(openPR) Liebe Kunstfreunde,
zurück aus Basel müssen wir erstmal feststellen, das wir uns in unserem Ankündigungsbeitrag für die Art Basel etwas zu weit aus dem Fenster gelegt haben. Zumindest was das Wetter betrifft: So etwas wie in diesem Jahr hat es unserer Erinnerung nach noch nie gegeben. 15 Grad und Nieselregen, eine Woche lang… . Nun, dem Handel war dies aber nicht abträglich. Dort, wo man sich auf die Aussagen der Kollegen verlassen kann, war das Geschäft sonnig.So verkaufte die Galerie Haas u.a. ein Bild von Konrad Klapheck von 1964, eine mittlere Bronze von Kirkeby und gleich am Eröffnungstag eine große Leinwand von Baselitz. Zwei Zeichnungen reihten sich dann später in die Verkaufsliste ein.Bei Thomas aus München herrschte Hochbetrieb, auf Nachfrage zeigte man sich sehr zufrieden. Zu detailierten Angaben fehlte die Zeit: Kundschaft... .Auch die Galerie Stolz aus Berlin war schon am Eröffnungstag ganz entspannt. Durch die Konzentration auf ein sehr spezielles Angebot ist der Erfolg hier eigentlich jedes Jahr vorprogrammiert. Und was (wieder einmal) bei CFA am Stand los war, war schon unheimlich. Jonathan Meese, Tal R, Norbert Schwontkowski, Daniel Richter ausverkauft! Bilder, Grafiken und Skulpturen in jeder Größe gingen weg wie die sprichwörtlichen Semmeln. Am Donnerstag traf, aus Berlin kommend, ein kompletter LKW Nachschub ein. Und wer die Spielregeln für die Schweiz kennt, der weiß, dass man sowas nicht mal soeben aus Spaß macht. Zwei Superstars dagegen hatten wohl richtig Spaß auf der Messe: Roman Abramowitsch und Brad Pitt. Von letzteren ist uns sogar ein Schnappschuss bei seinem Rundgang gelungen. Bei ersteren hielten wir es nicht für möglich, dass er es ist. So ganz ohne Bodygards, nur in Begleitung seiner Partnerin. Deswegen blieb die Kamera in der Tasche.Wie das „The Art Newspaper“ in seiner Art Basel Daily Edition vom 4 Juni schreibt, interessierte sich der Chelsea –Eigentümer u. a für ein Trio von Giacometti-Bronzen. „Femme de Venise I“ von 1956 und „Femme Debout“ von 1958. Allein diese beiden sollen zusammen 22 Millionen USD kosten.
33 Millionen Dollar hat er grade auf einer Auktion ausgegeben. Für Lucien Freud’s Gemälde „Benefits Supervisor Sleeping“. Das ist der höchste Betrag, der je für ein Werk eines noch lebenden Malers bezahlt wurde. Ganz anders Brad Pitt. Er wird mit den Worten: I’ve seen lots that i like, but right now, I’m just looking“ zitiert. Für Aufsehen sorgte er also weniger bei den Händlern, um so mehr aber bei den weiblichen Besuchern der Messe. Und wo es ging, ließ er sich mit diesen im Arm sogar geduldig fotografieren. Ganz entspannt und cool. Erst am Flughafen haben wir dann in der Zeitschrift „GQ“ gelesen, das dies eher die Ausnahme ist. „Seine Familie und er entziehen sich der Öffentlichkeit. Ein enormes Kopfgeld ist auf ihn ausgesetzt – jeder Paparazzo weiß das.“ heißt es da. Nun ja, da wir keine Paparazzi sind, wussten wir es nicht. Und haben es bei einem Foto belassen.
In unserer Zusammenfassung kommen wir zu dem Ergebnis, das es in diesem Jahr eine Messe war, die der Stadt Basel und den Besucher nicht diese einmalige Atmosphäre geben konnte wie in vielen anderen Jahren. Was nicht nur am Wetter lag, sondern auch an den allgegenwertigen Absperrungen für die Euro 2008. Was den Markt betrifft, so zeigt er sich stabil. Trotz allen Unkenrufen. Und es scheint für die Galerien immer noch schwieriger zu sein, erstklassige Arbeiten zu kaufen als zu verkaufen. Ein gutes Zeichen! In diesem Sinne wünschen wir aus Berlin, der diesjährigen Residenz des Sommers, eine schöne Zeit!
Mit freundlichen Grüßen
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