(openPR) Wachstum nach Plan im ersten Quartal 2002/2003
Remscheid, 29. November 2002 - Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (30. Juni 2003) hat die Edscha AG, Remscheid, Umsatz und operatives Ergebnis deutlich ausgeweitet. Wesentliche Ursache dafür war die Übernahme des Fahrzeugentwicklers IVM Automotive zum 29. Juli. IVM Automotive wird rückwirkend zum 1. Juli 2002 konsolidiert und begründet den eigenständigen, fünften Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung. Der Umsatz der Gruppe in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres übertraf mit 225,9 Mio. Euro den Vorjahreswert (177,4 Mio. Euro) um 48,5 Mio. Euro oder 27,3 Prozent. Alle Geschäftsbereiche steigerten dabei ihre Umsätze. Der neue Geschäftsbereich Fahrzeugentwicklung trug 29,6 Mio. Euro zum Umsatz der Gruppe bei. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kamen weitere 2,9 Mio. Euro aus erworbenen Gesellschaften hinzu. Ohne Akquisitionen wäre der Umsatz der Gruppe um 16,0 Mio. Euro oder 9,0 Prozent gestiegen. Damit konnte sich Edscha der anhaltenden Schwäche der Automobilmärkte erneut erfolgreich widersetzen.
Der größte Geschäftsbereich Scharniersysteme verbuchte ein Umsatzplus von 3,3 Prozent auf 131,3 Mio. Euro (127,1 Mio. Euro); die größten positiven Impulse kamen dabei aus dem NAFTA-Raum. Der Umsatz mit Cabrio-Dachsystemen übertraf mit 45,5 Mio. Euro den des Vorjahresquartals (35,1 Mio. Euro) um 29,4 Prozent. Wesentlicher Grund hierfür war die mit dem Serienstart des BMW Z4 Roadster fällige Abrechnung von Werkzeugen und Entwicklungsleistungen bei weiterhin hohen Abrufen der laufenden Produkte. Der Geschäftsbereich Betätigungssysteme steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 53,2 Prozent auf 12,4 Mio. Euro (8,1 Mio. Euro); ursächlich dafür war vor allem die Akquisition der portugiesischen Arjal zum Januar 2002, aber auch diverse Produktanläufe. Der kleinste Geschäftsbereich Lkw-Schiebeverdecke steigerte den Umsatz leicht um 1,9 Prozent auf 7,2 Mio. Euro Umsatz (7,0 Mio. Euro); die Gesellschaft Focus n.v., die seit Januar 2002 zum Konsolidierungskreis gehört, hatte daran einen Anteil von 0,2 Mio. Euro.
Das operative Ergebnis des Konzerns vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg im ersten Quartal auf 9,7 Mio. Euro nach 8,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum; das entspricht einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Die EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz betrug 4,3 Prozent nach 5,0 Prozent im Vorjahr. Die Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei unterschiedlich. Getragen von der Leistung der Werke in Deutschland, Spanien und den USA steigerte der Geschäftsbereich Scharniersysteme seine EBIT-Rendite von 4,0 Prozent auf 5,0 Prozent. Der junge Geschäftsbereich Betätigungssysteme erreichte trotz hoher Anlaufkosten für Neuserien eine EBIT-Marge von 3,4 Prozent nach -4,2 Prozent im Vorjahresquartal. Die Anlaufkosten für das Softtop des neuen BMW Z4 Roadster drückten die EBIT-Rendite im Geschäftsbereich Cabrio-Dachsysteme von 9,1 Prozent auf 7,2 Prozent. Die Kosten des Messeauftritts auf der zweijährlich stattfindenden IAA Nutzfahrzeuge im September in Hannover belasteten die EBIT-Rendite des Geschäftsbereichs Lkw-Schiebeverdecke; sie lag bei 6,9 Prozent nach 13,7 Prozent im Vorjahresquartal. Das Ergebnis des neuen Geschäftsbereichs Fahrzeugentwicklung war im ersten Quartal vor Abzug von Abschreibungen auf den Firmenwert (EBITDA) etwa ausgeglichen; danach betrug es -3,4 Prozent vom Umsatz.
Bedingt durch die fremdfinanzierte Akquisition von IVM Automotive verschlechterte sich das Finanzergebnis der Gruppe um 0,6 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern wuchs deshalb nur um 4,0 Prozent auf 3,4 Mio. Euro (3,3 Mio. Euro). Die Belastung durch Ertragsteuern stieg aufgrund steuerlich im Berichtsquartal nicht nutzbarer Anlaufverluste sowie hoher Firmenwertabschreibungen deutlich auf 3,9 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro). Die Edscha Gruppe weist deshalb im ersten Quartal 2002/2003 einen Periodenverlust von 0,5 Mio. Euro aus. Im Durchschnitt des ersten Quartals beschäftigte die Edscha Gruppe weltweit 6.332 Mitarbeiter. Der Anstieg um 1.388 Personen oder 28,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (4.944 Mitarbeiter) ist vor allem auf die Übernahme von IVM Automotive im Juli 2002 mit durchschnittlich 1.090 Mitarbeitern ausschließlich in Deutschland zurückzuführen. Der Anteil im Inland Beschäftigter stieg deshalb erstmals seit Jahren von 43 auf nahezu 50 Prozent.
Obwohl die Weltwirtschaft weiterhin kaum Zeichen der Erholung zeigt, hält der Vorstand auf Basis des guten Auftragsbestands am angekündigten Umsatzziel von 950 Mio. Euro und einer Steigerung des operativen Ergebnisses fest. Die nach dem Quartalsstichtag angekündigte Mehrheitsübernahme durch die EdCar Beteiligungs GmbH & Co. KG, München, wird keinen Einfluss auf das operative Geschäft der Edscha AG im laufenden Geschäftsjahr haben. Jedoch würde eine resultierende Restrukturierung der Passivseite die Finanzierungskosten der Edscha AG bis zum Geschäftsjahresende voraussichtlich erhöhen.
Der vollständige Quartalsbericht steht in deutscher und englischer Fassung unter www.edscha.com zur Verfügung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
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