(openPR) Hamburg / München, 25. Februar 2008. Der Wert von Patenten wird in vielen deutschen Unternehmen noch unterschätzt. Dabei ist das Thema aktuell wie nie. Internationale und deutsche Bilanzierungsregeln werden Patentexperten in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der 2. Deutschen Patentbewertungstage am 19. und 20. Februar in München.
Rund 150 Teilnehmer diskutierten mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über die Bewertung von Patenten und ihre Finanzierung. Eine Studie von BDO zeigte, dass viele Unternehmen den Wert ihrer eigenen Patente nur ansatzweise erkennen. Das Institut der Wirtschaftsprüfer stellte seine Richtlinie für die Bewertung von Patenten vor, die sogenannte IDW S5. Danach wird es bei der Bilanzierung gewisse Spielräume geben, über die Berater in Patentsachen informiert sein müssen. Die interessierten Fragen aus dem Kreis der Patentanwälte zeigten, dass dieser Bedarf erkannt wurde.
Für die Finanzierung und den Handel von Patenten gibt es interessante Möglichkeiten, die auf dem Kongress präsentiert wurden. So stellte Vantargis die Möglichkeit vor, den Markennamen im Rahmen einer Sale and Lease back-Transaktion zur Steigerung der Liquidität einzusetzen. Die Steinbeis-Gruppe stellte ihr Know how in der effizienten Bewertung von Patenten vor, das unter anderem der geschlossene Patentfonds Alpha 2 nutzt.
Ratingwissen-Geschäftsführer Jürgen Braatz: „Der Kongress ist auf eine erfreuliche Resonanz gestoßen. Allerdings hat uns überrascht, dass die Methoden der Bewertung von Patenten noch immer vielen Patentanwälten nicht bekannt sind. Wir werden deshalb für diese Zielgruppe in Kürze Spezialseminare anbieten.“
Der Fachkongress setzt eine erste Veranstaltung über das Thema fort, die im November 2005 an gleichem Ort stattfand und ebenfalls 150 Teilnehmer verzeichnete. Diesmal wurde die Agenda um Themen wie Investment und Märkte für Patentverwertung ergänzt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Europäische Patentamt sowie mehrere Verbände unterstützten den Kongress. Bundesminister Michael Glos schrieb ein Grußwort.











