(openPR) Als ein echtes Wetträtsel wurde von Experten der Preis der Eilert Bauunternehmung, einem Ausgleich II über 1400 m, eingeschätzt und die Experten sollten Recht behalten. Noch 400 m vor dem Ziel hatten beinahe alle der 10 angetretenen Kandidaten im ersten Hauptereignis des Race Festivals die Chance auf den Sieg. Über die gesamte Bahnbreite war das Feld aufgefächert, dabei schienen zunächst die auf der Neuen Bult in Hannover trainierten Pferde Zinderella und Siegmund als Sieganwärter in Frage zu kommen, bis der äußere Flügel mit der aus Bremen angereisten Naranja erstarkte und auch der im Vorfeld hoch gehandelte New Fandango seine Position am Ende des Feldes aufgab. Mit viel Schwung rückte der von Horst Rudolf in Mannheim trainierte 5 jährige Wallach mit seinem Reiter Adrie de Vries in vordere Linie und rang nach zähem Kampf seiner Widersacherin Naranja den Sieg nur mit einer Nasenlänge Vorsprung ab.
Zuvor hatte Adrie de Vries sein Können schon im Preis des Central – Hotel Kaiserhof bewiesen. In dem Ausgleich III über 2100 m schläferte er seine Kontrahenten nach anfangs zügigem Tempo regelrecht ein, um sich im Einlauf mit einem Sprung vom Feld von seinen Gegnern zu verabschieden. Eine taktische Meisterleistung, die den sympathischen Reiter aus den Niederlanden ebenfalls den Sieg davon tragen und mit zwei Tagestreffern zum „Mann des Tages“ avancieren ließ.“
Im Preis der Credite Suisse ließ ein Pferd aus Hannover seinen Gegnern keine Chance. Die von Marion Rotering auf der Neuen Bult trainierte Bella Amica verabschiedete sich im Einlauf souverän vom Rest des Feldes, blieb vor der aus dem mächtigen Quartier von Andreas Wöhler aufgebotenen La Fee und Sweet Eagle.
Bei angenehmen Rennwetter besuchten rund 3700 Zuschauer den ersten Tag des Race Festivals, an dem der Rennverein einen Wettumsatz von hervorragenden 146.645,00 Euro verzeichnen konnte.
So recht wusste das Wetter nicht, was es werden wollte, am zweiten Tag des Race Festivals auf der Neuen Bult. Vereinzelte Regentropfen bei Sonnenschein waren aber die einzigen Komponenten, die an diesem Wochenende nicht ganz rund liefen. Toller Sport, 7800 Zuschauer und ein Wettumsatz von knapp 200.000,00 Euro ließen die Verantwortlichen strahlen.
Mit dem Hauptereignis des Tages, dem Großen Plural Preis bekamen die Zuschauer ein Rennen geboten, dass an Spannung und Dramatik nicht zu wünschen übrig ließ. Im Einlauf fächerte das Feld mit den 12 Teilnehmern über die gesamte Bahnbreite auf. Noch 300 m vor dem Ziel kämpften sechs der zwölf Teilnehmer auf einer Linie und alle kamen für den Sieg in Frage, bis sich aus der Phalanx der 3 jährige Hengst Abbashiva aus dem Gütersloher Quartier von Peter Rau 100 m vor dem Ziel herausschälte und sicher mit zwei Längen Florado und den letztjährigen Zweitplatzierten Shinko`s Best auf die Plätze verwies. Der von Torsten Mundry exzellent gerittene Abbashiva steht im Schweizer Besitz von Nathalie und Bruno Schuoler und hat seine Jugend auf dem Gestüt Brümmerhof von Neue Bult Präsident Gregor Baum verbracht. Mit seinen drei Jahren gehörte Abbashiva zu dem jüngsten Teilnehmern im Feld. Peter Rau zu seinem Schützling: „Ich bin von der Klasse von Abbashiva auf dem kurzen Weg überzeugt, war mir nur nicht sicher, ob er sich gegen die älteren Pferde würde durchsetzen können.“
Etwas weniger Spannung, dafür viel Spaß und richtig was für das Auge wurde im Pural Promi Miss Race geboten. In diesem Showprogrammteil traten nicht weniger als 7 mit einem Misstitel ausgestattete bildschöne und charmante junge Damen im Sattel von Isländerponys gegeneinander an. Julia Baum, Leiterin des Gestüts Brümmerhof und Frau von Bult-Chef Gregor Baum, steuerte mit Vignir einen überlegenen Sieger über die Ziellinie, während sich Mrs. Niedersachsen Anke Maßmann auf Tvistur und Miss Niedersachen 2006 Maren Hölscher mit den Plätzen begnügen mussten.
Erfreuliche Ergebnisse gab es am Sonntag auch für Trainer der Neuen Bult. Hans Jürgen Gröschel, für den es am Samstag mit seinen Startern nicht so richtig rund lief, konnte mit Miss Bounty im Dr. Schnell Stutenrennen die Siegerin vom Geläuf führen. Mit Viktor Schulepov im Sattel rang die 3 jährige Stute des Stalles Hilgos die von Peter Schiergen in Köln trainierte Ruby Light nach zähem Kampf mit nur einem kurzen Kopf nieder, während der von Stefan Wegner vorbereitete Classic Fire unter dem aufstrebenden Reitertalent Fabian Weißmeier im neuepresse.de Preis gegen den von Bettina Nasgowitz vorbereiteten Cedrik sicher zum Zuge kam. Stefan Wegner: „Das war ein hartes Stück Arbeit für Fabian Weißmeier. Classic Fire ist zwar in ausgezeichneter Form, aber bremst schnell, wenn man ihn zu sehr unter Druck setzt. Fabian hat mit Fingerspitzengefühl den Sieg möglich gemacht.“
Mitreißend endete auch der Ausgleich II. Alter König aus dem Stall Kokenhof von Hannover 96 Präsident Martin Kind, vorbereitet von Peter Rau unter Jockey Norman Richter unterlag nach packendem Kampf ehrenhaft nur knapp dem Formpferd Simon Magnus aus dem Quartier von Waldemar Hickst. Simon Magnus sollte noch zu größeren Taten fähig sein sollte. Das Hürdenrennen gewann die von Elfie Schnakenberg vorbereitete Tressa unter Vlastislav Korytar gegen Artifax und Tilsiter.
Eine kleine Sensation im letzten Rennen des Race Festivals: Die überglückliche Besitzertrainerin Melanie Neß von der Alten Bult gewann mit dem zehnjährigen Wallach Zepter unter Torsten Mundry ihr erstes Rennen. Die Siegprämie in Höhe von 5.000,00 Euro im Kokenhof-Trainer-Cup für den Championtrainer des Race Festival sicherte sich mit knappem Vorsprung Christian Freiherr von der Recke vor Peter Rau, der 2.000,00 Euro erhielt.
Rennvereinspräsident Gregor Baum: „Wir haben mit dem Race Festival an zwei Tagen ein tolles Rennsportfest gefeiert, das im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden muss. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst.“













