(openPR) Unter der Schirmherrschaft des Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen veranstaltet Müller-BBM die
4. Informationstage „Geräuschmindernde Fahrbahnbeläge in der Praxis“ vom 11.-12. Juni in Gelsenkirchen
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie stellt Kommunen und Ballungsräume vor neue Aufgaben hinsichtlich des Lärmschutzes an Verkehrsanlagen. Die Lärmkartierung ist weitgehend abgeschlossen, die Lärmaktionsplanung läuft an. Als Maßnahmen für die Aktionsplanung stehen u. a. die Verkehrsverlagerung und die Verkehrsvermeidung zur Verfügung. In vielen Fällen – z. B. an innerörtlichen Hauptverbindungsstraßen, aber auch stadtnahen Autobahnen – lassen sich die Verkehrsgeräuschimmissionen damit nicht immer so weit reduzieren, dass die schalltechnischen Anforderungen eingehalten werden können. Geräuschmindernde Fahrbahnbeläge stellen in diesen Fällen eine besonders wirksame und stadtbildverträgliche Maßnahme zur Minderung der Verkehrsgeräusche auch im innerstädtischen Bereich dar. Allerdings ist die richtige und erfolgreiche Anwendung geräuschmindernder Fahrbahnbeläge nur nach genauer Prüfung der vorliegenden Randbedingungen sinnvoll. Auch müssen die Beläge im Bauvertrag sehr detailliert beschrieben werden. Die zielführende Gestaltung des Bauvertrags stellt für die Kommunen damit eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Die Informationstage wollen den gesamten Themenkomplex der geräuschmindernden Fahrbahnbeläge umfassend behandeln: hierzu werden sowohl die technisch-physikalischen als auch die planerischen und verwaltungsrechtlichen Aspekte beleuchtet. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf geräuschmindernden Fahrbahnbelägen als Instrumente der Lärmaktionsplanung für den Straßenverkehr einschließlich der optimalen Gestaltung des Bauvertrags. Erfahrungsberichte über Einbau und Betrieb geräuschmindernder Fahrbahnbeläge sowie Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte runden die Informationstage ab. Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung wird ein Planspiel sein, in dem wir uns einen »hot spot« im Stadtgebiet von Bottrop herausgreifen, der einer Lärmaktionsplanung nach EU-Umgebungslärmrichtlinie bedarf. Anhand dieses Fallbeispiels werden alle Schritte eines abgestimmten Maßnahmenplans unter Berücksichtigung eines geräuschmindernden Fahrbahnbelages anschaulich und mit praktischen Vorführungen besprochen: Beginnend mit der Abwägung und Entscheidungsfindung über die bautechnische und akustische Planung, die Ausschreibung und den Bauvertrag bis hin zu Mischgutzusammensetzung und Einbau einschließlich der zu empfehlenden Kontrollmessungen werden alle relevanten Aspekte behandelt. Neu in diesem Jahr ist ein optionales Vorauskolloquium, in dem die physikalischen und verwaltungsrechtlichen Grundlagen zu geräuschmindernden Fahrbahnbelägen allgemeinverständlich dargelegt werden.












