(openPR) Kindesmisshandlung und Vernachlässigung in Deutschland ist ein Thema mit emotionalem Charakter. Trotz sozialer Absicherung gibt es tausende Kinder in Berlin, die durchs soziale Netz fallen. Deshalb bemüht sich der 2007 gegründete Verein Familienschutzwerk insbesondere um die Förderung von Kindern und Jugendlichen. „Soziale Armut, Arbeitslosigkeit und häusliche Probleme dürfen nicht zu Hunger führen. Wir setzen uns deshalb für die Schwächsten der Schwachen ein“, so Phil Schneider vom Vorstand des Vereins.
Mit einer Kinderküche in der neuen Kindertagesstätte im Bezirk Moabit soll Kindern jeden Alters ein zentral gelegener Anlaufpunkt zur Hilfe und Unterstützung geboten werden. „Vielen bedürftigen Eltern fällt es schwer, den monatlichen Beitrag für die Verpflegung ihrer Kinder aufzubringen. Eine regelmäßige und gute Ernährung ist aber eine grundlegende Voraussetzung für die körperliche, seelische und geistige Entwicklung von Kindern und damit auch ihres Lernens und ihres Lernerfolgs. Für uns ist es deshalb eine Herzenssache, bedürftigen Kindern täglich bei ihren Hausaufgaben zu helfen, und ihnen außerdem ein kostenfreies und gesundes Mittagessen zu bieten“, Phil Schneider weiter.
„Ich freue mich sehr über das soziale Engagement in Moabit, denn Hunger an den Berliner Schulen ist inzwischen leider keine Seltenheit mehr. Die flächendeckende Versorgung mit einer warmen Mahlzeit an Berlins Schulen gibt es immer noch nicht“, sagte Frau Scheffler, Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste.
„Elend wird in einer Metropole allzu oft unter den Teppich gekehrt. Deshalb setze ich mich für das Wohl sozial schwacher Kinder ein. Ich freue mich, dass das Familienschutzwerk bedürftige Kinder satt macht und sie mit Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe fördert“, so Jochen Senf im Gespräch mit Phil Schneider.
Schon lange fordern Experten vom Netzwerk Kinderschutz, mehr gegen die Kinderarmut zu tun, weil es sonst zu Mangelerscheinungen bis hin zu Verwahrlosung von Kindern führen kann. So wird geschätzt, dass mindestens 300.000 Kinder in Deutschland unter Vernachlässigung leiden und die Tendenz ist steigend. „Insbesondere bei Hartz IV Empfängern haben wir viele Problemkinder angetroffen, für die es mit unserer Einrichtung nun eine weitere Anlaufstelle gibt“, bemerkt Phil Schneider, „Bei uns finden die Kinder jegliche Zuwendung und Geborgenheit.“
Das Familienschutzwerk ist deutschlandweit tätig und bietet auch sexuell missbrauchten Kindern aus Berlin und Umgebung seine Hilfe an. Aufenthalte auf einem Ponyhof und Umgang mit Tieren bieten missbrauchten Kindern Ablenkung und völlig neue Erfahrungen. Fachkundige Unterstützung gibt es bei der Missbrauchsvorsorge, sowie bei der Drogen-, Alkohol- und Zigarettenprävention.
Bedürftige Kinder können unter 030 81617855 aufgenommen werden. Es sind noch einige Plätze frei.









