(openPR) ad hoc Mitteilung:
München, 15. November 2002. Der Restrukturierungskurs bei Nemetschek zeigt Wirkung. Allein in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002 führten die Maßnahmen - vor allem ein Personalabbau von rund 200 Mitarbeitern und ein harter Sparkurs - zu einer Verringerung betrieblicher Aufwendungen (ohne Sonderaufwendungen bzw. Firmenwertabschreibung) von 10 Mio. EUR.
Das Geschäftsjahr 2002 bleibt für den Konzern schwierig. Nemetschek leidet weiterhin unter der Konjunktur- und Strukturkrise in der deutschen Bauindustrie und der anhaltenden Investitionszurückhaltung im IT-Sektor. Die Umsatzerlöse liegen per 30.09.2002 bei 77,2 Mio. EUR und damit 17,1 Prozent unter Vorjahr (93,1 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis liegt bei -8,8 Mio. EUR (Vorjahr: -30,5 Mio. EUR inkl. Sonderfirmenwertabschreibung) und ist durch Sonderaufwendungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms in Höhe von 5,4 Mio. EUR belastet. Davon entfallen 2,9 Mio. EUR auf Personalaufwendungen und 2,5 Mio. EUR auf Abschreibungen auf Firmenwerte und Sachanlagen. Das Betriebsergebnis vor Sonderaufwendungen liegt bei -3,4 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ist negativ mit -0,6 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR), ohne Sonderaufwendungen beläuft es sich auf 3,0 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag liegt bei -11,7 Mio. EUR (Vorjahr: -40,8 Mio. EUR inkl. Sonderfirmenwertabschreibung); ohne Sonderaufwendungen -4,5 Mio. EUR.
Trotz des Jahresfehlbetrages von 11,7 Mio. EUR gelang es dem Nemetschek Konzern, einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR) zu erzielen. Die liquiden Mittel belaufen sich per 30.09.2002 auf 18,7 Mio. EUR, das Eigenkapital liegt bei 52,5 Mio. EUR, das entspricht einer Eigenkapitalquote von 62 Prozent.
Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen sieht der Vorstand für 2002 keine kurzfristige Verbesserung und geht von einem Konzernumsatz von etwa 100 Mio. EUR und einem Betriebsergebnis vor Sonderaufwendungen in Höhe von etwa -4 Mio. EUR aus. Für das Jahr 2003 wird die Rückkehr in die Gewinnzone erwartet.






