(openPR) Ein Mann steht vor zweitausend Menschen auf, ruft »Ich grüße meine Kameraden von der SS!«, setzt eine Flasche Zyankali an die Lippen und trinkt – Stuttgart, Evangelischer Kirchentag 1969. 35 Jahre später stößt Manfred Augsts Tochter auf die Abschiedsbriefe, die Manuskripte und die Feldpostbriefe ihres Vaters. Eine erschütternde Spurensuche beginnt, bei der Ute Scheub mehr findet als nur ein einzelnes Schicksal. Wie viele jener Männergeneration, die Nachkriegsdeutschland geprägt hat, konnte Manfred Augst nicht über seine Erlebnisse im Krieg reden, schon gar nicht mit seinen Kindern, denen er nur ein ferner, liebloser Vater sein konnte. »Er ist – buchstäblich – an seinem Schweigen erstickt.«
Persönlich, anrührend, manchmal geradezu beklemmend zeichnet Ute Scheub das falsche Leben des Mannes, der ihr Vater war – und liefert das Porträt einer ganzen Generation von deutschen Vätern.
»Ute Scheubs Buch wird helfen, die Krankheit des Schweigens begreifen zu lernen.« Der Spiegel
Ute Scheub, geboren in Tübingen, arbeitete nach dem Studium der Politikwissenschaft als Journalistin für Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Freitag und andere. Sie war 1979 Mitbegründerin der taz. 1992 wurde sie mit dem Ingeborg Drewitz-Preis der Humanistischen Union Berlin für ihr publizistisches Gesamtwerk ausgezeichnet. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin.
Um Anmeldung wird gebeten. Eintritt 5 Euro.
Datum / Uhrzeit:
25.06.2008 um 19:30 Uhr
Ort:
VIA e. V. Berlin-Brandenburg
Schönhauser Allee 175
10119 Berlin













