(openPR) 9.5.2008 Dresden, Leipzig, Chemnitz – Immobilien/Wirtschaft
Insgesamt 160 Immobilien zum Auktionslimit von rund 2,5 Millionen Euro (Summe der Mindestgebote) kommen bei der diesjährigen Sommerauktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (SGA) zum Aufruf. Die Versteigerungen finden am 31. Mai in Leipzig, am 3. Juni in Dresden sowie am 5. Juni in Erfurt statt. Den Großteil machen Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbeimmobilien, Eigentumswohnungen und Grundstücke in Mitteldeutschland aus. Auch ein Schlossgebäude und mehrere Villen stehen auf der Auktionsliste.
„Auf unseren Sommerauktionen haben wir eine Reihe von historischen Immobilien im Angebot“ kündigt Michael Plettner, Vorstand der SGA, an. „So versteigern wir unter anderem das ‚Dresdner Waldschlösschen‘, die frühere Käserei Russo in Wernigerode und einen Teil der einstigen WandererWerke in Chemnitz“.
Um 1790 ließ Graf Marcolini in Dresden ein Jagdhaus vom Architekten Johan Daniel Schade für seine irische Frau errichten und nannte es liebevoll „Waldschlösschen“. Der Bau ging als erstes neogotisches Gebäude Sachsens in die sächsische Bau- und Kunstgeschichte ein. Ab etwa 1829 wurde das Waldschlösschen für einige Jahre als Schankwirtschaft betrieben. Das Gebäude ist Namensgeber für das gesamte Wohngebiet „Waldschlösschen-Areal“ und das bekannte „Brauhaus am Waldschlösschen“. Um das Gebäude vor dem Verfall zu schützen, wird nun über die Auktion nach einem neuen Eigentümer gesucht. Dieser sollte neben dem Mindestgebot von 190.000 Euro zu weiteren Investitionen zur Sanierung des Jagdschlosses bereit sein.
Aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) steht eine Fabrikantenvilla inklusive Firmengelände und etlichen Nebengebäuden zur Versteigerung. Hier produzierte die Familie Russo, die 1943 im Konzentrationslager umkam, viele Käsesorten, wie zum Beispiel den bekannten „Harzer Käse“. Die Villa mit Treppenturm hat noch den Charme aus vergangenen Zeiten. Ausstattungsdetails wie Stuckdecken, Ornamente, Holztäfelungen und Parkett sind sehr gut erhalten. Weiterhin befinden sich auf dem Grundstück die einstige Käserei, eine Pension, ein Schulungsgebäude, ein Wohnhaus sowie Garagen. Das Mindestgebot lautet 69.000 Euro.
Bereits 1885 produzierten Johan Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke unter dem Namen „Chemnitzer Velociped-Depot“ die ersten Fahrräder. Die eigene Marke „Wanderer“ wurde ab 1886 gebaut. 1896 gründeten die beiden Unternehmer die Aktiengesellschaft „Wanderer-Fahrradwerke“ und produzierte 1913 die ersten Automobile. Heute gilt der Standort als Geburtsstätte der sächsischen Automobil- und Motorenindustrie. Versteigert wird nun eine Teilfläche des Wanderer-Werksgeländes. Es umfasst das ehemalige Hauptwerk mit Eck- und Eingangsturm. Das markante dreistöckige Firmengebäude mit seinen großen Fensterfronten steht unter Denkmalschutz. Die Gewerbefläche umfasst ca. 30.900 Quadratmeter, wovon rund ein Drittel an einen Automobilzulieferer vermietet ist. Der neue Besitzer muss mindestens 49.000 Euro bieten.
Detaillierte Informationen zu allen 160 Immobilien und zum Auktionsablauf enthält der Auktionskatalog. Er kann kostenlos telefonisch unter 0351-4370800 und auf der Website www.sga-ag.de bestellt werden.
F.d.R.d.A.
Stefan Bast / Jacqueline Masopust (Tel. 0351-899110)
Pressearbeit im Auftrag der Sächsischen Grundstücksauktionen AG





