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"Zellmüll" in der Netzhaut - Drohende Altersblindheit früher erkennen

12.06.200812:21 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bonn, Juni 2008 – Rund 3,1 Millionen Menschen leiden in Deutschland an der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Damit ist die Netzhauterkrankung die häufigste Ursache für Erblindung im Alter. Durch die Kombination zweier Diagnosemethoden lässt sich die AMD nun noch früher erkennen und präziser einschätzen: Die Diagnostik mithilfe der Fundusautofluoreszenz stellt giftige Ablagerungen in der Netzhaut dar. Die optische Kohärenztomographie ist eine hochauflösende Schichtuntersuchung der Netzhaut. Beide Methoden können erstmals in einem Gerät vereint und gleichzeitig durchgeführt werden. Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn wird das neue Verfahren am 19. Juni 2008 in Bonn vorstellen.



Bei der AMD nimmt vor allem die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, Schaden. Betroffenen fällt es zunehmend schwerer, Objekte im Bildzentrum scharf zu sehen. Häufig verdeckt sogar ein dunkler Fleck die Mitte des Gesichtsfeldes. Die Krankheit tritt in zwei Formen auf – der sogenannten "trockenen" und "feuchten" Variante. Wie es zu der Erkrankung kommt, war lange Zeit unklar. "Dank innovativer bildgebender Verfahren ist eine wichtige Ursache heute bekannt: Verantwortlich für den Verlust der Sehschärfe sind stoffwechselbedingte Ablagerungen in der Netzhaut. Mit lasergestützten Diagnoseverfahren wie der Fundusautofluoreszenz-Bildgebung können wir solche zellulären Giftstoffe, die im sogenannten Lipofuszin enthalten sind, in den Zellen selbst frühzeitig sichtbar machen", erklärt Holz.

Durch innovative technische Weiterentwicklungen ist es nun sogar möglich, die Fundusautofluoreszenz-Bildgebung mit der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie zu kombinieren. Mikrostrukturelle Veränderungen der Netzhaut lassen sich auf diese Weise dreidimensional darstellen. "Durch die simultane Durchführung beider Verfahren können wir zum ersten Mal bestimmte krankhafte Strukturen im lebenden Auge sehen, die bisher Pathologen vorbehalten waren", erläutert Holz. "Außerdem lassen sich Umfang und Art krankhafter Ablagerungen genau berechnen und analysieren", so Holz weiter. Damit liefert das Diagnoseverfahren ein noch präziseres Bild der AMD. Zudem bietet es neue Ansatzpunkte, um das individuelle Risiko einzuschätzen und neuartige Therapien zu entwickeln und zu prüfen.

Terminhinweis:

Presseworkshop "Der dunkle Fleck im Bildzentrum:
Altersblindheit – Früherkennung und Prognose"
Donnerstag, 19. Juni 2008, 11.00 bis 12.30 Uhr
Universitäts-Augenklinik Bonn, Konferenzraum,
Ernst-Abbe-Straße 2, 53127 Bonn

Im Rahmen des Presseworkshops werden sowohl die Fundusautofluoreszenz-Bildgebung als auch die Kombination mit der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie an einem AMD-Patienten demonstriert.

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