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Optimale Pferdefütterung

25.02.200815:27 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Der wohl häufigste Irrtum in der Reiterwelt ist, dass zu jedem Pferd grundsätzlich auch ein Sack Pferdefutter gehört. Unüberlegte Fütterung führt zu vielen Problemen denen dann zwar mit einer "Symptom-Behandlung" beigekommen wird, die Ursache ist jedoch meist im Fütterungsmanagement zu finden.




Das Pferd ist ein Faser- Fresser und -Verdauer. Es entstammt ursprünglich den Waldlandschaften und ernährte sich von Pflanzenfasern jeder Art bis hin zur holzigen Rinde von Bäumen. Über die Dauer von 55 Millionen Jahren weitete das Pferd seinen Lebensraum auf Grasebenen und Steppen aus und passte sich seiner natürlichen Umgebung perfekt an.

Der sehr lange Verdauungstrakt des Pferdes ermöglicht es ihm aus noch so karger Nahrung seine Nährstoffe zu ziehen und zu nutzen. Das Pferd ist ein hervorragender Faserverwerter und kommt in der Rangliste der besten Futterwerter gleich nach dem Hasen auf Platz 2.

Da die in seinem Lebensraum vorkommenden Fasern eben anders als heute meist arm an Nährstoffen waren, war das Pferd auf einen langen Zeitraum der Futteraufnahme angewiesen, um den Energiebedarf zu decken. Aus diesem Grunde bleibt Faser aus Heu, Gras und Stroh die Basis der gesunden und natürlichen Pferdeernährung und muss in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Ein unnötiges Rationieren dieser lebenswichtigen Grundlage führt langfristig zu gesundheitlichen Problemen. Der Magen des Pferdes produziert ohne Unterlass Magensäure um die normalerweise ständig zugeführte Nahrung zu verarbeiten. Wird zu wenig Faser gefüttert drohen Magengeschwüre. Und auch nur ein ständig geforderter Darm arbeitet korrekt – ein wichtiger Punkt bei Koliken und anderen Verdauungsstörungen.
Das Pferd kann von Natur aus seinen normalen Energiebedarf aus Pflanzenfasern decken. Selbst einstündiges Freizeitreiten kann in den meisten Fällen noch keine Getreidebeifütterung begründen. Das Pferd hat schlichtweg genug Zeit, diese verbrauchte Energie durch "Heufressen" wieder nachzuholen. Früher war das Pferd jedoch über viele Stunden des Tages in Arbeit und man brauchte eine Kompakte Energiequelle, um das Pferd leistungsfähig zu halten. Hier bot sich dann Hafer als ideales Beifutter an. Grundlage aber war immer Heu und Kaff, ein Strohhäcksel, denn der Getreideanbau diente in erster Linie der Ernährung des Menschen. Getreide überhaupt ist noch eine sehr junge Entwicklung von etwa 9000 Jahren, was sind das schon gegen die 55 Millionen Jahre des Pferdes. Wenn überhaupt, dann bot die Natur dem Pferd nur Grassamen – mehr nicht. Wir haben zwar ständig neue Pferdetypen in Bezug auf Aussehen und Leistung gezüchtet, aber das Verdauungssystem haben wir nie verändert.

Auch die heutigen Wiesen entsprechen nicht mehr der Vorgaben der Natur. Welch ein Unterschied der Pflanzen, waren es früher blattreiche Pflanzen und Kräuter, zarte Gräser und Triebe junger Bäume, so sind es heute meist hochleistungsfähige Weidegräser die daraus ausgelegt sind, Milchvieh zu mästen und die Milchproduktion zu steigern. So kommen also die hervorragenden Futterverwerter namens "Pferd" auf meist völlig ungeeignete Power- Grünflächen und werden zu dem von ihren Besitzern mit einer erstaunlichen Vielfalt an Getreiden zugefüttert, weil der Besitzer sich meist mehr mit dem Pferdefutter identifiziert als mit der Biologie seines geliebten Pferdes.

Was tun, wenn die Faseraufnahme nicht reicht, um den Energiebedarf des Pferdes zu decken?


