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REWE RFID-Projekt setzt auf Drucker der InfoPrint Solutions Company

27.06.200811:48 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Die Radiofrequen-Identifikation (RFID) hat in den vergangenen Jahren Einzug in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Einrichtungen gehalten. Ihr größtes Potenzial entfaltet die kontaktlose Tracking-Technologie in den logistischen Prozessen im Handel. In ihrem Lager in Norderstedt arbeitet die REWE Group derzeit erfolgreich an einem RFID-Pilotprojekt im Wareneingang. Dabei vertraut sie auf RFID-Drucker von InfoPint Solutions – dem Joint Venture, das aus der früheren IBM Printing Division und Ricoh hervorgegangen ist.


Die REWE Group zählt zu den führenden deutschen und europäischen Handels- und Touristikunternehmen, In den Geschäftsfeldern Lebensmittelhandel, Fachmärkte und Touristik hat die Gruppe in Europa im Jahr 2007 einen Gesamtumsatz von über 45 Milliarden Euro erzielt. 290.000 Menschen arbeiten für den Konzern; in über 12.000 Einzelhandelsmärkten der Kette können Kunden aus 13 Ländern Europas einkaufen. Von großer Bedeutung für den Erfolg des Handelsunternehmens sind effiziente logistische Prozesse zwischen den Herstellern, den 89 Lagern an 24 Lagerstandorten und den Märkten.
Um die Prozesse in der Logistik zu optimieren, entschied sich das Handelsunternehmen bereits 2005 für die Einführung der RFID-Technologie. Im September 2005 startete im REWE-Lager Norderstedt ein entsprechendes Pilotprojekt. Dieses sollte wertvolle Maßzahlen für den zu erwartenden Return-on-Investment )ROI) der RFID-Technik erbringen.
Wareneingangsprozess nahtlos RFID-gestützt
Das Lager in Norderstedt beliefert 500 Penny- und REWE-Märkte mit rund 1.800 Artikeln. Für die Einführung von RFID wurden die verschiedenen Bereiche der Lagerhaltung entlang der Prozesskette mit der RFID-Technik ausgestattet. Der funkgestützte Lagerprozess gestaltet sich folgendermaßen: Vor der eigentlichen Auslieferung der Ware avisiert der Lieferant die Waren elektronisch (DESADV). Das Lagerverwaltungssystem in Norderstedt erhält damit also die Information, welche Waren und Mengen mit einer Lieferung zu erwarten sind.
Nachdem die Paletten von den Lkws geladen werden, passieren sie eines der 41 Wareneingangstore. Diese sind mit sogenannten RFID-Gates ausgestattet, die mit dem Backend-System und damit dem Lagerverwaltungssystem des Lagers verbunden sind. Hier erfolgt ein automatischer Abgleich per Funk, ob die tatsächliche Lieferung der erwarteten entspricht. Ist dies der Fall, gelangt die Ware nach und nach zu den weiteren Lagerstationen wie Gabelstapler oder Lagerplätze. „Jeder Lagerplatz ist mit einem Transponder versehen. Der Gabelstapler erfasst diesen Transponder automatisch, im Lagerverwaltungssystem wird dann verbucht, an welchem Ort die Palette eingelagert ist“, so Sven Jürgens aus dem Bereich Consulting der REWE Group.

Nach der Einlagerung folgt als nächster Schritt in der Prozesskette deren Kommissionierung für die Märkte. Hier setzt die REWE Group Rollcontainer ein, die ebenfalls mit einem Transponder ausgestattet sind. Pro gepacktem Rollcontainer werden Warenlisten erstellt, die den Märkten avisiert werden. Weil am Tag bis zu 12.000 dieser Rollcontainer das Lager verlassen, werden die RFID-Chips aus Platzmangel nicht an den Ausgangstoren ausgelesen, sondern im Vorhaus des Lagers, an dem die Lkws andocken. Sobald der Rollcontainer auf den Lkw geschoben wird, wird er identifiziert. Erhält ein Fahrer einen falschen Container, bekommt er ein Signal und kann ihn zurückweisen, was Falschverladungen verhindert. In dem Augenblick, wenn die Waren das Lager verlassen, endet der vollständig funkgestützte Lagerprozess.
RFID-Drucker komplettieren die Prozesskette
Allerdings kann diese reibungslos ineinandergreifende Kette jäh unterbrochen werden, wenn am Wareneingang eine Palette mit einem defekten RFID-Chip ankommt. In diesem Fall müssen die Lagerverwalter schnell in der Lage sein, den Transponder mit den entsprechenden Informationen nachzudrucken. „Erhält ein Lagerist eine nicht identifizierbare Palette, dann ruft er über sein Touch-Pad den RFID-Drucker auf und veranlasst einen Druckauftrag. Hierzu kann er auf die im Lager-Backend hinterlegte Avisierung der Lieferanten zurückgreifen. Der fehlende SMART-Tag wird schnell nachproduziert und auf die Palette
geklebt und der Prozessfluss kann weiter seinen Gang nehmen“, so Sven Jürgens über die Rolle der RFID-Drucker.
Die RFID-Drucker werden noch wichtiger, sobald das Lager an dem Punkt angelangt ist, an dem es sich lohnt, auch die von den Herstellern noch nicht getaggte Ware nachzuetikettieren. Dies ist in der Pilotphase noch nicht der Fall, hier läuft die Lagerhaltung zum Teil über Barcode-Scans. Bislang ist knapp die Hälfte der eingehenden Paletten von den Herstellern mit RFID-Tags ausgestattet. Ab einem Anteil von 80 Prozent lohnt sich der vollständige Wechsel auf ein RFID-gestütztes Lagerhaltungssystem. Dann werden die Drucker auch sämtliche fehlenden RFID-Tags nachdrucken.
Klares Druckbild, günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis
Wenn es um das Nachetikettieren geht, vertraut die REWE auf Drucker der InfoPrint Solutions Modell-Reihe IP 6700 R40. „Unsere Anforderungen für diesen speziellen Druckjob waren ein einwandfreies Druckbild und die Sicherheit, dass der Tag mit der richtigen Nummer beschrieben und lesbar ist“, schildert Sven Jürgens die Ausgangslage. „Wir hatten mehrere Drucker für diesen Job getestet, wobei sich der Drucker von InfoPrint Solutions für unsere Anforderungen als der am besten geeignete erwies: Das Druckbild ist hervorragend, außerdem lässt sich der Nachschub problemlos regeln, weil die Etikettrollen leicht und schnell ausgetauscht werden können.“


