(openPR) Bei der ma 2007 Plakat handelt es sich um eine Untersuchung zu Reichweiten und Kontaktwahrscheinlichkeiten der Medien der Außenwerbung in Deutschland. Entwickelt wurde der Methoden-Ansatz von der Technischen Kommission der ag.ma und den Anbietern von out-of-home-Medien in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut. In der ma 2007 Plakat wird der „sichtbarkeitsgewichtete Passagekontakt“, abgekürzt PpS = Plakatseher pro Stelle, unter Berücksichtigung qualifizierender Wahrnehmungsparameter ausgewiesen. Damit entspricht diese Währung am ehesten der „Werbemittelkontaktchance“.
In der ma 2007 Plakat wird neben der Abfrage von zurückgelegten Wegen in rund 21.000 Telefoninterwievs erstmals in der ag.ma mit dem Einsatz von über 8.500 GPS-Empfängern eine technische Messung für eine Währungsstudie eingesetzt. Damit wird die Plakatstelle als Untersuchungsgegenstand bei der Erhebung gar nicht thematisiert. Vielmehr wird die Mobilität der Bevölkerung ermittelt. Erst in der Auswertung wird ein Zusammenhang zwischen den zurückgelegten Wegen und den passierten Werbeträgern über exakte Geo-Koordinaten hergestellt und so eine Kontaktwahrscheinlichkeit unter Einbeziehung der werbeträgerspezifischen Attribute ermittelt. Die Fehlerquellen, die sich bei der PMA aus der unvollständigen Erinnerungsleistung der Probanten bei der Abfrage der Wege der letzten 7 Tage und der dabei passierten Werbeträger ergeben konnten, sind so vermieden worden.
Auch bei der Ausweisung von Leistungswerten schafft die neue ma 2007 Plakat im Vergleich zum alten Modell eine Differenzierung der Ergebnisse z.B. bei Abfrage unterschiedlicher Belegung und somit für Planung und Dokumentation eine wesentlich aussagekräftigere Basis. Wurden bei der PMA Ergebnisse aus den ermittelten Daten über alle Werbeträger heruntergerechnet, so können jetzt Aussagen auf der Basis von Einzelstellen getroffen werden, die dann zu einem Gesamtergebnis konsolidiert werden. Mit der neuen ma 2007 Plakat hat damit in der Aussenwerbung ein Währungswechsel stattgefunden, die tatsächliche Medienleistung bleibt davon natürlich unberührt.
Tatsächlich beschreibt der k-Wert als interne Rechengröße die Chance, ein Plakat bei der Passage einer Plakatstelle zu sehen. Die Parameter hierzu ( Winkel zur Fahrbahn, weitere Stellen im Umfeld, Kontaktchancendauer, Umfeld- und Situationskomplexität, seitlicher Abstand und Be- bzw. Hinterleuchtung ) wurden aus der G-Wert-Erhebung abgeleitet.
Die Auswertung ist zukünftig durch eine Integration der Daten in MDS vorgesehen. MDS „Mediaplanungs-Dialog-System“ ist das von der Axel Springer Marktforschung entwickelte Mediaplanungsprogramm für den PC. Dieses Programmsystem war 1989 das erste PC-Programm, mit dem Mediastudien im Dialog ausgewertet werden konnten. Das Zählprogramm unter MDS bietet Zugriff auf alle ma-Daten und damit erstmals auch auf die Daten der ma 2007 Plakat. Somit liegen die Leistungsdaten der Plakatmedien allen Mediaplanern in vergleichbarer Form zu anderen Medien vor.