Zunächst einmal soll klar sein, was das Pferd leisten soll. Es gibt viele Möglichkeiten, über die Ernährung die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu beeinflussen – sowohl im positiven als auch im negativen. Jede Form von Faser liefert dem Pferd langsam freigestzte Energie. Das ist generell für alle Pferde gut, besonders wünschenswert aber auch bei Ausdauerpferden, alten Pferden oder aber auch in der Dressur. Je nach tatsächlichem Energiebedarf kann aber auch weitere langsam freigesetzte Energie in Form von Ölen zugesetzt werden. Öle werden von Pferden sehr gut vertragen, bei manchen Erkrankungen sind diese auch die einzige Energiequelle außer Heu und Gras, z.B. beim PSSM, einer Stoffwechselkrankheit die zu Verschlagssymptomen führt. Schnell freigesetzte Energie bekommt das Pferd aus Getreide. Dessen Kohlenhydrate Stärke und Zucker werden zu Glukose umgewandelt und steht den Körperzellen schnell zur Verfügung. Dies ist bei Spring- und Rennpferden ein absolut erwünschter Effekt. Leider birgt das Getreide bei einer Fütterung über den tatsächlichen Bedarf hinaus auch viele Gefahren für die Gesundheit. Glukose aus Stärke und Zucker, die nicht direkt verbraucht wird, geht zur Leber und wird dort in Fette umgewandelt, die dem Pferd als Energiespeicher für karge Zeiten dienen. Schlicht gesagt: Das Pferd wird fett. Wird eine solche Fütterung über einen längeren Zeitraum durchgeführt, kann es zum Anlaufen der Beine (Leberreaktion), Sommerkezem (in vielen Fällen durch zu viele Kohlenhydrate, auch aus Gras) oder sogar dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) einer Art Diabetis Typ 2 beim Pferd kommen. Es entwickelt sich – meist ohne erkennbaren Anlass) eine Hufrehe.

Leider verwechseln viele Reiter einen fetten Hals mit zum bersten gefüllten Fettdepot mit Muskulatur. Aber im Mähenkamm des Pferdes befindet sich kein Muskel….Es wäre auch neu, wenn man mit einer übermäßigen Kohlenhydrataufnahme Muskeln bilden wäre, schön wäre es sicher, funktioniert aber nicht. Für den Muskelaufbau sind Aminosäuren wichtig, denn die braucht der Körper, um Gewebe aufzubauen, zu reparieren oder zu erhalten. Auch dafür hat die Natur einiges zu bieten. Soja und Alfalfa liefern diese Aminosäuren in einem für das Pferd geradezu idealen Muster.

Genau genommen sind zwei Dinge absolut notwendig, um das Pferd leistungsfähig und gesund zu halten: Ausreichend Faser und die Deckung des Nährstoffbedarfs.

Hier bietet BestesFutter.de einige hervorragende Produkte, die dem Pferd ausgesprochen zuträglich sind:Speedi Beets – unmelassierte Rübenschnitzel mit einer Zubereitungszeit von 10 Minuten. Die Faser ist noch verdaulicher als Heu und liefert dem Pferd langsam freigesetzte Energie. Außerdem ist die zusätzliche Feuchtigkeit aus den zubereiteten Speedi Beets ideal bei Kolikern und Pferden, die viel schwitzen. Sie sind geeignet für jedes Pferd, auch bei dentalen Problemen oder bei Hufrehe.


Fibre Beets – eine Mischung aus Alfalfa (Luzerne), unmelassierten Rübenschnitzeln und wenig Getreide. Sie liefern mehr Energie aber auch mehr Aminosäuren. Mit einer Einweichzeit von 45 Minuten durchaus noch im akzeptablen Bereich. Auch hier ist die Anwendung für nahezu jedes Pferd geeignet.

Fibre Plus Nuggets – ein Pellet im Heucobformat aus Grünmehlen und wenig Getreide. Leicht mineralisiert und vitaminiert mit zugestzen Kräutern für den Verdauungsapperat. Trocken zu verfüttern, ideal auch als Futter zum ausstreuen im Paddock. Die Pferde lieben es, diese Nuggets zu suchen.

Alfalfa mit Öl – ein Aminosäurenreiches Raufutter, ein Muskelbildner in seiner natürlichsten Form.

