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Graffitolog_08

18.07.200820:43 UhrKunst & Kultur
Bild: Graffitolog_08
Flyer Graffitolog 08
Flyer Graffitolog 08

(openPR) Wie öffentlich ist der urbane Raum noch? Wem gehört er? Wie wird er genutzt? Welche Formen von Macht- und Gewaltverhältnissen der Gesellschaft spiegeln sich in ihm wieder? Mit diesen Fragen setzt sich das politische Kunstprojekt Graffitolog auseinander, wenn es darum geht Graffiti im Zusammenhang mit der Rolle des urbanen Raumes in unserer Gesellschaft zu verhandeln.



Zum sechsten Mal findet dieses Jahr Graffitolog, vom 08.08. bis zum 24.08., in der Alten Feuerwache statt, einem selbstverwalteten soziokulturellem Zentrum, dessen Ziel es ist, gesellschaftlich verursachte Benachteiligungen sichtbar zu machen und auszugleichen. Von diesem für das kulturelle Leben der Stadt Köln wichtigen Ort ausgehend, umfasst der diesjährig stattfindende Graffitolog verschiedene Kunstaktionen: eine Hall of Fame, eine offen zugängliche Fläche zum legalen Malen auf dem Gelände der Alten Feuerwache wird eröffnet; eine etwas andere Stadtführung findet statt, welche die Orte des Geschehens zeigt: die Straße als eigentlicher Ort von Graffiti und Streetart; eine Diskussionsveranstaltung mit verschiedenen Rednern und Filmabende mit Graffitidokumentationen bilden den informativen Teil des Projektes. Insgesamt wird das Rahmenprogramm begleitet von Konzerten. Zentraler Anlaufpunkt ist eine Ausstellung junger KünstlerInnen aus dem Graffiti- und Streetartumfeld, die als Begegnungs- und Kommunikationsraum die Basis der Veranstaltung darstellt. Hier wird ein Ort geschaffen, der den Austausch über Graffiti bzw. generell über öffentlichen Raum und dessen Nutzbarkeit auch mit Personen außerhalb der Szene ermöglicht.

Initiiert wird das Projekt von der Gruppe Casanova aus Köln, einem offenen Netzwerk, das sich aus GraffitimalerInnen, WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, SozialarbeiterInnen und interessierten BürgerInnen zusammensetzt. Es geht dieser seit 2000 bestehenden unabhängigen Initiative darum, gerade im Hinblick auf den repressiven Umgang mit der Graffitiszene, alternative Konzepte im Umgang mit Straßenkunst bzw. allgemein mit der Politik und Ästhetik im städtischen Raum zu entwickeln.

So wird Graffiti als Ausgangspunkt genommen, um sich mit der politischen und gesellschaftlichen Bedeutung von öffentlichem Raum innerhalb einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft auseinander zu setzen. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Privatisierung städtischen Raumes und dem verschärften Sicherheitsdiskurs der letzten Jahre, bekommt eine Auseinandersetzung mit Graffiti eine deutlich politische Dimension. Wenn in das gewünschte homogene Erscheinungsbild von städtischem Raum, das einen ungestörten Konsum ermöglichen soll, interveniert wird, wenn Menschen dort ihre Spuren hinterlassen, so wird damit auf die Rückeroberung von öffentlichem Raum verwiesen, auf Möglichkeiten sich kreativ mit der eigenen Umwelt auseinander zu setzen, im Raum zu handeln und ihn dadurch zu verändern.

Alle weiteren Infos auf:

http://www.casanova-koeln.net

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