(openPR) Luzern, 25. März 2008, Grosse Firmen dominieren den RFID-Bibliotheksmarkt. Indes macht die vergleichsweise kleine Schweizer Firma InfoMedis AG in Alpnach, nahe Luzern, von sich Reden, denn sie etabliert sich zusehends als Lieferant von sehr preissensitiver Massenware, den so genannten RFID-Etiketten. Nach den Kornhausbibliotheken in Bern und etlichen weiteren Bibliotheken in der Schweiz, werden nun auch in den weiteren Europäischen Raum RFID-Etiketten geliefert. Und dies nicht nur in grösseren Stückzahlen sondern auch in kleineren Mengen ab 5000 Stück. Jüngster Kunde ist die Stadtbibliothek in Münster mit einer Abnahmemenge von knapp einer halben Million Etiketten. Diese Etablierung ist möglich, weil die Mitarbeiter der InfoMedis AG seit 1991, also den Gründungszeiten von modernen RFID-Systemen überhaupt, Beziehungen zu Lieferanten unterhalten haben und sie selber aus dieser Branche stammen. Sie kennen sich genauestens mit dem Herstellungsprozess und natürlich den Qualitätsfragen von Etiketten aus. Nicht zuletzt ist InfoMedis in den Standardisierungsgremien in ISO und DIN aktiv. Zusammen mit den Münchner Stadtbibliotheken wird derzeit ein Datenmodell (den im Chip abgelegten Daten) erarbeitet, welches noch flexibler auf verschiedene, kleinere und grössere, Chips passt als das bewährte Dänische Datenmodell. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Chips von verschiedenen Lieferanten auszuwählen. Diese Flexibilität ist, angesichts der sich schnell ändernden Angebote in der Chipindustrie, sehr wichtig, um entsprechend günstige Preise für qualitativ hochwertige RFID-Etiketten zu erhalten. All dies war erst durch die Aufnahme der Standardisierungsarbeiten zum Datenmodell möglich. Die Mitarbeiter der InfoMedis AG haben diese Arbeiten bereits vor vier Jahren gestartet. Heute profitieren die Bibliotheken davon, bei jedem Etikett, welches sie kaufen. Die damaligen Preise wären kaum unter eine Grenze von 0,50 EUR gesunken, heute liegen sie bei der Hälfte. Da die RFID-Etiketten immer noch den grössten Investitionsbedarf für die Bibliotheken bedeuten, ist dieser Bereich nach wie vor sehr preissensitiv. Durch die Entkopplung von RFID-Etiketten und RFID-Ausleihsystem sind auch Quersubventionierungen in den Ausschreibungen (scheinbar günstige RFID-Etiketten und gleichzeitig höhere Kosten für das Ausleihsystem) verhindert worden. Es bleiben noch etliche Arbeiten um Qualitätskontrollen aufzubauen, in denen die RFID-Etiketten von unabhängigen Institutionen geprüft werden. Denn immer wieder werden von verschiedenen Anbietern zum Teil wahre, zum Teil unseriöse Aussagen getroffen: Dass RFID-Etiketten nicht langlebig seien, dass sie ihre Daten nicht behielten oder nur bestimmte Lesegeräte sicher für Herzschrittmacher seien usw. Es wird weiterhin Aussagen geben, mit denen die Bibliothekarinnen und Bibliothekare ohne technische Fachkenntnis nicht viel anfangen können. Damit sie nicht mit unterschiedlichen Aussagen der Hersteller verunsichert werden, die alle krampfhaft eine „unique selling proposition“ suchen, hilft nur Öffentlichkeit und Transparenz.