Alle vorgenannten Produkte sind auf Faserbasis und daher äußerst pferdegerecht. Man kann mit ihnen einen Teil des Raufutters ersetzen.Cover up ist eine Mischung aus Energie und Mineralfutter. Basierend auf Soja und Alfalfa liefert es wertvolle Energie und Aminosäuren. Cover up enthält nur einen sehr geringen Getreideanteil, dafür aber auch verschiedentliche Kräuter, die dem Körper wichtige Impulse geben. Cover up wird in niedrigen Futtermengen eingesetzt, da es sehr gut mineralisiert und vitaminiert ist. Man benötigt nur einen Bruchteil der herkömmlichen "Kraftfuttermengen", um den Bedarf zu decken. Cover up ist ein extrudiertes Futter mit chelatierten Mineralien und ist somit eine hervorragende Quelle zur Deckung des Energie- und Nährstoffbedarfs. Cover up ist für jedes Pferd jeder Leistungsstufe geeignet und wird über die Menge dem tatsächlichen Bedarf angepasst.


Wem an dieser Stelle ein handfester Beweis für die Funktionalität einer solchen Fütterung fehlt, den möchte ich an dieser Stelle auf die Behinderten-Dressur- Reiterin Hanne Brenner aufmerksam machen. Vor etwa 2 Jahren hatte ihre Stute Women of the World 2 Hufreheschübe. In den meisten Kreisen gilt das als ein sportliches Aus für ein Pferd. In diesem Jahr gewann aber eben dieses Pferd unter Hanne Brenner die Vize- Weltmeisterschaft und wir hoffen, das sie im nächsten Jahr in Peking zur Paralympics ebenso erfolgreich sein wird. Women of the world bekommt Speedi Beets, Fibre Plus Nuggets und Cover up.

Das Pferd ist ruhig, ausgeglichen, konzentriert und leistungsbereit. Vor allem aber ist sie gesund, d.h. keine Hufreheschübe mehr, keine angelaufenen Beine, keine Steifigkeit – eben ein echtes Traumpferd.

Vielleicht hat ihr Pferd eines der aufgeführten Probleme, dann finden sie hier auch den wahrscheinlichen Auslöser.


Fettpölsterchen an Schulter und Kruppe, maskuliner "Hengsthals", geschwollener Euter-/ Schlauch- bereich – das Pferd ist zu fett, Fütterung nur nach tatsächlichem Bedarf

Kommen zu den o.g. Symptomen noch Schwellungen über den Augen, vermehrter Durst und Wasserlassen, Bewegungsschwierigkeiten und "Verfressenheit" hinzu – Gefahr von EMS, absolut kohlenhydratarme Fütterung, kein Gras, kein Getreide, keine Früchte und Gemüse, Insulinwert testen lassen, Fütterung anpassen


Hat ihr Pferd ständig Verschlagssymptome die "unerklärlich" scheinen – PSSM möglich, durch Muskelbiopsie testen lassen, keine Stärke und Zucker füttern, Fütterung anpassen


Fühligkeiten der Hufsohle, Rosseprobleme, Probleme der Stuten zur Aufnahme, eventuell Hufrehe ohne Auslöser – Manganmangel, Nährstofffütterung ist nicht

ausgewogen, im Blutbild testen lassen, ausgewogene Nährstoffversorgung sichern


Sommerekzem, Maukeprobleme, angelaufene Beine – sehr wahrscheinlich eine Leberreaktion auf zu viele Kohlenhydrate, Futtermanagement muss geändert werden


Hartnäckige Strahlfäule – in vielen Fällen ein Zinkmangel, unausgewogene Nährstoffversorgung des Pferdes, Fütterung anpassen.


Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Ergebnisse falscher Fütterung. Oft löst das viel unnötiges Leid beim Tier und hohe Tierarztkosten beim Besitzer aus. All das kann man aber vermeiden. Das bedeutet aber, dass nicht nur ein best. Mineral ergänzt wird, die Fütterung sollte im Gesamten ausgewogen erfolgen, nur dann hat man dauerhaft gute Ergebnisse.

Gern können Sie unsere kostenlose Futterberatung in Anspruch nehmen, um die Probleme bei ihrem Pferd zu beheben oder die Fütterung auf unsere Produkte umzustellen. Die Ergebnisse sprechen für sich.

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