(openPR) Sassnitz, 20.06.2008: Die vom Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL beauftragte Machbarkeitsstudie „Radwegekonzept Nationalpark Jasmund“ liegt vor. Ulf Steiner, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums übergab die Studie an Siegfried Brosowski, den Leiter des Nationalparkamtes Vorpommern.
Was bisher als schwer lösbar galt, ist nun umfassend geklärt: Ein Radweg von Sassnitz bis Hagen über den Königsstuhl ist machbar. Ulf Steiner, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums übergab die Studie an Siegfried Brosowski, den Leiter des Nationalparkamtes Vorpommern.
Die Studie empfiehlt einen Radweg, dessen Bau größtmögliche Naturverträglichkeit, hohe Attraktivität und Sicherheit für die Radfahrer sowie minimale Kosten für Errichtung, Pflege und Instandhaltung ermöglicht. Die optimale Umsetzungsvariante sieht eine straßennahe Wegeführung vor. Wegen der schwierigen Topografie wurde die Strecke in neun Abschnitte zerlegt. Insgesamt wurden so 42 Wegabschnitte entlang der L 303 ermittelt und diskutiert.
Das Nationalparkamt Vorpommern hat jetzt die Aufgabe, auf zahlreichen Vor-Ort-Begehungen die konkrete und nationalparkgerechte Ausprägung der groben Route festzulegen. „Wir danken dem Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL für die Schützenhilfe. Wir werden der Radwegroute jetzt den nötigen ´Feinschliff´ geben, kündigt Amtsleiter Siegfried Brosowski an.
Das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL gab Ende Januar diesen Jahres die Machbarkeitsstudie in Auftrag. An der Finanzierung beteiligen sich neben dem Zentrum auch die Stadt Sassnitz, das Amt Nord Rügen, der Landkreis und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE). „Wir danken der NUE für die hervorragende Förderung des Projekts“, freut sich der maßgebliche Initiator des Radwegprojekts, Ulf Steiner. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Unterstützung der Gemeinden und des Landkreises diese Studie realisieren konnten. Sie zeigt klar, dass ein Radweg entlang der Straße möglich ist“, so Ulf Steiner.
Mit dem Radweg sollen die Eingangsbereiche Sassnitz und Hagen, der bisher blind endende Radweg in Buddenhagen und das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL miteinander verbunden werden. Das Projekt „Radwege im Nationalpark Jasmund“ hat Modellcharakter. Denn auch wenn es sich in Deutschlands kleinstem Nationalpark um die Lösung eines spezifischen Problems handelt, so könnte es als Vorbild für ähnliche Fälle gelten, wo Topografie und Schutzstatus eine herkömmliche Lösung erschweren.
Radwandern gewinnt - vor allem touristisch - an Bedeutung und der Nationalpark Jasmund zieht zahlreiche Fahrradtouristen und Einheimische an, die im Nationalpark naturorientiert Erholung suchen. Um den Radtourismus zu lenken, wurden in der Vergangenheit im Nationalpark mehrfach Radwege ausgewiesen. Keiner von ihnen folgt der Hauptverkehrsstrecke, der Straße Sassnitz-Königsstuhl-Hagen; fast jeder von ihnen ist aus unterschiedlichen Gründen bei Radfahrern wenig beliebt.











