten, so hat der fast 14tägige Abwärtstrend doch für eine größere Entspannung am Markt gesorgt. Gestützt von den stetig fallenden Rohölnotierungen liegt der Gesamtrückgang vom letzten Jahreshoch heute bei über sieben Euro pro 100 Liter. Gleichzeitig fiel der Bundesdurchschnittspreis für die 3.000 Liter-Partie erstmals seit Anfang Juni am Donnerstag wieder unter die Marke von 91 Euro pro 100 Liter. Aufgrund sich etwas stabilisierender Rohölnotierungen ging es aber heute wieder ein wenig bergauf mit einem bundesdurchschnittlichen Anstieg von circa 0,46 Euro pro 100 Liter.
Dieser Anstieg und damit der abrupte Stopp des Abwärtstrends begründen sich mit der Entwicklung der Rohölnotierungen seit dem Donnerstagnachmittag. Mit Beginn des NYMEX-Handels zeigten sich die Kontrakte gestern Abend stark schwankend, stabilisierten sich aber nach dem Rückgang auf einem 7-Wochen-Tief. Die Märkte befanden sich im Spannungsfeld zwischen der Angst vor weiter fallender Nachfrage einerseits und geopolitischen Auftriebskräften andererseits.
Auf der preisstützenden, geopolitischen Seite ist besonders Nigeria im Blickpunkt, wo nicht nur mit der Schließung von Öl- und Gas-Einrichtungen im Bereich des Niger-Deltas gedroht wird, sondern mittlerweile auch die Tankwagenfahrer streiken wollen. Ferner sorgt der Dollar und mit ihm die US-Aktienkurse für eine wechselnde Beeinflussung der Ölpreise.
Daher blieben die Preise im heutigen Tagesverlauf schwankend. Der Unterton gilt jedoch als weiterhin weich. Saudi Arabien hat seine Förderquote im Juli um 200.000 Barrel pro Tag gesteigert. Bei gleichzeitig gesunkenen Ölpreisen wird auf dem Weltmarkt wieder mehr Rohöl eingekauft, heißt es. Die jüngste Stärke der US Währung brachte zusätzliche Kaufanreize.
Am frühen Nachmittag, kurz vor Redaktionsschluss, standen die Notierungen nur knapp über den Vortagesschlusswerten bei rund 126,50 Dollar pro Barrel.
Die Entwicklung der deutschen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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