(openPR) Eine Begleitveranstaltung der Ausstellung „Berlin - New York Dialogues“
- 8 Kurzvorstellungen im Pecha Kucha Format mit anschließender Diskussion zu Visionen für den Spreeraum in Berlin
Deutsches Architektur Zentrum DAZ
Köpenicker Str. 48/49
10179 Berlin-Mitte
23. April 2008
18.30 bis 20:00 Uhr, Taut Saal.
Inhalt
An Berlins Spreeufern zwischen Jannowitzbrücke und Elsenbrücke existieren noch heute, nördlich und südlich des Flusses, etwa 180 Hektar brachliegender Freiflächen. Die Bezirke Mitte, Friedrichshain und Kreuzberg grenzen hier aneinander an. Einen großen Teil der Freiflächen bilden hier die in postindustriellen Zeiten aufgegebenen Hafenareale, mit ihren Güterbahnflächen und den Spreespeichern, aber auch viele alte Fabrikhäuser. Die aber wohl bedeutendste Freifläche des Spreeraums stellt sicherlich der 1,3 km lange Rest der Berliner Mauer dar – die „East Side Gallery“.
Viele Pläne zur Weiterentwicklung des gesamten Gebietes liegen bereits vor, aber auch viele Probleme hinsichtlich ihrer Umsetzung. Welche Chancen gibt es noch, die gegenwärtig existierenden Pläne zu beeinflussen? Darf man noch träumen – oder werden am Ende die Spreeufer doch monofunktional mit Bürohäusern so dicht bebaut sein, wie es einige dieser Pläne derzeit vorsehen? Kann Berlin international ein positives Beispiel für die Entwicklung des innenstädtischen Uferbereiches geben?
So lange viele der Bauvorhaben an der Spree aktuell noch nicht umgesetzt werden, liegen die jeweiligen Freiflächen auch hier, wie vielerorts in Berlin, in den Händen kreativer Akteure: den Zwischennutzern. So sind hier in jedem Sommer, in verhältnismäßig hoher Zahl, die für die Spree typischen Strandbars anzutreffen. Diese temporären Gebilde haben entschieden an der Revitalisierung brachliegender Infrastrukturen des Spreeraumes beigetragen und einen wesentlichen Diskussionsbeitrag zur stadtplanerischen Frage nach Potentialen und Bedürfnissen, die hier in den jeweiligen Quartieren berücksichtigt werden müssen, geliefert. Für die Spree einen städteplanerischen Konsens zu finden, der den Ansprüchen aller Anwohner, Beteiligten und Interessierten gerecht werden würde, ist ein schwieriges Unterfangen. Was können wir von die Zwischennutzungen lernen und gibt es Nutzungskonzepte mit diese kreative Lösungen einhergehen oder sogar direkt weiter entwickeln? Realisierte Bauprojekte, wie das Radialsystem V, als ein konkretes Beispiel für den Umbau alter Fabrikgelände, um nun als Orte für Kunst und Kultur neu bespielt zu werden, belegen die vielseitigen Möglichkeiten, die sich an der Spree bieten.
Berlins Innenstadt besitzt attraktive Bauflächen. Am Beispiel des Spreeraums lassen sich exemplarisch die Potentiale und Chancen belegen, die sich für die Stadt Berlin bieten. Doch was bedeuten die Veränderungen, die Neubebauung dieser Flächen für die Bewohner der angrenzenden Stadtviertel und für die Stadt generell? Mit welchen Herausforderungen und Risiken sehen sich Investoren, Architekten, Stadtplaner und auch die Senatsverwaltung konfrontiert?
Der Diskussionsabend “Spree Vision“ will durch die Vorträge seiner einzelnen Referenten die hohen wie vielseitigen Potentiale des Spreeraums insgesamt und übergreifend behandeln. “Spree Vision“ versteht sich, neben der aktuell im Deutschen Architektur Zentrum DAZ gezeigten Ausstellung „Berlin – New York Dialogues“, als Ergänzung und weiterer Kommentar innerhalb der Debatte um die städtebauliche Entwicklungen und Veränderungen von Berlin.
Referenten
Kurzvorstellungen im Pecha Kucha Format mit anschließender Diskussion
18:30 – 20:00 Uhr
PECHA KUCHA Format:
20 Bilder je 20 Sek. = 6 min 40Sek./ Redner
Kristien Ring, DAZ
Begrüßung und Einführung
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Potentiale und Herausforderungen des Spreeraums in Berlin-Mitte/Kreuzberg/Friedrichshain
Jochen Sandig, Radialsystem V
Kulturelle Zwischennutzung und Weiterentwicklung - Welche Möglichkeiten gibt es?
Daniela Konrad, Architektin MSA und Wissenschaftliche Mitarbeiterin, TU Berlin, FG Gast-Prof. Jean-Philippe Vassal: Potentiale von Wasser in der Stadt-Visionen und Entwurfsansätze von Studenten
SPREE 2011, Ralph Steeg und Sally Below
Baden in der Spree. Ein Traum der tatsächlich wahr wird. Wie der Wille und eine gute Idee siegen können.
Christian Schöning, Architekt
BAUGRUPPEN - umbauen, weiterbauen und das Wohnen am Wasser im Einklang mit den Nachbarn. Realisierbarer Traum?
Gerhard Spangenberg, Architekt
Visionen für die Eisfabrik und die Brommybrücke
Thomas Drill, Hoch Tief Berlin
Hoffnung auf bessere Tage für Investoren in Berlin? Was für Visionen haben die jetzigen Grundstücksbesitzer und die zukünftige Investoren?
Brigitte Holz
Beispiel Kreuzberg – Ziele einer kleinteiligen und ortsspezifischen Weiterentwicklung am Beispiel „Stadtumbau WEST“ an der Kreuzberger Spree.
Anschließende Diskussion
Moderatorin: Kristien Ring, DAZ