Auch überzeugte das REWE Group-RFID Team die robuste Bauweise des Druckers, der seinen Dienst ja unter den vergleichsweise rauen Bedingungen eines Großlagers verrichten muss. Außerdem erfuhr die REWE Group in Norderstedt sehr gute und äußerst flexible Vorort-Betreuung durch den Business Partner Wien Computer Expert von InfoPrint Solutions. Nicht zuletzt gab dann ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis den Ausschlag für den InfoPrint 6700 R40. Die Drucker sind an den Eingangstoren stationiert und über LAN mit dem Lagernetzwerk verbunden, über das sie ihre Druckdaten erhalten.
Auch immer mehr Hersteller und Lieferanten springen derzeit auf die RFID-Technik auf, was auch dem Pilotprojekt in Norderstedt zugute kommt. Die REWE Group bietet ihnen daher ein umfassendes Beratungsangebot, angefangen bei Informationen über die RFID-Technologie auf einer Internet-Seite über Performance-Tests bis hin zu Projektmanagement-Unterstützung bei der Einführung. Auch von den Druckerherstellern werden die Lieferanten durch spezielle Starter-Pakete unterstützt. InfoPrint Solutions etwa bietet zusammen mit dem auf Datenfunklösungen spezialisierten Business Partner Wien Computer Expert preisgünstige Einsteigerpakete. Diese umfassen RFID-Drucker, Scanner, RFID-Tags, Services und Schulungen sowie die nötige Software für den schnellen Einstieg in das RFID-Thema.
Mehr Effizienz im Lager
Das Pilotprojekt in Norderstedt zeigt, dass sich durch die RFID-Technik der Informations- und Warenfluss näher zusammenbringen lässt, was die Prozesse erheblich effizienter gestaltet. „Dank RFID werden wir in Zukunft Medienbrüche zwischen Papier und elektronischen Informationen vermeiden können. Vor allem wollten wir den Papieraufwand verringern, der mit Lieferschein, Wareneingangsschein und Barcode-Etiketten für die Paletten und den entsprechenden Scan-Vorgängen enorm hoch und zeitraubend ist“, so Sven Jürgens. „Wir konnten bei diesem Projekt sehr schön zeigen, dass ein ereignisgesteuerter Prozess in der Warenlagerung mittels RFID Technik viel effizienter ist.“
Dieser Effizienzgewinn lässt sich messen: Beim Wareneingang wird über die Hälfte der Prozesszeit pro Palette eingespart. Früher musste der Lagerist alle Waren scannen, Etiketten drucken, diese an die Paletten kleben und dann den Wareneingang abschließen. Dank RFID geschieht die Warenidentifizierung heute automatisch, mehrere Paletten können sogar parallel abgefertigt werden und auch Transportetiketten sind nicht mehr notwendig. Dafür gewinnt der Lagerist Zeit, um die Eingangsware noch sorgfältiger auf Bruch und Qualität zu prüfen.


In Zukunft noch mehr RFID
Der Zeitgewinn bei der Warenannahme führt wiederum zu bedeutend kürzeren Lkw-Standzeiten, zu einer effizienteren Auslastung der Lagerkapazitäten und zu einem optimierten Bestellwesen insgesamt. Daher soll der Erfolg des Pilotprojekts auch anderen REWE Group-Lagern zugute kommen. So werden in naher Zukunft drei weitere Lagerstandorte Deutschlands mit dieser Technik ausgestattet – darunter auch das Lager für die REWE-Supermärkte, das etwa sechsmal so viel Artikel führt wie das Lager in Norderstedt. Auch sollen die vielen Tausend Transporthilfsmittel, die die REWE im Einsatz hat, individuell mit RFID-Chips ausgestattet werden und in ein Transportmanagement-System eingebunden werden. Außerdem sollen im nächsten Jahr auch die ersten Verbrauchermärkte der REWE Group in das RFID-Netz einbezogen werden.
Das Pilotprojekt der REWE Group zeigt, welches Potenzial in der RFID-Technologie für den Handel steckt. Zu den Aufgaben der Projekt-Treiber zählt es, dieses Potenzial nun auch für die anderen Prozessbereiche des Handels nutzbar zu machen. Dabei werden sie weiterhin auf die RFID-Drucker von InfoPrint Solutions bauen.

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